"Floor of the Cafeteria of the 'Wittelsbacherplatz'"
[Wittelsbacherplatz: So heißt das Uni-Gebäude, in dem große Teile des Philosophischen Instituts II hausieren. Jegliche Form von Pädagogiken, Evangelische Theologie und eben Politikwissenschaft und Soziologie, letzteres studiere ich in gewisser Art und Weise (vertieftes Sozialkunde für Lehramt an Gymnasien). Picture (c) 2009 by SR / Sray]
- Brendan Benson [Pop-Rock-Singer/Songwriter, geboren in Royal Oak, Michigan. Ist mit 38 (im November wird er 39 Jahre alt) Jahren älter, als er aussieht - ich hätte ihn auf 32 geschätzt. Gehörte Songs: "Good To Me" und "Metarie" aus Lapalco (zweites Album, 2002), sowie die powerpoppigeren Stücke "Feel Like Taking You Home" und "Don't Wanna Talk" aus My Old, Familiar Friend (2009).] --------------------------------------------------------------------
-Editors
[Immer noch werden alle neun Tracks ihres neuen dritten Albums In This Light And On This Evening (2009) und die fünf Bonustracks der 2-Disc-Limited-Edition auf der CD namens Cuttings II rauf und runtergehört.] --------------------------------------------------------------------
-Jesse Dee [Na toll. Es gibt anscheinend zwei Jesse Dees. Und das englischsprachige Wikipedia weiß weder über den einen noch über den anderen so wirklich viel Bescheid - der nicht sehr umfangreiche Eintrag ist ein sogenannter "stub". Über den in Deutschland ziemlich unbekannten "weißen" Indie-Soul-Sänger aus Boston, Massachussetts bin ich über einen kurzen Rolling-Stone-Artikel (Oktober 2009) gestoßen. Das regte meine Soul-Neugier an, sodass ich mich anschließend akustisch vergewissern wollte.
Ich bin nämlich zunächst ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass es derjenige Jesse Dee ist, dessen Album A Cross Pollination of Service Station Scrawl ich gänzlich auf LastFM (link!) hören kann. Netter, Singer/Songwriter mit leichtem Soul-Einschlag, dachte ich mir. Dann las ich einen Kommentar, der mich stutzig machte: "this is not jesse dee from boston".
Dann Myspace-Seite (link!), auf der sechs Tracks seines aktuellen Albums Bittersweet Batch(2009) gestreamt sind. Und siehe da, diese Seite gehörte dem "richtigen", dem Bostoner Jesse Dee. Dieser hat eine bessere und leidenschaftlichere Stimme als der A-Cross-Pollination-Jesse! Auch die Musik ist spannender, Retro-Soul halt, der aber rockt und kickt. Gut, dann kenne ich jetzt beide Jesse Dees.] --------------------------------------------------------------------
-Manic Street Preachers [Ein paar Tracks aus dem Album Journal For Plague Lovers (2009). Z.B. die Single "Jackie Collins Existential Question Time" (link!), "She Bathed Herself in a Bath of Bleach", "This Joke Sport Severed" und "All Is Vanity". Ich weiß, die Songtitel klingen alle etwas eigenartig, jedoch auch auf geile Weise lang und tiefsinnig oder anarchisch.] --------------------------------------------------------------------
-Eels [Immer noch fast das ganze Doppelalbum Blinking Lights And Revelations, das die Band um Mark Oliver Everett 2005 releaste.] --------------------------------------------------------------------
"Jackie..." war die erste Single aus ihrem Album Journal For Plague Lovers (2009). Obwohl dieses Jahr gedreht, sieht das Musikvideo zu dem Song mit dem sperrigem Titel etwas old-school aus, so circa 1996. --------------------------------------------------------------------
Aber auch das Album an sich bezieht sich auf die Vergangenheit. Der damalige Gitarrist und Songschreiber Richey Edwards, der ein wildes, selbstzerstörerisches Rockstar-Leben führte und unter anderem unter Niedergeschlagenheit litt, verschwand im Feburar 1995 unter sehr mysteriösen Umständen. Das Quartett schrumpfte folglich zum Trio. Eines jedoch, das trotz dieser extrem einschneidenden und belastenden Erfahrung inklusive dem letzten Werk Journal For Plague Lovers sechs Alben veröffentlicht hat. Die "manischen Straßenprediger" haben sich davon nicht unterkriegen lassen. Erst Ende 2008 wurde Edwards offiziell für tot erklärt. Dessen verbliebene Songtexte, die nicht für die bisherigen Alben verwendet wurden, kamen für Journal For Plague Lovers erstmals posthum zum Einsatz. Sehr undurchdringliche Lyrics sind es schon immer gewesen, die aber auch sehr poetisch in den Ohren klingen.
