Mittwoch, 22. Juli 2009

Ciao, Bello!



Mein Mitbewohner ist heute ausgezogen.

--------------------------------------------------------------------
--------------------------------------------------------------------

Was ich sehr schade fand, denn wir haben uns in der 2er-WG im Wohnheim immer sehr gut verstanden, auch wenn wir jetzt nie richtig dicke Kumpel wurden. Aber gute Freunde! Nun, ich kann seine Gründe für den Auszug schon nachvollziehen:
--------------------------------------------------------------------

Er hat nur noch ein Semester vor sich, in dem er sich seiner Diplomarbeit widmen muss. Dann war er in diesem Semester zwecks Praktikum / Praxissemester sowieso kaum da, ist erst vor ein paar Tagen wiedererschienen. Außerdem musste er das Semester davor immer zwischen dem Wohnheims-Appartment, der Fachhochschule und der Wohnung seiner Freundin hin- und herpendeln. Wobei: Seine Freundin wohnt ganz nah an der Würzburger FH, der Ortswechsel dorthin bietet sich sowieso an.

--------------------------------------------------------------------
--------------------------------------------------------------------

Heute hat er die Schlüssel beim Hausmeister abgegeben und zuvor sein Zimmer leergeräumt. Auch hat er die Gemeinschaftsbereiche Bad und Küche allein sauber gemacht, obwohl ich ihm da mehr hätte helfen können, wäre da nicht die Netzwerk-Klausur (link!) für Sozialkunde gewesen.
--------------------------------------------------------------------

Wodurch ich ein noch schlechteres Gewissen bekam, war die Tatsache, dass er mir manche seiner Besitztümer überließ: den Staubsauger, das Regal in der Küche, die zwei Müsliboxen, die drei Plastik-Mülleimer, den Duschvorhang, den Besen, den Duschkopf + Schlauch und den Metalltisch für die Terrasse.
Er meinte, er bräuchte das alles nicht, wenn er mit seiner Freundin einziehe. Dafür hatte ich ihm natürlich ein paar euro quasi als Erb-Unkosten gegeben, jedoch entsprach das Geld wohl kaum dem gesamten Wert der Gegenstände. Viel zu wenig! Was aber nur seine Großzügigkeit unterstrich. Thanks a lot!
--------------------------------------------------------------------

Dafür schenkte ich ihm im Gegenzug eine Kleinigkeit und umarmte ihn auf männerfreundschaftliche Weise, bevor er dann das letzte Mal die Haustür hinter sich zuschloss.

--------------------------------------------------------------------
--------------------------------------------------------------------

Vielleicht das vorerst letzte Mal? "Ich werde dich dann mal besuchen kommen, wenn ich Zeit habe."
Hey, ich nehm' dich beim Wort! :)
--------------------------------------------------------------------

Keine Kommentare: