Mittwoch, 10. November 2010

Tagversüßer des Tages Vol. 306



Kanye West mit "The New Workout Plan".

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Mehr Upbeat als die letzten zwei Singles aus Kanyes Erstling The College Dropout (2004).
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Lustiges, teilweise freakiges Musikvideo mit der großartigen Tracee Ellis Ross, die diese Pseudo-Französin spielt! Oh, und die inzwischen verstorbene Anna Nicole Smith wirkt hier auch mit...
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WEITERE TAGVERSÜSSER DES TAGES VON KANYE WEST

Vol. 304 ("Through The Wire" aus The College Dropout (2004))
Vol. 305 ("All Falls Down" aus The College Dropout (2004))

Vol. 289 ("Flashing Lights" aus Graduation (2007))

Vol. 266 ("Power" aus My Beautiful Dark Twisted Fantasy (2010))
Vol. 303 ("Runaway" aus My Beautiful Dark Twisted Fantasy (2010))

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Kanye.West.-.Workout.Plan
Hochgeladen von Dante35. - Sieh mehr Musikvideos, in HD!
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Dienstag, 9. November 2010

porn.volution 2010 - Nachtrag zum Zaubi-Abend (29.10.10)



Die gay.volution im "Zauberberg" (Zaubi), bei der es dieses Mal eine Porno-Show gab. 29. Oktober 2010.

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Ich war das erste Mal seit dem Umzug Ende September/Anfang Oktober wieder ausgegangen. Da ich wieder in Kreuzwertheim und nicht in Würzburg wohne, war ich natürlich gezwungen, mit dem Auto meines Vaters hinzufahren. Also war ich nüchtern, ich konnte ja auch bei niemandem pennen, sonst hätte ich schon was getrunken. Ich war davor zwei Monate lang nicht mehr auf der gay.volution. Es waren aber nicht so viele Leute da, zumindest M-Lena und Marvin, sowie Flo-H und dessen Boyfriend Björn, sowie ein paar Englisch-Studenten, die ich kannte und die "Hete"/Geschichts-Kommilitonin Magda, die mich zuvor nur über Dennis/Daisy kannte. Sie war das erste Mal auf der gay.volution...und fand es toll dort!
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Ich fand es eher solala im Zaubi. Was war neu, was hat sich verändert? Der "Zaubergarten", ein Teil des "Zaubis", der an warmen Monaten als Freiluft-Bereich mit Bierzeltbänken und kalten Monaten als Sofa-Landschaft fungiert, verabschiedete sich endgültig von Rauchschwaden der Kippenbesitzer. Ein Nichtraucherbereich wie die anderen Raumabschnitte, der allerdings nicht mehr voll besucht war, sondern nur noch von wenigen. Es sah langweilig darin aus, aber immerhin ist nun mehr Platz auf den Sofas und Lederhockern. Doch dort wollte ich nicht sein.
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Es gab nun zwei Raucher-Separées, die einerseits Frischluft, andererseits auch fast winterliche Nachtkälte bereitsstellten. Der eine war nahe am Zaubergarten gelegen, der andere am Eingangsbereich hinter den Security-Standorten. Mit energieverschwenderischen Heizpilzen.

