Montag, 16. August 2010

Lieblingssongs der 32. Woche (09. - 15.08.10)



01 (05) Marteria – Endboss
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02 (29) Chromeo – Don't Turn the Lights On
[In dieser 32. Woche kamen nach langer Zeit wieder alle zehn Platzierungen von zehn unterschiedlichen Bands und Künster/innen, anders als in den von M.I.A., Janelle Monáe und Sia dominierten Wochen. Meine liebsten kanadischen Synthie-Funk-Popper sind fast ganz oben gelandet und zurück: Chromeo, das Duo mit dem schicken attraktiven Sänger/Gitarristen und dem pimpigen Keyboarder/Produzenten! Es hat etwas länger gedauert, bis ich mir die Single "Don't Turn the Lights On" - Video gibt es hier (link!) - endlich öfter hereinziehen und dadurch lieben konnte. Doch jetzt: konnte es nur noch vom "Endboss" Marteria gestoppt werden.]
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03 (NEU) PVT – Window
[Letzte Woche noch als Tagversüßer des Tages (link!) gepostet, und am Ende der Woche zu meinem drittliebsten Lied jener Kalenderwoche geworden: "Window" ist der zweitschrägste Track in den TOP10 (der schrägste befindet sich auf Platz 10). Die aktuelle VISIONS-August-Ausgabe ordnete das Album der ehemals Pivot heißenden Band Church With No Magic (2010) in ihrer CD-Rezension genremäßig mit den Bausteinen [AVG] - [ELC] - [IND] - [NWV] ein. Also: Avantgarde/Noise, Electro, Indie-Rock, New Wave/Post-Punk.
Musikexpress sprach in ihrer Plattenkritik von "Physics-Rock" (Neologismus des Autors) statt von Math-Rock (dissonanter experimenteller Rock mit arhythmischen Strukturen). Diese Single ist tatsächlich nicht einfach zu konsumieren, aber nach mehrmaligem Hören passt sich das Hörorgan den musikalischen Bedingungen an. Und es lohnt sich für die Leute, die in der Lage sind, ihren Musikgeschmack ein wenig zu grätschen.
Und ich bin zurzeit dabei, mehr Musik mit dem VISIONS-Genre-Baustein [AVG] zu entdecken: M.I.A.s drittes Album, Caribous fünftes Album Swim und These New Puritans' zweites Album (alles 2010er-Platten) sind bereits in meinem CD-Schrank / meiner externen Festplatte. Und ein paar Songs des Menomena-Albums Mines (2010) und Archie Bronson Outfits "Shark's Tooth" (aus Coconut (2010)) finde ich auch geil!]
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04 (02) Hurts – Wonderful Life
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05 (04) Kanye West feat. Dwele – Power
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06 (WE) Cee-Lo – Georgia
[Der singende Part von Gnarls Barkley und sonstige Neo-Soul-Crooner ist eine Klasse für sich: Cee-Lo, mit bürgerlichem Namen Thomas DeCarlo Callaway, singt auch in diesem Song einfach herrlisch! Der Song ist auch fantastisch komponiert und produziert und macht gute Laune und Spaß. Aus Lady Killer (2010).]
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07 (WE) !!! – AM/FM
[Die Dance-Indie-Punkrocker sind ebenfalls zurück. Ein entzückender Albumtitel wie Strange Weather, Isn't It? (2010) und ein grooviger bodenständig schillernder Disco-Song wie "AM/FM" machen schon viel her. Ein Wermutstropfen ist jedoch, dass letztes Jahr ihr Schlagzeuger verstarb.]
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08 (01) Janelle Monáe – Say You'll Go
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09 (NEU) Wir sind Helden – Kreise
[Wir sind Helden und ich: eine lange Geschichte!
Anfangs empfand ich gegenüber der Band erst Skepsis, nämlich zur Zeit ihres allerersten Musikvideos zu "Guten Tag (Die Reklamation)" im Jahre 2003. Dann kam das Debüt-Album Die Reklamation (2003), über das sich mein Kopf zwar freute, mein Herz aber nicht so ganz mitmachte, weil viele Songs mir zu schlau herüberkommen wollten, um von mir geliebt zu werden, außer bei "Aurélie" den Balladen.
Dann freute ich mich über den Erfolg der intelligenten wie sympathischen Band sehr, der auch während des zweiten Albums Von hier an blind (2005) anhielt. Endlich waren auch die Singles schön poppig und eingängig. Doch nachdem schon "Denkmal" vom ersten Album totgenudelt wurde, ereilte auch "Nur ein Wort" dasselbe Schicksal, und auch von diesem Song entliebte ich mich vom Song mit dem cleveren Musikvideo.
Zwei Jahre später erschien das dritte Album Soundso und stieß mich nun endgültig vor dem Kopf. Der Dilentantismus der Singles "Endlich ein Grund zur Panik", "Soundso", "Kaputt" und "Die Konkurrenz" störte mich gewaltig: wo sind die nicht abgeschmackt klingenden Melodien?
Ich schloss dann endgültig mit den Helden ab.
Nun ist das Jahr 2010, die vier sind nach einem Päuschen zurück: Bring mich nach Hause (2010) klingt, den Songs "Alles" (die erste Single) und "Kreise" (auf der Musikexpress-CD) nach zu urteilen, bodenständiger, melodiöser, ernsthafter, aber angenehm. Man kann sie wieder mögen!]
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10 (NEU) The Books – A Cold Freezin' Night
[Uff! Aber nach mindestens zehn Malen Hören kommt man mit dem verrückten Sampling-Electro-Track ganz gut klar. Sehr lustig, sehr [AVG]!]
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Freitag, 13. August 2010

