Freitag, 19. März 2010

Filmabend #2



Letzten Sonntag kamen "Herr Leo", "Herr Tümmi" und "Frau Bine" und ich wieder zum Filmclub zusammen.

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Was anders war als beim letzten Filmabend (link!): Bines Kumpel "Maddin" war an jenem Abend zu Gast und verspätete sich gleich schon mal. Denn der fand den letztmaligen Ort des Anguckens nicht: Das Wohnheim, indem Leo und ich wohnen. Neuer Anguck-Ort, neuer Film: Die Mehrheit entschied sich für die Tragikomödie Vergiss mein nicht!, welcher den schöneren Originaltitel Eternal Sunshine of the Spotless Mind hat.
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Dieser neosurrealistische Film (link!) vom französischen Regisseur Michel Gondry enthält unter anderem Science Fiction-Elemente und erzählt sehr nonlinear und demnach mit Zeitsprüngen. Es ist Michel Gondrys erfolgreichster Film, nicht nur was das Kommerzielle angeht (72 Mio. Dollar Einspielergebnis - für einen Indie-Film ist das einiges!), sondern auch bei Kritikern und Fans gilt der Film als Meisterleistung. Auf IMDB.com ist er in der TOP250 (link!) zurzeit (Stand: 19.03.10) auf Platz 58.

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Die Verfilmung des Oscar-prämierten Drehbuchs von Charlie Kaufman handelt von einem gewissen Joel (Jim Carrey in einer eher ernsteren Rolle). Dieser stellt fest, dass sich seine Ex namens Clementine (gespielt von Kate Winslet) nach dem Beziehungsende all die gemeinsamen Erinnerungen von der menschlichen Festplatte namens Gedächtnis löschen ließ. Sie erkennt ihn nicht mehr wieder.
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Anschließend sucht er die Firma auf, die für diese Löschprozesse verantwortlich ist. Er lässt dieselbe Prodezur über sich ergehen, jedoch kämpft er im Unterbewusstsein gegen die Ausradierung der schönen und nicht so schönen Erinnerungen an die eigensinnige Clementine, da das Löschen ihm Schmerzen bereitet.
Für eine etwas ausführlichere Beschreibung der Handlung(en) klickt ihr einfach hier (link!) drauf.

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Ein wunderbarer Film mit toller Musik von Jon Brion und durchweg tollen Schauspielleistungen. Kate Winslet ist als impulsive und alternativ lebende Frau einfach bezaubernd, Eigentlich-Komiker Jim Carrey nervt hier kaum, spielt sogar recht überzeugend.
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Und gerade die Nebendarsteller machen aus den Nebenhandlungen der Nebenrolle eine gleichermaßen berührende Angelegenheit. Tom Wilkinson, der den leitenden Arzt von Joel/Jim Carrey spielt, sieht man gekonnt an, dass "Dr. Howard Mierzwiak" ein Geheimnis verbirgt. Dessen erster Angestellter in der Firma, Elijah Wood als "Patrick", ist mal so gar nicht "Frodo", Angestellte Nr.2, Kirsten Dunst, ist als "Mary" erst süß, überzeugt dann aber besonders zum Schluss, wenn sie auf das Geheimnis kommt und mit verletztem Herz sofort darauf reagiert.
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Und der Schauspieler Mark Ruffalo ist für mich der Tollste. Er spielt den technisch versierten "Stan", der mit "Mary" zusammen ist. Der Nerd ist hauptsächlich für die Erinnerungs-Löschmaschine zuständig, nachdem "Patrick" und er dieses Gerät in "Joels" Wohnung mit "Joels" Kopf verbunden haben. Er scheint erst alles im Griff zu haben. Dann aber merkt man ihm an, wie hilflos er jedoch eigentlich ist.
Erstaunlich, wie schnuckelig und doch leicht unbeholfen und gleichzeitig sexy (wenn er mit Dunst (fast) nackt ist) Mark Ruffalo "Stan" spielt. Er ist so toll! Und wer sagt, dass nur Frauen einen entzückenden Rücken haben können?!

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Die gesamte Gruppe fand Vergiss mein nicht! toll und bewertete diesen mit einer Durchschnittsnote von ∅ 4,31. Sensationell! Besonders "Tümmis" Bewertung überraschte in der Gruppe, da er bisher eher nicht als Tragikomödien-Möger auffiel und auch vom Rest des Filmclubs bei der Auswahl des Films überstimmt wurde. Er stimmte für einen anderen anzuschauenden Film. Seine Wertung gehörte nichtsdestotrotz zu den höchsten, er fand den Film richtig gut!
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Maddins Note, die wegen seines Gast-Status nicht hinzugezählt wurde, vergab als einziger komplette 5 von 5 Punkte!
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