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Ansonsten: anfangs waren zwar viele Lesben da, besonders viele Butches, doch als die Tanzfläche richtig voll wurde, verschob sich das geschlechtliche Verhältnis. Es erschienen plötzlich auch viele junge männliche Typen, die wohl gerade 18 geworden waren und etwas "indie" oder etwas "skaterhaft" aussahen, zumindest maskuline und "normal". Sie unterschieden sich erstaunlich stark von den oberflächlichen Fashion Victims wie von den Hauptschul-Trash-Gays mit den blonden hässlichen Gel-Strähnen und den engen Strassstein-T-Shirts, auf die das Besucher-Auge eigentlich eingestellt war.
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Trotz dieser kleinen positiven Veränderung auf der Tanzfläche fiel mir das Tanzen dennoch nicht leicht. Wenn ich nichts trinke, habe ich zwar das ganze queere Geschehen unverschwommen im Auge, jedoch war die Tanzerei keine leichte Aufgabe, weil mir der Rhythmus fehlt, der mir immer entflieht, sobald ich öffentlich meine Hüften und was auch immer bewegen will. Alkohol kann da manchmal helfen und lockern. So war es teilweise auch dort. Das lag sicher auch an der mäßigen Musikauswahl, die jedoch diesmal besser war als sonst. Schließlich wurden u.a. die noch neueren "She Said" von Plan B und Robyns "Hang With Me" gespielt, ebenso wie der Hip-Hop-Klassiker "Get Ur Freak On" von Missy Elliott. R'n'B, Radio-Poprock und House waren aber weiterhin vertreten.

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Ach ja, der Grund, warum der Anfang des Titels des Blogeintrags so heißt: drei Mal traten zwei männliche Porno-Darsteller auf dem Podest auf der Tanzfläche auf. Es waren immer dieselben, diese waren jedoch überraschend heiß. Der eine hatte eine schöne Glatze und einen muskulösen Körper mit schön definierten Brüsten, der andere war etwas schlanker, jedoch nicht weniger muskulös und hatte dafür männlichere Züge. Inklusive eindringlichem Blick. Zwei von drei Male war ich anwesend.
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Und nein, man sah keine Pimmel, zumindest nicht von meiner Perspektive aus. Allerdings wurde Oralsex oft angedeutet. Und das mit der Erfüllung des Sneakers-, Socks- und Fußfetisches durch die zwei fast nackigen Herren war toll...toll für mich! Aber ich war über den Rest des Publikums besorgt, da das sicher nicht wenige eklig fanden, gerade die sowieso durch die regelmäßig stattfindenden Porno-Shows vernachlässigten Lesben. Porno-Frauen gab es bisher nie im Zaubi. Aber wenn's so wäre, würden sich wahrscheinlich auch viel mehr lüsterne Hetero-Männer ins Publikum mischen.

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Apropos "Heten": wie so oft gibt es ein paar wenige Hetero-Männer, die sich an gay.volution-Terminen in den Zauberberg verirren. Viele drehen gleich wieder um, andere sind tapfer und sehen sich den für sie neuen Mikrokosmos an. Da gab es zum Beispiel zwei, die eine Mischung aus Toleranz und kühler Abgeklärtheit verkörperten. Einer von ihnen redete mit meinem ehemaligen Friseur, der nun in einem teuren schicken Laden arbeitet. Der Ein-Monats-Bart tragende 1,85m große süße Typ, wohl Student, erstes Semester, sah süß aus. Trug flache karierte Vans und Streetwear.
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Als mein glamouröser (schwuler) Friseur ihn jedoch überzeugen wollte, auch mal ins "Café zum schönen René" zu gehen, dem Tempel pseudo-alternativer Oberflächlichkeit, Marken-Fetischismus und verkrampfter grinsegeiler "Nein, Mann"-Attitüde, musste ich einschreiten. Auch wenn die Hete wie ein zukünftiger René-Gänger aussah, wollte ich dem Unwissenden stattdessen das "Laby" ("Diskothek Labyrinth") vorschlagen, das bodenständiger, ungezwungener und sympathischer ist als "...Réne". Doch irgendwie war meine Argumentationsfähigkeit an dem Abend nicht so gut wie die meines Ex-Friseurs, der das "Laby" für eklig und nicht sehr hip befand. Ich hatte die Schlacht verloren und einen bisher unbefleckten jungen Typen an die oberflächliche Karohemd-Unterwelt verloren...
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Betrunkenheitsskala: 0 von 10...of course.
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Tagversüßer des Tages Vol. 305


[Sorry, ich kann einfach keine Flugzeuge via Paint malen...]