Tagversüßer des Tages Vol. 273



Slut mit "Time Is Not A Remedy".

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Wiederentdeckt: die erste grandiose Single "Time Is Not A Remedy" aus Sluts zweitem Album Nothing Will Go Wrong (2002) und das dazugehörige grandiose Musikvideo der deutschen Alternative-Band Slut.
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Das authentisch wirkende und liebevoll umgesetzte Musikvideo wurde von Arnaud & Caleb gedreht, welche auch das Video zur zweiten Slut-Single "Easy To Love" drehten. Auch wenn man kaum Menschengesichter sieht, kommt das "Remedy"-Video doch recht menschlich herüber. Es ist ein herausragendes Beispiel für ein typisches Stop-Motion-Video. Sehr schön, sieht teilweise etwas "vintage" aus, ist aber immer wieder faszinierend.

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Slut - Time Is Not Remedy
Hochgeladen von EMI_Music. - Entdecke weitere Musik Videos.
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Donnerstag, 12. August 2010

My Heavy Rotation Vol.65



- Janelle Monáe

- Menomena

- Jens Lekman

- Marteria

- NEU: Professor Green
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Tagversüßer des Tages Vol. 272



M.I.A. mit "XXXO".

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Der Tagversüßer des heutiges Tages und des Herzens ist eigentlich das Video zu und die Single "Time Is Not A Remedy", welche ich beide nach vielen Jahren endlich wiederentdeckt habe. Ich verspreche, morgen darüber zu bloggen. Doch das Highlight für den Donnerstag heute ist/war eindeutig das lang erwartete offizielle Musikvideo zur zweiten Single von Mathangi "Maya" / "M.I.A." Arulrpragasam: "XXXO".
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Um kurz etwas einzuwerfen, was ich von M.I.A. neu erfahren habe: ihr Künstlername M.I.A. steht u.a. nicht nur für "Missing in Action", sondern auch für "Missing in Acton", denn Acton, London ist der Ort, in dem sie eine Zeit lang aufgewachsen war!)

