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Donnerstag, 26. August 2010

Tagversüßer des Tages Vol. 279



The Roots & John Legend
feat. Common & Melanie Fiona mit "Wake Up Everybody".

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Die smoothe HipHop-Band The Roots und der teils tolle, teils nur okaye (je nach Album) R'n'B-/NuSoul-Sänger John Legend wollen ein gemeinsames Album veröffentlichen! Es soll Wake Up! (2010) heißen und aus Cover-Versionen von alten Soul-Klassikern der 60er und 70er bestehen. Der Vorbote ist die Single "Wake Up Everybody". Hier sind dann noch zusätzlich der ähnlich geniale Common und die Solala-Soul-/R'n'B-Sängerin Melanie Fiona, die aber ihren Job hier ganz gut macht.


Im Song geht es, wie man schon am Titel erkennen kann, um die Politisierung der Bürger, bzw. den Wunsch danach. Der Chef und Drummer von The Roots, ?uestlove, sagte im Interview mit Allhiphop.com: "Diese Songs sind selbst heute noch so relevant, dass man bei den meisten von ihnen keine einzige Zeile ändern muss. Unsere erste Single Wake Up Everybody hat vier Verse. Der erste ist ein generelles Statement, im zweiten Vers gehts um Bildung, im dritten geht es um die medizinische Versorgung und der vierte dreht sich um bessere Lebensumstände. Da gibt es wirklich nichts, dass man streichen müsste." (Übersetzung: hiphop.de (link!))


Das Musikvideo wurde von Gil Green, Spezialist für Urban-Videos, gedreht. Von ihm sind auch viele Clips von Lil Wayne ("A Milli"), Kat Deluna ("Whine Up") und...iiiih...Akon.

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Montag, 28. Juni 2010

Lieblingssongs der 25.Woche (21. – 27.06.10)



01 (05) Sia – Clap Your Hands
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02 (WE) Sia – You’ve Changed
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03 (01) The Roots feat. Jim James & Monsters of Folk – Dear God 2.0
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04 (WE) Robyn – Dancing On My Own
[Wiedereinstieg in die TOP10 auf Platz 4!]
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05 (NEU) Sia – Bring Night
[Das neue Album We Are Born (2010) der australischen flippigen Singer/Songwriterin Sia wurde letzten Freitag gekauft. Es ist echt gut, kompakter wirkend und insgesamt weniger balladesk als das vorige Album Some People Have Real Problems (2008, 2009 in Deutschland veröffentlicht). In We Are Born sind viele flotte discomäßige Dance-Pop-Songs, wie z.B. "Clap Your Hands" (Platz 1), das noch großartigere "You've Changed" (Wiedereinstieg auf Platz 2), das spaßige oh-uh-oh-oh-oh-lastige "Bring Night" und der erste Track "The Fight" (Platz 8). Ich mag's!]
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06 (03) Darwin Deez – Radar Detector
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07 (10) We Are Scientists – Rules Don’t Stop
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08 (NEU) Sia – The Fight
 
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09 (NEU) Rummelsnuff – Mandy
[Sehr kurios dieser Neueinstieg: "Roger Baptist (* 14. Juli 1966 in Großenhain, bekannt als Rummelsnuff) ist ein deutscher Musiker und Texter, der die Stilrichtungen Elektropunk, Industrial und modernes Arbeiterlied vertritt." Er schaut zwar aus wie ein Bodybuilder-Macho, ist aber auch entgegen der Klischees schwul und ist im linken Underground, u.a. auch unter SPEX-LeserInnen eine feste Größe. Er inszeniert sich einfach nur sehr markant und selbstironisch. Er soll ziemlich umgänglich sein, dieser Rummelsnuff. "Mandy" ist, man kann es sich wohl denken, eine Cover-Version des zweifelhaften Barry-Manilow-Schlagers, der in den 00er-Jahren noch viel übler und schmalziger von Westlife gecovert wurde. Rummelsnuff hingegen macht es anders und tritt außerhalb der Refrains großspurig sprechsingend daher, sodass man hier nicht erkennt, dass er Manilow covert. Der Refrain gibt dafür wieder Auskunft über dieses Remake. Lustig! Aus dem Album Radio Karlhorst (2010).]
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10 (06) The Drums – It Will All End In Tears
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Dienstag, 22. Juni 2010

Tagversüßer des Tages Vol.239

The Roots feat. Monsters of Folk mit "Dear God 2.0".