Kanye West feat. Syleena Johnson mit "All Falls Down".

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Noch nach sechs Jahren Jahren ist "All Falls Down" großes Kino. Keine hochgepitchte Stimme mehr wie bei "Through The Wire" (siehe Link), sondern klare Vocals von Syleena Johnson, die trotz Kanye-Hilfe als Feature nie den großen kommerziellen Durchbruch geschafft hatte (einzig ein Platz 38 für eine 2002er-Single war solo für sie drin in den US-Billboard Charts). Das lag wohl daran, dass - soweit ich die Sachlage (link!) verstanden habe - Kanye ursprünglich ein Teil eines Tracks von Lauryn Hill namens "Mystery of Iniquity" in sein "All Falls Down" integrieren wollte, aber nie ganz die rechtliche Lage klären konnte. Letztlich entschied er sich dafür, den Refrain von "Mystery of Iniquity" von R'n'B-Sängerin und Teilzeit-Plus-Size-Model Syleena Johnson singen zu lassen. Auch wenn Lauryn Hill ähnlich toll singt wie Johnson und mit genauso viel Talent gesegnet ist wie Kanye West...zum Glück!
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In den Lyrics geht es darum, wie der Erzähler mit einem Mangel an Selbstbewusstsein die Welt sieht, gerade jener der sogenannten black community. Außerdem setzt sich der Text mit Materialismus der heutigen Zeit auseinander. Soll doch einer sagen, Rapper haben nur eine begrenzte Auswahl an Themen, über die sie sich ausdrücken können.

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Das tragische und zugleich komische - Common mit Gastrolle als Gepäckkontrolleur! Syleena Johnson mit Gastrolle als Passagier!! Senf!!! - Musikvideo wurde von Chris Milk am internationalen Flughafen von Ontario, Kanada gedreht. Diese radikale Ich-Kameraperspektive macht einen kirre! Jetzt in diesem Moment muss ich an Ego-Shooter denken, an Fettes Brots "Schwule Mädchen" und an Lily Allens "Fuck You". Die schöne grünäugige Stacey Dash, die die meisten noch aus der Clueless-Serie kennen dürften, spielt seine Geliebte. Und am Ende fällt alles zusammen... Ein früher Höhepunkt im Schaffen Kanye Wests!
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WEITERE TAGVERSÜSSER DES TAGES VON KANYE WEST

Vol. 304 ("Through The Wire" aus The College Dropout (2004))

Vol. 289 ("Flashing Lights" aus Graduation (2007))

Vol. 266 ("Power" aus My Beautiful Dark Twisted Fantasy (2010))
Vol. 303 ("Runaway" aus My Beautiful Dark Twisted Fantasy (2010))

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Kanye West - All Falls Down from Chris Milk on Vimeo.

Director : Chris Milk
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Montag, 8. November 2010

Angular Two


"Angular Two"
[ (c) 2010 by SR / Sray ]
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Angular One


"Angular One"
[ (c) 2010 by SR / Sray ]
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Tagversüßer des Tages Vol. 304



Kanye West mit "Through The Wire".