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Der Videoclip zu M.I.A., vor allem nebeneinandergestellt mit dem Vorgänger-Clip zum hochprovokativen "Born Free" (link!), beide aus dem etwas enttäuschenden dritten Album /\/\/\Y/\ (2010) trifft den Nagel der Widersprüchlichkeit der öffentlichen Person M.I.A. auf den Kopf: in welcher Welt lebt sie eigentlich?
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Einerseits stellts sie den weiblichen und nicht-fiktiven Robin Hood dar. Quasi versucht sie, eine politische Kämpferin für die Armen und Schwachen im Musikerinnen- und Celebrity-Kostüm zu sein, eine, die der sogenannten Dritte Welt im allgemeinen und für die verfolgte tamilische Minderheit in Sri Lanka im Speziellen Gehör schafft.
Andererseits - und dies ist eine der am meisten genannten Kritikpunkte an den Bemühungen von M.I.A./"Maya" - ist sie mit einem reichen Typen verlobt, nämlich Benjamin Bronfman. Der ist Erbe eines Millionen schweren Brauunternehmens. Und Maya lebt mit ihm derzeit in einem wohlhabenden Bezirk in Los Angeles.
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Über was jedoch nicht so häufig berichtet wird: nicht nur, dass ihr Verlobter nicht nur Teil der New Yorker Indie-Punk-Reggae-Band The Exit war, sondern auch, dass er Umweltschützer ist und ihm sehr wohl wie M.I.A. die Welt nicht egal ist. Und außerdem kann man trotzdem als bewährte wohlhabende Künstlerin Engagement zeigen und eine Meinung zu gewissen Themen haben, auch wenn M.I.A. zu vielen Themen viele Meinungen hat.

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Dann wäre da noch einerseits das politisch motivierte künstlerische Schaffen der Genre-mixenden Künstlerin, welche sich nicht nur auf dem Gebiet der Musik niederlässt. Alles links und alternativ orientiert. Das wird vor allem deutlich, wenn man sich "Born Free" nochmal hereinzieht.
Andererseits kennt seit dem Riesenhit "Paper Planes" in den USA sie jeder und demnach ist sie sehr angesagt. Dass sie den Status einer Berühmtheit nun hat, verschafft ihr kurze Model-Jobs wie für "Marc by Marc Jacobs". Sie kann es sich auch leisten, eine eigene Plattenfirma zu gründen und die in den Blogs herumgereichte Indie-Noiserock-Band Sleigh Bells ins Boot zu holen.

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Zusammengefasst lässt sich sagen: M.I.A. ist also genauso politischer Aktivismus wie Ausruhen auf Lorbeeren. M.I.A. ist Stimme für Tamilen und andere Benachteiligte wie auch eine Frau mit Oberklassendasein.
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M.I.A. ist genauso Alternative / Elektro / World Music / Noise wie HipHop / R'n'B / Urban / Mainstream. M.I.A. ist Lo-Fi-Kunst wie Glamourwelt. M.I.A. ist sowohl Materialistin als auch Post-Materialistin, musikalische wie modische Trendsetterin.
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Das sie nicht nur links, politisch, bissig und alternativ sein kann, sieht man auch im vom großen Urban-Regisseur Hype Williams gedrehten und für M.I.A. erstaunlich glamourösen Musikvideo zu "XXXO". Wikipedia (link!): "The video features M.I.A. in a number of headshots amongst glittery floral graphics and Arabic golden texts. The iconic YouTube screenshots M.I.A. has used throughout /\/\/\Y/\ also feature in the video. The video contains some possible political references as M.I.A is disguised as a leopard during one of the shots".
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Viele Animationen sind darin, die an veraltete 90er-Jahre-PC-Wallpaper erinnern. Diese Nerdiness der Grafiken kontrastiert ihr laszives Gehabe im Video: Da stellt das Neu-Vamp sich mal nicht als Urban Streetkid wie in "Paper Planes" dar, als Bollywood-Sympathisantin wie in "Jimmy" (mag ich nicht so) oder als Jungle Queen wie in "Sunshowers", sondern als mondäne, (fast) typische R'n'B-Sängerin, jedoch ohne sich genretypisch allzu sehr pin-up-mäßig zu entkleiden.
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WEITERE TAGVERSÜSSER DES TAGES VON M.I.A.