Im Musikvideo ist an sich etwas langweilig geraten, wie ich persönlich finde. Dennoch ist das Anschauen nicht ganz nutzlos, sieht man doch das großartige und etwas angsteinflößende Gemälde "Stare" (2005, link1!) von der Künstlerin Jenny Saville ausgestellt, das die drei Jungs von MSP als Albumcover für Journal For Plague Lovers (link2!) erwendet haben. Schon einmal baten sie Saville für The Holy Bible (1994, link3!) um künstlerische Unterstützung. Das Gemälde heißt "Strategy (South Face/Front Face/North Face)" (link4!) und ist überwältigend und einfach nur krass. --------------------------------------------------------------------
Jenny Saville befasst sich mit der Demontage von weiblichen Schönheitsidealen und -klischees. Stattdessen wird Unförmigkeit und Fettleibigkeit bevorzugt thematisiert, verstärkt durch die Darstellung von Versehrtheit. Saville verwendet dazu Fleischfarben und vorwiegend Rottöne, aber auch das Blau kommt zum Einsatz (blaue Flecken, blaue Venen).
Mein Lieblingsliedder großartigen schottischen Band Travis! Der Song war die dritte Single aus ihrem unterschätzten vierten Album 12 Memories (2003). --------------------------------------------------------------------
Video schön, leicht verschroben und fantasievoll, Lied schön, gefühlvoll und harmonisch, alles schön! Ich habe nichts mehr hinzuzufügen. Schaut's euch an!
A cat that doesn't belong to me but to another student living in our student hostel. Black and white video of an astoundingly trusting cat lingering over my veranda...
[ (c) 2009 by SR / Sray (photo and video) ] --------------------------------------------------------------------
Es geht heiß her! Ich habe letzten Freitag (16.10.) einen Teer-LKW mitsamt einem Teer-Experten an der Uni Würzburg gesichtet. Zurzeit werden Bauarbeiten auf dem Roten Platz auf dem Uni-Campus verrichtet. Wenn man genau hinguckt, kann man auch die Schubkarre erkennen, in der der Teer vom Laster reinplumpst. Irgendwo inmitten des stinkenden Dampfes ist die S-Karre zu sehen...
A cat that doesn't belong to me but to another student living in our student hostel. Black and white video of an astoundingly trusting cat lingering over my veranda...
[ (c) 2009 by SR / Sray (photo and video) ] --------------------------------------------------------------------
[Alle neun Tracks ihres neuen dritten Albums In This Light And On This Evening (2009) und die fünf Bonustracks der 2-Disc-Limited-Edition auf der CD namens Cuttings II.] --------------------------------------------------------------------
- Gavin Castleton [Zuletzt vom talentierten und wahnsinnig charmanten Singer/Songwriter, Musiker und Blogger (link!) gehört: u.a. "Sugar On The Streets", Red + Blue = Yella", "Credits" aus Home (2009)] --------------------------------------------------------------------
-Yoav [Letztes Jahr brachte der israelisch-südafrikanische Singer/Songwriter sein Album Charmed & Strange heraus. Er benutzt nur seine Stimme und seine Akustikgitarre, um eine Stimmung zu erzeugen. Und auch seine Hände, mit denen er elektronisch klingende Beats erzeugen kann. Zu empfehlen: "Club Thing", "Adore Adore" und "Wasteland Waltz (UK Bonus Track)".] --------------------------------------------------------------------
-Jeff Buckley [Unter Anderem "Lilac Wine", "Lover, You Should've Come Over" aus seinem Album Grace (1994) und "Forget Her".] --------------------------------------------------------------------
-Eels [Fast das ganze Doppelalbum Blinking Lights And Revelations, das er 2005 releaste, habe ich gehört. Herausragende Tracks: "Hey Man (Now You're Really Living)", "Losing Streak", "Things The Grandchildren Should Know" und "If You See Natalie".] --------------------------------------------------------------------
Eine der tollsten Popsongs dieses Jahrzehnts ist Mark Oliver Everett gelungen, also known as "E" and as the frontman of the band called Eels. "Hey Man..." ist so optimistisch und charmant wie kaum ein anderes Lied.
Dennoch: in den Lyrics geht es um die Weltsicht eines Mannes, der sich von seinen Depressionen emanzipiert. Everett weiß, wovon er spricht, denn sein Vater litt unter jener Verfassung.
Das Video kam, wie man sehen kann, mit "Low Budget"-Kosten aus. Dennoch gelingt dem verschrobenen Sänger und Musiker, der ja auch Regisseur dieses Musikvideos ist, ein kleiner tragikomischer Ausschnitt (Hund Snuggys letzte Ruhestätte) aus seinem Leben, der sehenswert ist. Für eine bessere Audioqualität empfehle ich die Albumversion, die man auf hier auf LAST.FM (link!) hören kann.