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Kanye-Special vor dem Release des bald kommenden fünften Albums...Den Anfang macht Kanyes allererste Single, die viele Nicht-US-Mainstream-Hörer wahrscheinlich gar nicht kennen. 2003 wurde "Through The Wire" mit dem hochgepitchten Sample von Chaka Khans gleichnamigem Song veröffentlicht. Sie war die Lead-Single aus seinem Debütalbum The College Dropout (2004 in D-Land), welches auch gleichzeitig dessen College-Trilogie in Form von Alben eröffnete.
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"Through The Wire" mochte ich trotz des mittelgroßen Hypes und Lobens um ihn anno 2004 noch gar nicht. Das lag halt eben an dem heliumhaltigen Refrain. Ich konnte mich nicht mit der stimmlichen Verstümmelung von Chaka Khans großartiger Stimme anfreunden, die drei Jahre zuvor noch als Feature bei De La Soul brillierte. Ohne Pitch! Heutzutage habe ich mich damit abgefunden und mag ich auch diesen Track, eher wegen des Flows, des Beats und der Komposition. Auch wenn ich die anderen Singles, die danach aus jenem Album erschienen, immer noch habe ich deutlich mehr mag, halte ich "Through The Wire" für immer noch besser Wests Autotune-Tracks vier Jahre später.
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Im Musikvideo zu "Through The Wire", das von Coodie und Chike im November 2003 gedreht wurde, gibt sich der heutzutage als arroganter selbstbewusster Rap-Schnösel Missverstandene noch sehr demütig. Das lag daran, dass Kanye West, der damals noch Newcomer war, nur wenige Monate zuvor in einem schweren Autounfall verwickelt war und auch heilfroh, dass alles mit Verletzungen glimpflich endete. Dennoch war sein Rappen durch nötige Drähte im Mundraum beeinträchtigt. Also musste er sich "through the wire" ausdrücken. Das Video besteht aus Collagen von authentischen Video-Schnipseln, Fotos und Notizen, was es natürlich erheblich persönlich macht.
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WEITERE TAGVERSÜSSER DES TAGES VON KANYE WEST

Vol. 289 ("Flashing Lights" aus Graduation (2007))

Vol. 266 ("Power" aus My Beautiful Dark Twisted Fantasy (2010))
Vol. 303 ("Runaway" aus My Beautiful Dark Twisted Fantasy (2010))

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Kanye West - Through The Wire

Gus | Myspace Video
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Lieblingssongs der 44. Woche (01. - 07.10.10)



01 (19) Grinderman – Palaces Of Montezuma
[KATEGORIEN: SEMI-MAINSTREAM / AVANTGARDE / ROCK'N'ROLL / BLUES / POST-PUNK. Letzte Woche habe ich mir zwei Alben gekauft und dadurch quasi alle derzeit aktuell relevanten Musikträger bedient: Das Villagers-Album Becoming A Jackal (2010, siehe unten) als MP3-Album-Download sowie Grinderman 2 (2010) als meine erste Schallplatte, die nach Beatles, Springsteen und Heaven 17 endlich mal eine ist, die dieses Jahr herausgekommen ist. Und nicht 1967 oder 1984. Zu der tollen Platte gab es dazu noch ein tolles Booklet mit Lyrics und liebevollen Zeichnungen von Nick Cave und einem Kreativteam. Dann gab es noch ein Poster, auf dem die vier "Grindermen" als Gladiatoren fungieren sollen. Und dann gab es statt einem MP3-Download-Code (wie sonst üblich bei vielen neueren Platten) eine zusätzliche Kopie des Albums als CD. Tolle Zusammenstellung! Und das Album ist echt gut, denn jeder der neunTracks überzeugt, sogar das eigentlich wenig einprägsame Mittelstück "What I Know". Schön biestig und pervers sind viele Songs, gerade "Mickey Mouse & The Goodbye Man" (siehe unten), "When My Baby Comes" und "Kitchenette", sowie "Evil". Der eingängigste Song ist neben der ersten genialen Raubein-Single "Heathen Child" das erstaunlich poppige "Palaces Of Montezuma". Eine Art Liebeslied innerhalb eines zähnefletschenden Albums, das kompositorisch doch erstaunlich stark an "Sympathy For The Devil" von den Rolling Stones erinnert.]
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02 (07) !!! - Jamie, My Intentions Are Bass
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03 (NEU) Villagers – I Saw The Dead
[KATEGORIEN: INDEPENDENCE / INDIE ROCK / FOLK / RADIOPOP. Der andere musikalische Kauf fand, wie oben bereits erwähnt, hierbei statt. Becoming A Jackal wurde vor dem anderen Grinderman-Album gekauft. Als MP3-Album. Und nach hohen Erwartungen durch "The Meaning Of The Ritual" mussten die elf Songs einfach enttäuschen. Denn die ersten fünf Tracks sind so gut, dass die anderen sechs dahinter abfallen, weil bei denen Spannung und Atmosphäre fehlt, sie sind bis auf Track No. 10 namens "Pieces" zu glatt, zu nett klingend, zu gut gelaunt, aber nicht euphorisierend. Track No. 1 ist "I Saw The Dead" und ist noch schön "haunting", also eindringlich, und etwas düster. Und "Home" ist mehr als nur gefällig, auch wenn das Lied fast zu sonnenbeschienen klingt, dann aber noch Substanz hat.]
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04 (11) Cold War Kids – Louder Than Ever
[KATEGORIEN: INDIE ROCK / SOUL. Schon mal gut für den Anfang, aber noch nicht so großartig wie "We Used To Vacation": die erste Single der vier Amis aus dem Anfang Januar erscheinenden dritten Album Mine Is Yours (2011).]
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05 (02) Mr. Dream – Learn The Language
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06 (NEU) Villagers – Home
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07 (01) Aloe Blacc – You Make Me Smile
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08 (NEU) Grinderman – Mickey Mouse And The Goodbye Man
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09 (03) Sufjan Stevens – Age Of Adz
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10 (NEU) Salem – King Night
[KATEGORIEN: AVANTGARDE / NOISE / DUBSTEP / ELECTRO / SHOEGAZE / GOTH ROCK. Wie eine Mischung aus Skream, HEALTH und Nightwish klingt das apokalyptische "King Night" aus dem gleichnamigen Album (2010) des US-Trios mit dem Wohnsitz NYC. Der Titelrack ist einer der bedrohlichsten, die ich in diesem Jahr bisher gehört habe, ohne Metal oder Hardcore zu sein. Aber dann gerade richtig und passend, wenn man schlechte Laune hat oder es einem nicht gut geht. Es gibt mehr als zehn (!) Bands, die Salem heißen (link!), sodass man wirklich aufpassen muss, sie z.B. nicht mit einer britischen Hard-Rock-Metal-Band oder eine israelische Death-Metal-Gruppe zu verwechseln.]
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Sonntag, 7. November 2010