AUS /\/\/\Y/\ (2010)
"Born Free" (Vol.216)

AUS KALA (2007)
"Paper Planes" (Vol. 223)
"Boyz" (Vol. 222)
"Bird Flu" (Vol.206)

AUS ARULAR (2005)
"Bucky Done Gun" (Vol.195)
"Sunshowers" (Vol.175)
"Galang" (Vol.146)

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M.I.A. - XXXO from Robert on Vimeo.
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Unschöne/uncoole/unlustige Albumtitel Vol.2



Lang ist's her, aber jetzt kommt für die Blog-Rubrik "Schön sein oder nicht schön sein (Bandnamen, Albumtitel, Songtitel)" wieder Nachschub. Und ich setze nun da an, wo ich zuletzt aufgehört habe: mit den negativen Pendants zu den schönen, coolen oder lustigen Albumtitel. Also: Volume 2 der Albumtitel aus der Hölle.

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UNSCHÖN / EKLIG / HÄSSLICH

Ich habe mir mal erlaubt, eine Art Special zu den unschönen, ekligen und hässlichen Albumtiteln zu starten. Denn ein nicht zu unterschätzendes Phänomen sind Wortspiele. Es gibt manchmal gute, aber diese sind rar gesät. Die meisten sind aber "bäh".
Elemente dieser Verunstaltungen: gestalterischer Schnickschack durch Bindestriche (wie in 1) oder 3)) oder durch Hervorhebungen mithilfe von Großbuchstaben (wie bei 3)). Unglückliche Verweise auf den eigenen Bandnamen, die zu extrem unappetitlich klingenden Verschmelzungen führen (wie bei 2) und 3) und 4)). Dazu: Wortneuschöpfungen (siehe 4)) oder umgedeutete Feiertage (wie bei 3)) oder ostasiatische Lehren (siehe 5)).
Was aber all diese fünf Titel gemeinsam haben, ist eine großzügige Schicht Größenwahnsinn!
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1) Muse Sick-N-Hour Mess Age
von Public Enemy
[Erste Bedeutung ins Deutsche: "Musik und unsere Botschaft" (Music and our message)
Zweite Bedeutung: "Muse Krank-Und-Stunde Durcheinander Zeitalter"]
-> Das Album wurde 1994 veröffentlicht: US-Oldschool-HipHop der Gruppe um Flavor Flav und Chuck D, welche auch schon weitaus gelungenere Albumtitel kreiert haben, z.B. It Takes a Nation of Millions to Hold Us Back (1988). Allerdings auch noch schlimmere, wie ihr weiter unten sehen werdet...
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2) A Salt With a Deadly Pepa
von Salt’N’Pepa
[Erste Bedeutung: "Ein Angriff mit einer tötlichen Pepa / mit einem tötlichen Pfeffer" (Assault with a deadly pepa / pepper, vgl. "assault with a weapon")
Zweite Bedeutung: "Ein Salz mit einer tödlichen Pepa / einem tödlichen Pfeffer"]
-> Nochmal 1988: nochmal US-Oldschool-HipHop, diesmal von drei coolen Ladies, von denen DJ Spinderella namentlich immer übergangen wird. Uncool sind hingegen immer die Albumtitel gewesen.
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3) InDRUpendence Day
von Dru Hill
-> 2010: die R'n'B-Gruppe um Sisqo, welche zu früheren Zeiten drei TOP20-Hits in Deutschland hatte, und zwar "In My Bed", "How Deep Is Your Love (feat. Redman" und als Feature für Will Smiths "Wild Wild West". Jetzt sind sie zurück, und kein Mensch hatte überhaupt noch ein Comeback von ihnen erwartet. Die Musik von 2010 ist schlimm, aber noch mehr tut der Albumtitel weh. InDRUpendence Day: das ist - echt jetzt mal - der schlimmste von allen 15 vorgestellten Albumtitel heute! Und Sisqo sieht immer noch peinlich exzentrisch aus. Und was wollen sie mit dem Titel bezwecken? Schaut, wir sind wieder da und endlich unabhängig? Naja, in den USA sind sie nun bei einem unabhängigen Label, einem Indie-Label halt.
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4) Rap-Murr-Phobia (The Fear Of Real Hip-Hop)
von Keith Murray
["Rapmurrphobie (Die Furcht vor wahrem Hip-Hop"]
-> 2007: US-HipHopper, zurecht unbekannt in Deutschland. Soll Rap-Murr-Phobia etwa eine Anspielung auf das Wort "homophobia" sein???
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5) Phunk Shui
von John Oates
-> 2002: drei Delikte des britischen Soul-Pop-Rockers John Oates, der als Teil des Duos Hall & Oates in den 80ern und dem Hit "Maneater" groß herauskam. 1. sollte man nie das Wort "Feng Shui" in einen Albumtitel einbauen, da das Album zusätzlich eine eklige Lasur Spiritualität und Uncoolness (die Lehre Feng Shui ist was für Pseudo-Asien-Fans und für reiche Langweiler) bekommt. 2. Funk Shui statt Feng Shui. Oh ja, du bist ja soooo funky! 3. Zusätzlich zu dem bösen Wortspiel wird auch noch "Funk" zum ach so umgangssprachlichen "Phunk". Oh ja, du bist ja soooo jung geblieben! Nee. Boah, nein! Das ist aber nun wirklich der Gipfel der Kotze!

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UNCOOL / PATHETISCH / LANGWEILIG

Noch ein Special: außerordentlich pathetisch geraten immer die Titel der Alben von Goethes Erben. An sich ist der Name der dunklen gothischen Band, die laut Wikipedia (link!) die Musikgenres Neue Deutsche Todeskunst (sic!), Avantgarde, Rock und Elektropop bediene, ja bereits peinlich. Aber die Albumtitel sind es noch mehr. Vorhang auf für...
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1) Das Sterben ist ästhetisch bunt
-> 1992
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2) Tote Augen sehen Leben
-> 1994 veröffentlicht
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3) Schach ist nicht das Leben
-> 1997
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4) Kondition: Macht! – Das Musikwerk
-> 1999
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5) Nichts bleibt, wie es war
-> 2001

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UNLUSTIG / DÄMLICH / UNSINNIG

1) Scratch Came, Scratch Saw, Scratch Conquered
von Lee 'Scratch' Perry
["Schramme kam, Schramme sah, Schramme siegte / eroberte"]
-> 2008: eine Dub/Roots-Reggae-Größe. Bezieht sich auf Gaius Julius Caesar berühmten Satz "Er kam, sah und siegte", also auf "Veni, vidi, vici".
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2) Nuttin' But Funk
von Detroit Grand Pubahs
["Nix außer Funk"]
-> 2008: funky Techno. Schon wieder regiert der Funk. Aber...iiih, was wäre das für eine Welt, wenn es nur Funk gäbe?!
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3) Love, Peace And Vollgas
["Liebe, Frieden und Full Throttle"]
-> 2001: österreichischer Schlager. Muss man noch irgendwelche Worte über den selbsternannten "Anton aus Tirol" verlieren? Ich denke...nicht.
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4) All The Best Cowboys Have Chinese Eyes
von Pete Townshend
[Wörtlich: "All die besten Kuhjungen haben chinesische Augen"]
-> 1982: Rock + New Wave + Spoken Words. Laut Wikipedia (link!) verwies der Brite, Gitarrist und Chef der (Hard-/Art-)Rockband The Who mit dem gut gemeinten, aber echt bescheuert klingenden Albumtitel auf "chinesische Augen", die Menschen haben könnten, wenn sie einsam sind, sodass aus ihren Augen "Schlitzaugen" werden würden. So etwas wie "Boys DO cry". Oder, um freier zu sein, aber am Titel zu bleiben: "Selbst die stärksten Männer, selbst Cowboys, können sich einsam fühlen".
Auch steht dort, dass Townshend nachträglich gesagt haben soll, dass er sich selbst für diesen Albumtitel die Auszeichnung "Stupid Title of the Year" gegeben hätte, hätte es so einen Preis tatsächlich gegeben. Erfrischend selbstironisch, dieser Mann!
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5) How You Sell Soul to a Soulless People Who Sold Their Soul?
von Public Enemy
["Wie verkaufst du eine Seele an ein seelenloses Volk, das seinerseits dessen Seele verkauft hat?"]
-> 2007: wir hören mit einer der einflussreichsten US-HipHop-Bands auf, mit der ich auch diesen Post angefangen habe. Wir haben ja bereits erfahren, dass Public Enemy nicht nur auf politische Vermittlung über Musik stehen, sondern auch auf abgefahrene Wortspiele in Albumtiteln.
Dieser Titel soll vermutlich eine Metapher für das amerikanische Volk darstellen, das ihre Werte verraten hat und nun vor sich hindarbt. "You" steht vielleicht für Public Enemy selbst oder für idealistische Politiker (wir befinden uns zeitlich noch im von Bush Jr. regierten Amerika), die vor einer großen Herausforderung stehen, was das Senden von Botschaften angeht. Aber auch der Titel ist eine komplette Herausforderung, diese zahlreichen Gleichklange durch "soul" und sold" sind echt nervig und bemüht polemisch.
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Mittwoch, 11. August 2010

