Mittwoch, 3. Februar 2010

Der Umzug von Su und Karo - Teil 2




Der Umzug von "Karo aka Wolta" und "Su aka Susi" (nicht im Bild) ging weiter...die Vorgeschichte gibt es hier (link!)...

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3) Frankfurt -> Offenbach. Nun ging es von Frankfurt, übrigens Karos Studienort (sie rechts im Bild), aus nach Offenbach zur nun nicht mehr existierenden Wohngemeinschaft von ihr und unserer gemeinsamen Co-Abiturientin "Babs". "Babs" war nicht da, und konnte, da sie lernen musste, nicht mithelfen. Da musste ich an mich denken, der ja im Gegensatz zu ihr trotz Lernens da war. Diesmal fuhr ich nicht mit dem jungen Pärchen mit, sondern mit den älteren Eheleuten. Die Summe der jungen Menschen belief sich mit dem Hinzukommen der Kommilitonin Karos namens Alicia (links im Bild) auf insgesamt vier. Da aber der Transporter über nur drei Sitze verfügte, solidarisierten Alicia und ich uns und saßen zu zweit auf der Rückbank des Autos von Sus Eltern.
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Nachdem wir den Schneetrubel im Auto überlebt hatten, kamen wir dann auch endlich in Offenbach an. Diesmal mussten Karos Sachen in den Transporter, Sus Eigentum wurde ja schon nach Frankfurt verfrachtet. Jetzt waren es um die fünf Stockwerke, die es zu bezwingen galt. Zum Glück gingen die zu beladenen Güter mithilfe der Menschenkette hauptsächlich nur nach unten, doch war das Treppenhaus an sich eine recht unangenehme und schmale Angelegenheit. Die langen Schrankwände und der Lattenrost waren wegen der Enge demnach schwierig herunterzumanövieren.
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Eine angenehme Ablenkung von der Umzieh-Arbeit war der Anblick eines Russischsprechenden, der gut aussah, ca. dreißig Jahre alt und ein nun Ex-Nachbar Karos war. Vor seinem Werkstattkeller schliff er gerade Fliesen zurecht.

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4) Offenbach am Main -> Frankfurt. Als auch das geschafft war, ging es ein letztes Mal von Offenbach nach Frankfurt, um auch Karos Sachen zur neuen 2-Zimmerwohnung hochzubefördern. Diese beinhaltete zwei eher klein bemessene Zimmer, Küche, Bad und ein Dachboden.
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Vor dem Umzugsfinale wurde aber noch an einer Tankstelle ein Zwischenstopp (zwischen OF und F) getätigt. Dies hat mich eigentlich aufgepisst, doch zeigte ich meinen Unmut öffentlich nicht, Denn es war so, dass nachdem Sus Stiefvater aus dem Auto ausstieg, um sich etwas Überteuertes zu essen zu kaufen, auch Alicia und die Mutter den Wagen verließen. Die Mutter tat dies nicht mit der Frage "Kann ich dir etwas mitbringen?", sondern mit den Worten: "Du bleibst doch hier im Wagen, oder?"
Tja, schon. Wer hätte sonst auf den nicht abgeschlossenen Skoda mit laufendem Radio aufpassen sollen, wenn nicht ich? Da ich mich aber nicht von den kalten, zähen und wirklich ekligen Bäcker-Brezeln ernähren wollte wie zuvor, blieb demnach mein hungriger, aber eigentlich appetitloser Magen komplett ungefüllt.
Dann fiel der Mutter später im Auto ein, dass sie mich "vergessen" hatten, doch nahm ich aus willenstarker, vielleicht auch aus falscher Bescheidenheit nichts von denen an. Wer will sich schon gerne anbiedern?
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Mit letzten Kräften verrichtete ich meinen Teil der Arbeit beim Umzug und hätte vor lauter Missmut und Mattheit fast kotzen können. Bei den vielen Bücher-Kisten von Streberin Karo war es fast unmöglich, diese alleine hochzutragen. Natürlich hatte ich mir dies nicht anmerken lassen, im Gegensatz zur Mutter.
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Doch es gab eine Person, die mir den Tag dann doch noch nachhaltig versüßen konnte. Es war die direkt nebenan wohnende Nacharin, die sicherlich auch den anderen das Arbeiten weniger schwer machte. Wie das? Die jung gebliebene 50plus-Frau hätte vom Charakter her nicht süßer, sympathischer und selbstloser - da hätten wir die am Anfang erwähnte Selbstlosigkeit wieder - sein können. Sie ließ die Haustur nicht nur offen, sondern stellte auch unter ihrer Türschwelle einen niedrigen Tisch hin, welcher mit einer Kaffeekanne, Kaffeetassen und Vollmilch-Schoki-Pralinen liebevoll gedeckt war. Wir konnten es kaum fassen! Sie lud uns noch zu sich ein, was wir nach getaner Arbeit - auch diese Tatsache konnten wir kaum fassen - auch annahmen.
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Die - wie gesagt - jung gebliebene Rentnerin tat im Grunde alles, damit wir uns bei ihr - auf Sofa und Sessel - wohlfühlten. Natürlich haben wir die Hälfte ihrer sehr lieb gemeinten Vorschläge - Saftmitnahme, Süppchen, Scotch, etc. - bescheiden nicht angenommen. Denn sie konnte es voll und ganz nachvollziehen, wie kräftezehrend solch ein Umzug sein kann. Nach der gut getanen Koversation bedankten wir uns bei ihr vielmals.

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Tja, und wie kam ich heim? Sus Eltern, die selbst in einem Dörfchen nahe Karlstadt wohn(t)en, fuhren mich nach Würzburg. Dies klappte fast reibungslos, weil sie ein Navi an Bord hatten. Hinten im Auto stellte ich mich meist schlafend, weil ich wegen der Schufterei und wegen ihrer Art nicht ins Labern kommen wollte. Trotz der extremen Witterungsverhältnisse kamen wir aber alle gut an und ich bedankte mich natürlich für das Heimfahren von mir und kam sicher im Wohnheim an.
Daheim stopfte ich mich dann mit Essen voll. :D
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