Kürze, Würze und so (Kurzfilme) Vol. 14



"Runaway" von Kanye West.

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Die lange Version des für TV-Standards (link!) geschnittenen Maximal-Musikvideo. 35 Minuten ist dieser Kurzfilm mit viel Musik, Pomp und Spezialeffekten lang. Nicht nur, dass die My-Beautiful-Dark-Twisted-Fantasy-Tracks inkl. Titelsong von Kanye West stammen, sondern auch der oft großspurige, aber immer extravagant und stilsicher wirkende Film selbst. Ja, Regisseur dieses Kurzfilms war tatsächlich Kanye höchstpersönlich! Gibt es etwas, was der Mann nicht kann?
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Es geht um einen gefallenen weiblichen Vogelmenschen / Kometen, einen verwöhnten reichen schicken Kanye, um die menschlichen Beziehungen zur Natur. Und nicht viel mehr. Ich war ein klein wenig enttäuscht, als ich mir den Film angeschaut habe, hatte einfach mehr Substanz und Inhalt erwartet. Aber im großen und ganzen dennoch ein wirklich gelungenes Werk des oft als Ego- und Megalomanen verschrienen Rappers und Producers. Näheres zum Film gibt es hier (link!).

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Kanye West - Runaway
Hochgeladen von umusic. - Sieh mehr Musikvideos, in HD!
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Tagversüßer des Tages Vol. 303



Kanye West feat. Pusha T mit "Runaway".

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Von Kanye West selbst (!) gedreht. Die gekürzte Version des für normale Verhältnisse enorm langen Musikvideos gibt es hier. War ja längst als Blog-Post überfällig, aber bisher hatte ich keine geeigneten einzubindenen Videos im Web gefunden. Die lange Version gibt es als extra Kurzfilm-Post hier (link!).
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Ansonsten muss ich nicht mehr viel über Mr. Kontrovers 2009/2010, seine Avantgarde-Ausstrahlung innerhalb von US-Hiphop und seine etlichen Promotionsversuche schreiben, sind ja längst bekannt, auch in diesem Blog (glaube ich). Und über Kanyes in diesem Monat kommenden Album weiß man immer noch viel und doch noch zu wenig. My Beautiful Dark Twisted Fantasy (2010), inklusive "Runaway" natürlich, das allerdings als Albumversion noch mit Sounds aus dem Auftritt bei den MTV Video Music Awards 2010 aufgepimpt werden soll.
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WEITERE TAGVERSÜSSER DES TAGES VON KANYE WEST

Vol. 289 ("Flashing Lights" aus Graduation (2007))

Vol. 266 ("Power" aus My Beautiful Dark Twisted Fantasy (2010))

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Kanye West - Runaway
Hochgeladen von UniversalMusicGroup. - Sieh mehr Musikvideos, in HD!
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Freitag, 5. November 2010

Nachtrag: Das Wochenende mit Karo in Frankfurt



Und nochmal gibt es eine Aufarbeitung der letzten zwei Monate in meinem Leben. In diesem Post geht es darum, dass ich nach dem gemeinsam mit Karo aka Wolta verbrachten Wochenende mit Karo in Wertheim, unserer Schulstadt, nun das darauffolgende Wochenende in ihrer derzeitigen Wohn- und Studienstadt Frankfurt verbrachte, 8. bis 10. Oktober 2010.

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Freitag Mittag ging es los. Ich nahm meine neue Laptop-Tasche und einen mittelgroßen Rucksack für die drei Tage in Frankfurt am Main mit. Ich nahm die für mich günstigste Zugverbindung am helligten, nicht zu frühen, nicht zu späten Tag.
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Leider war die erste Zugfahrt vor dem Umsteigen quälend, weil der Zug nach Aschaffenburg HBf sehr voll war. Gerade vor Ankunft der an Wertheim nächstgelegenen Ortschaften saßen und standen eine Legion aus SchülerInnen, die nach Hasloch, Faulbach, Dorf- und Stadtprozelten wollten. Angenehmer wurde die Zugfahrt erst nach dem Umsteigen in den weitaus leereren Regionalexpress über Frankfurt, da hatte ich sogar eine zentrale tischähnliche Ablage am Vierersitz, den ich mit niemanden teilen musste.