Kürze, Würze und so (Kurzfilme) Vol.9



"Howard" von Julia Pott.

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Es ist mal wieder an der Zeit, einen Kurzfilm zu posten. Dieser hier ist echt schön gezeichnet, Julia Potts "Howard"...

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Howard from Julia Pott on Vimeo.

Do you remember when we met? You were brilliant, witty, gorgeous to look at...something's changed.
Film by Julia Pott,
Voice Over by Carolyn Saint Pe,
Sound Design by Danny Boyle,
Music by Walter,
Assistant Animator Robin Bushell,
Produced at the Royal College of Art 2010
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Tagversüßer des Tages Vol. 271



PVT mit "Window".

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Früher hieß die Band, die eine Art Electro-Math-Postpunk-Indie Rock spielt, also frickelige, leicht komplexe und doch hypnotische und zupackende Musik, Pivot. LAUT.de-Plattenrezensent Matthias Manthe (link!) fasste ihren Musikstil in der aktuellen Plattenkritik gar als "SciFi-Synth-Math-Postpunk-Glitch-Postrock" zusammen, oder als "Synthie-Postrock". :D Aber aufgrund eines Rechtsstreits musste sich das australische Trio namentlich verändern und hat dann einfach die Vokale weggelassen, ähnlich wie bei MGMT.
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Allerdings machen sie es sich auf englischsprachigem Wikipedia-Terrain (link!) dadurch nicht unbedingt einfacher. PVT kann als Abkürzung

- Im Fachgebiet der Physik für
pressure, volume and temperature (Druck, Volumen, Temparatur) in der sogenannten Zustandsgleichung (fragt mich nicht, was das genau ist) stehen;

- Ebenso für (Pvt) Ltd, was für "private limited company" in Großbritannien und dem Commonwealth (Fachgebiet Anglistik / Recht);

- Für den
Photovoltaic thermal hybrid solar collector (photovoltaische thermale Hybrid-Solaranlage);

- Für Polyvinyltoluen, einem organischen Polymer (Fachgebiet Chemie)

- Für
Price and Volume Trend (Indikator bei der sogenannten Technischen Analyse, Fachgebiet Wirtschaft);

- Für
Private, dem niedrigsten Rang in der Militärshierarchie im englischen Sprachraum (vergleichbar mit dem Soldaten);

- Für, ähm, "Psychomotor vigilance task" (Psychomotorische Wachsamkeitsaufgabe), bei Experimenten in der Psychologie;

- Für "Parallel vote tabulation" (parallele Stimmenaufgliederung) in der Wahlforschung, Fachgebiet Politikwissenschaft;

- Und für die Krankheit "Portal vein thrombosis" (portale Venenthrombose, Fachgebiet Medizin).


Habe gerade mal etwas geschlaumeiert... :D
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"Window" ist eine Singleauskopplung aus dem dritten Album Church With No Magic (2010), das erste unter der neuen Abkürzung PVT. Das irgendwie nervös wirkende Video im Musikstudio drehte der Regisseur Clemens Habicht.

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PVT - Window (formerly Pivot) from Warp Records on Vimeo.

Download 'Window' for free here - http://pvtpvt.net

Track taken from "Church With No Magic", out now on Warp Records - http://pvtpvt.net/shop/

Directed by Clemens Habicht

PVT were formerly Pivot.

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Dienstag, 10. August 2010

Meine Schwarze Liste der Bands und Künstler/innen



Kommt mir nicht in die Tüte: Bands und Künstler/innen, die ich musikalisch so gar nicht mag.
Bands oder Solo-Künstler/innen, deren Songs ausnahmslos nicht gut gefunden werden. Hat auch meist nur mit der Musik zu tun, nicht mit dem / den Künstler/innen / Bands. Außer beim fürchterlichen NS-Metal.

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Diese (nicht unbedingt vollständige) Liste hat übrigens keine Reihenfolge. Und es gibt keine Erläuterungen oder Kommentare zu jedem einzelnen. Und versucht ja nicht, mich bei eine dieser Bands und Künstler/innen umzustimmen. Gelingt nämlich nicht, denn ich bin, was Musik und Musiker angeht, wahnsinnig stur! :D
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UPDATE 13/08/10
Danke für deinen Kommentar, Herr/Frau Anonym! Habe meine Liste gleich ausgebessert und mit Mark 'Oh und Von Spar bereichert...
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01) The Strokes

02) Morrissey / The Smiths

03) Marquess

04) Johnny Cash

05) Tocotronic

06) Mercury Rev

07) Lostprophets

08) Billy Talent

09) Black Rebel Motorcycle Club

10) Bob Dylan

11) Autechre

12) Happy Mondays

13) The Stone Roses / Ian Brown

14) Justin Bieber

15) Scooter

16) Basshunter

17) Burzum

18) Death In June

19) Current 93

20) Manowar

21) AC/DC

22) Guns N' Roses

23) Rage Against the Machine

24) The Polyphonic Spree

25) Tool

26) Art Brut

27) Aloha From Hell

28) Bullet For My Valentine

29) Clinic

30) Liars

31) Katie Melua

32) Ke$ha

33) Cobra Starship

34) The Disco Boys

35) Nickelback

36) Hadouken!

37) Daughtry

38) Mark 'Oh

39) Die Goldenen Zitronen

40) Blumfeld / Jochen Distelmeyer

41) Fleet Foxes

42) Massiv

43) Cherona

44) Flogging Molly

45) Seether

46) Luxuslärm

47) Giant Sand / Howe Gelb

48) Scorpions

49) Mumford & Sons

50) Fever Ray

51) Jimmy Eat World

52) Polarkreis 18

53) Nightwish

54) 30 Seconds To Mars

55) Silbermond

56) Joanna Newsom

57) Bonnie 'Prince' Billy

58) Jack Johnson

59) Coheed & Cambria

60) Bat for Lashes

61) Kate Bush

62) Willie Nelson

63) Archive

64) Apocalyptica

65) Apotygma Berzerk

66) Unheilig

67) Volcano Choir

68) Within Temptation

69) Lützenkirchen

70) Angerfist

71) Enya

72) Claudia Koreck

73) Mark Medlock

74) Daniel Schuhmacher

75) Tokio Hotel

76) Von Spar

77) Status Quo

78) Adoro

79) Wilco

80) Carpark North

81) Klez.E

82) Garish

83) Fady Maalouf

84) Amy Macdonald

85) Chris Liebing

86) KISS

87) Helene Fischer

88) DJ Ötzi

89) The Baseballs

90) The Boss Hoss

91) Hank Williams

92) Celtic Frost

93) The Datsuns

94) Mayhem

95) Soulja Boy

96) Fabian Buch

97) Iyaz

98) Okkervil River

99) Frittenbude

100) HGich.T (link!)
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Tagversüßer des Tages Vol. 270



Erykah Badu feat. Rick Ross mit "Window Seat Pt. II".