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Um kurz vor halb 4 kam ich endlich am Frankfurter Südbahnhof an. Mit anschließender U-Bahn fuhren wir zu ihr nach Hause. Sie wohnt im eher mittelständischen Teil des östlichen Frankfurts, nämlich in Bornheim. Als wir bei ihr daheim ankamen, holte ich mein Geschenk für sie aus der Tasche, hatte aber keineswegs erwartet, dass sie sich so über meinen selbstgemachten Schoko-Milchreis freuen würde. Besonders nicht über die lediglich aus Dekorationszwecken verstreuten Espresso-Kaffeebohnen und den Marmorkuchen-Kern in der Mitte als Gimmick. Dafür war ich über ihr als pikant gedachtes Risotto mit Rosinen entzückt.
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Freitag Abend wollte Karo mir die Stadt bei Nacht zeigen, was wir auch beide gemacht haben, sind unter anderem an ihrem aktuellen Nebenjob-Arbeitgeber vorbeigelaufen. Wir waren aber auch für eine Weile im Kuss41, Hessens, und auch Frankfurts erstem Lesben- und Schwulenzentrum für junge Leute bis 27. Toll, dass es so eine Einrichtung (link!) gibt, die hätten Karo und ich zu unserer Jugendzeit im provinziellen Wertheim echt gebrauchen können. Dort fand eine mit Karo achtköpfige Arbeitsgruppe zu schwulesbischer Aufklärungsarbeit in Schulen in Frankfurt und Umgebung statt, was die Erfahrungen durch die Gruppendiskussionen betreffend meinen Lehramtsstudium (manch ein Kollege, allerdings aus Frankfurt, war auch darin) sicher bereichern wird, an der ich aber als Nicht-Frankfurter natürlich nicht teilnehmen kann. Sehr nette Leute waren das aber jedoch!
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Wir waren später auch im PULSE, einer edlen Queer-Bar mit großer Raucherecke und vielen schönen queeren Menschen. Da kam man zwar überhaupt nicht in den Genuss, neue Leute kennenzulernen, doch immerhin waren die Biere top. Schockierend war für einen Zeitlang, dass ich nach dem Verlassen der Bar meinen Geldbeutel nach einer Weile nicht mehr an mir wiederfand. Schuld daran war die warme Abendluft, die mich dazu brachte, meine Herbstjacke unaufmerksam am Boden entlangzuschleifen. Zunächst fanden wir das Portemonnaie an keiner Straßenecke, die wir zuvor passiert hatten. Doch als wieder im PULSE waren und den Inhaber fragten, ob er abgegeben worden sei, meinte er: "Ja, klar, ich erkenne dein Gesicht noch vom Perso-Bild! Er wurde abgegeben. Ich hole ihn, einen Moment bitte!" Super nett, der männlich wirkende Typ, und ich war heilfroh, dass wir nicht gleich heimgekehrt waren.

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Am Samstag Vormittag machten wir uns auf, um zum Flohmarkt irgendwo in Ost-Frankfurt zu gelangen. Es war erst chaotisch, da aus Gründen der missverstandenen Kommunikation zwischen Karo und den miteingeladenen zwei Kommilitoninnen von ihr die zwei Mädels von ihr einfach nicht kamen. Also machten wir den Flohmarkt zu zweit unsicher. Durch Karo wandte ich das erste Mal in meinem Leben das Feilschen an, vor dem ich bisher zurückgeschreckt hatte. War auch seit Jahren nicht mehr auf einem Flohmarkt.
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So gelang es mir u.a., die toll erhaltene Beatles-Schallplatte Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band (1967) für nur 14 statt 20 Euro zu ergattern. Ansonsten vintage-mäßige schwarze Brogues (Leder-Herrenschuhe mit Lochung) von Lloyd für nur 3 (!) Euro, für die ich nicht mal feilschen musste. Dann noch LP-Singles und Bruce Springsteens Born In The USA (1984) auch als Platte. Und eine schwarz-gelbe Umhängetasche von Camel Active für 5 Euro. Karo kaufte sich ein Mini-Nähzeug, was ein süßes Geschenk für Babs werden sollte. Dann Sektgläser, auch eine Tasche und noch mehr, was mir aber gerade nicht mehr einfällt. Es hat wirklich Spaß gemacht!
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Später am späten Mittag kochten wir ein Linsenrisotto-Eintopf mit Blumenkohl, Karotten und so. Was Karo als scharf anpries, war für mich nicht mal ansatzweise auf meiner Zunge ein kribbeliges Gefühl. Dennoch: saulecker. In den drei Tagen gab es wie an diesem Mittag als Nachtisch, bzw. als Frühstück oft Quark mit Roter Grütze und ähnlichem gesunden, aber gut schmeckendem Zeugs. Und, ach ja, meinen Milchreis gab es auch. Danach gab es, wie am Tag zuvor und am kommenden Tag intensive Gespräche über Verschiedenes und Persönliches, ich musste sie unter anderem wegen der kürzlich stattgefundenen Trennung von su trösten.
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Am Abend kam dann einer ihrer engsten Frankfurt-Freunde zu Besuch, es war Juri. Wir spielten Therapy? (für mich das erste Mal überhaupt), dann mithilfe eines iPhone-Apps von Juri so eine Art Flaschendrehen mit vorgefertigten Pflichtaufgaben und Wahrheitsfragen. Das taten wir eine Weile, Juri wurde sogar zweimal nass und ich musste einmal etwas aus dem Fenster in Richtung Öffentlichkeit grölend singen, ansonsten beließen wir es hauptsächlich bei Fragen, die wahr sein sollten. Leider wiederholten sich die Fragen zur später Stunde sehr. Um halb 1 wurden aus drei...zwei.

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Am Sonntag: die lange herbeigesehnte Frankfurter Buchmesse. Auf demselben Messeplatz, auf dem ich vor Jahren mal war...nämlich auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA), zweimal. Aufregend! Wir bekamen vor dem Betreten des Eingangs schon gratis gewisse große Tüten inkl. Antiquariats-Bücher-Online-Store, die schon angedeutet hatten, das wir später sehr viel kostenloses Zeugs erhalten würden. So war es dann auch.
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Wir fingen bei ausländischen Verlagen aus der ganzen Welt an, dort war der Andrang der BesucherInnen noch nicht allzu stark. Wir konnten aus Zeitgründen nicht alle Länder durchforsten, hatten aber vor allem weniger für Besuchermassen verdächtige Stände von Verlagen aus Ländern wie Georgien, Tschechien und Türkei besucht. Dazu dann natürlich kurz das Gastgeberland Argentinien und größere Länder wie Italien und Frankreich. Unsere persönlichen "Ziele" waren Polen und Laos, die Herkunftsländer unserer Eltern, deren Stände auch existierten, vor allem die laotischen Verlage haben mich, der Typ, der sonst von seiner Herkunft sich eher entwurzelt fühlt und sich nicht so viel um Sitten, Gebräuche und derlei Sachen schert, zutiefst überrascht und erfreut. Wir waren anfangs eher schüchtern, wurden dann doch dreister und nahmen viele kostenlose Werbegeschenke und Giveaways mit. Teilweise waren sie sehr kreativ und liebevoll. Mitgenommen wurden von mir Lesezeichen aus Peru, litauische Schokobons, eine CD-Rom eines Kochbuchverlags aus Laos, griechische Postkarten, slowenische große Büroklammern, etc. pp.. Es waren zwar Sachen, die man nicht unbedingt braucht, die aber irgendwie auch idellen und seltenen Wert hatten, quasi das Positive an der Globalisierung ausstrahlten.
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Dann kamen die inländischen Sachen. Sachbücher wie Belletristik, Kunstbücher, Schulverlage, Zeitungsverlage, große wie kleine Verlage, verschiedene Medien, auch Hörbucher. Hier mussten wir zeitlich noch mehr aufpassen, trennten uns sogar mit Angabe eines Endtreffpunkts für eine Weile. Denn bei zwei individuell gestrickten Köpfen bleibt sowieso der/die eine mal bei etwas hängen und verliert dann die/der andere/n. Was ich selbst so mitbekam: die berüchtigten und gefürchteten eBooks waren zwar eigentlich das große Thema auf der Frankfurter Buchmesse, doch von dessen Einfluss habe ich an den Ständen nicht viel mitbekommen. Es war aber bei fast allen Bereichen gerammelt voll, viel Interesse herrschte laut Karo beim Live-Interview mit Roger Willemsen, den ich verpasst hatte. Und auch hier: Kostenloses wie arte-Tempo-Taschentücher, ein grandioser Graphic-Novel-Katalog, eine kostenlose Ausgabe der linken Zeitung "junge Welt", Hörbücher mit sexy Geschichten, Postkarten, Flyer, und so weiter.

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Am Sonntag Nachmittag verließen wir dann das große Treiben und fuhren in Richtung Frankfurter Südbahnhof. Mit meinen drei Taschen (Rucksack, Laptoptasche, Buchmesse-Papptasche) verabschiedeten wir uns und stieg in den Zug ein. Drei spannende Tage waren das!
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