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Oder auch: "Window Seat (Remix) + Turn Me Away (Get MuNNY)", wie es u.a. (link!) heißt. Denn auf den Remix mit dem US-Rap-Schwergewicht Rick Ross folgt die zweite Single "Turn Me Away (Get MuNNY)".
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Zur Erinnerung: das Musikvideo stellt die Fortsetzung des kontroversen Musikvideos zum von Erykah Badu selbst gedrehten "Window Seat" (Co-Regie: Coodie & Chike; Produktion: Kareem Johnsondar; oberes Video), wodurch Badu damals 500 Euro der örtlichen Polizei Strafe zahlen musste wegen "Belästigung der Allgemeinheit".
Der Grund der Kontroversität: sie zog auf dem Dealey Plaza in Dallas, Texas darin nicht nur nach und nach blank, was eine Referenz an Matt & Kims "Lesson Learned"-Video war, sondern simulierte auch die Erschießung Kennedys 1963 durch Lee Harvey Oswald.
Allerdings wurde das Blut, ähnlich wie in der jugendfreien Version des Die-Ärzte-Videos zu "Junge", nachträglich blau gefärbt. Und fließt wie so manch eine Animation im Kanye-Video zu "Good Life".
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Hier im Sequel zu "Window Seat" (unteres Video) geht es weniger drastisch zu, obwohl das Ende dann doch auf kriminelle Absichten hinausläuft. Hier wird eine nächtliche Autofahrt gezeigt, und Rick Ross spielt mit. Auch für dieses Video war Erykah Badu Hauptdarstellerin und Regisseurin in Personalunion, dazu produzierte sie "Window Seat Pt. II".

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Erykah Badu "Window Seat" from triggerhappy on Vimeo.

Erykah Badu
"Window Seat"

Director: Erykah Badu
Co-Director: Coodie & Chike
Producer: Kareem Johnson
Creative Control

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Window Seat Pt. II -Erykah Badu ft. Rick Ross from Centric TV on Vimeo.

World premiere of Window Seat Part II featuring Rick Ross. Produced and Directed by Erykah Badu in Dallas, Texas on May 27th, 2010AD.

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Montag, 9. August 2010

Nachtrag zum Café-Ludwig-Abend (07.08.10)



Diesmal: kein Vollkotzen der eigenen Hose, kein wirklich sinnloses Besäufnis. Gemeint ist der August-Termin der "Gay Disco" im Tanzcafé Ludwig (07. August 2010).

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Dafür Vorglühen zu dritt (meine anderen zwei Mitbewohnerinnen waren nicht da) bei mir daheim: der supernette Preciosa war da, die schüchterne Labertasche namens Kim auch. So gab es Rot- und Weißwein, "Bit Copa" (die Alternative zur Beck's-Version von "Green Lemon") und diverses Mampfzeug.
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Um Viertel vor 12 ging es ab zum unweit entfernten "Tanzcafé Ludwig". War was los? Naja, eher nicht. Wir dachten zuvor, wir kämen zu spät. War aber nicht der Fall. Aber ab Viertel nach 12 füllte sich so langsam der Laden. Der Abend war OK.
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Mir fällt irgendwie nichts mehr ein, weil nicht viel spektakulär Aufregendes oder Neues passierte. Allerdings war ich nicht allzu betrunken, d.h. ich kann mich noch an vieles erinnern.
Betrunkenheitsskala: 3,5 von 10.
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