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The Roots - Dear God 2.0 from Deejay Vince RU on Vimeo.
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Montag, 21. Juni 2010

Lieblingssongs der 24.Woche (14. – 20.06.10)



01 (01) The Roots feat. Jim James & Monsters of Folk – Dear God 2.0
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02 (NEU) Kele – Tenderoni
[In der letzten Woche wurde zwar nicht viel neue Mucke gehört, dennoch wurden die TOP10 wieder mächtig aufgemischt (Ausnahme: Platz 1, unverändert). Kele Okereke, eigentlich Lead-Sänger und Lead-Gitarrist von Bloc Party, hat es hingegen bis fast ganz nach oben geschafft. Anfangs mochte ich die erste Single "Tenderoni" (namensgleich mit der Single des kanadischen Elektro-Funk-Pop-Duos Chromeo) des queeren Briten nicht so, klang sie sehr weit weg vom Gewohnten. Doch nach mehrmaligem Hören wird der Elektro-Trance-Pop-Track immer besser, die Beats werden zu Ohrwürmern. Erinnert mich angenehm an das oft so gescholtene "Acapella" von Kelis.]
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03 (16) Darwin Deez – Radar Protector
[Der Darwin ist wieder da, diesmal mit zwei Songs...Wiedereinstieg der aktuellen Plätze 3 und 4 in die TOP10!]
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04 (26) Darwin Deez – Constellations
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05 (WE) Sia – Clap Your Hands
[Wiedereinstieg in die TOP10!]
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06 (NEU) The Drums – It Will All End In Tears
[The Drums, Hype-Band 2010. Die Newcomer haben es nach nur ein paar Wochen nach dem Albumrelease von The Drums (2010) gar auf das Cover der aktuellen Musikexpress-Ausgabe (link!) geschafft. Das haben nicht mal Vampire Weekend oder The XX auf Anhieb geschafft! Allerdings tue ich mich mit The Drums noch sehr schwer, da ich die allererste Single "Let's Go Surfing" aus der gleichnamigen EP irgendwie gar nicht mochte. Was mich gleichzeitig fasziniert und abschreckt ist ihr Auftreten auf Pressefotos, da sie immer unbedingt so verkrampft stylisch, perfekt und männermodelmäßig herüberkommen müssen, als seien sie Götter. Und das alles angereichert mit einer tragischen Arroganz und Unfreundlichkeit in ihren Blicken. Hmm... "It Will All End In Tears" ist nicht der große Wurf und hat es nur deswegen auf Platz 6 geschafft, weil diese Woche wenig neue Musik gehört wurde, aber die musikalische Nähe zu Joy Division, den Beach Boys und aktuellen Indie-Rock-Bands wie Surfer Blood oder Frightened Rabbits ist schon gut.]
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07 (24) Hot Hot Heat – 21@12
[Wiedereinstieg in die TOP10!]
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08 (13) The Gaslight Anthem – American Slang
[Wiedereinstieg in die TOP10!]
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09 (WE?) Lady GaGa – Alejandro
[Eigentlich ist dieser Track aus GaGas The Fame Monster ihr zweitschlechtestes ("So Happy I Could Die" ist noch weniger gut). Und die Tatsache, dass die Ballade "Alejandro" die dritte Singleauskopplung daraus darstellen soll, ist mir nicht so ganz geheuer. Trotzdem: das Lied hat sich als Ohrwurm festgebissen und das Musikvideo ist sowieso großartig!]
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10 (WE) We Are Scientists – Rules Don't Stop
[Wiedereinstieg in die Charts, Neueinstieg in die TOP10! Nachdem letzte Woche ihr inoffzieller garagenrockiger Beitrag zur England-WM-Hymne (link!) auf Platz 10 Platz nahm, stoppen die Regeln der Indie-Wissenschaftler für eine Woche mal auf demselben Platz. Video gibt's hier (link!).]
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Dienstag, 15. Juni 2010

Lieblingssongs der 23.Woche (07. – 13.06.10)



01 (10) The Roots feat. Jim James & Monsters of Folk – Dear God 2.0
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02 (02) LCD Soundsystem – All I Want
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03 (03) Muse – Neutron Star Collision (Love Is Forever)
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04 (01) LCD Soundsystem – You Wanted A Hit
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05 (WE) Hurts – Better Than Love
[Hurts ist eine der meistgehypten Bands 2010 aus England. Das Duo blickt immer sehr ernst drein, der Synthie-Pop-Musik merkt man diese Strenge und Seriosität auch sehr an. Natürlich sehr 80-er-mäßig klingend, aber irgendwie nicht schlecht. Trotzdem sind mir Hurts noch nicht so geheuer, sie wirken sooo unsympathisch!]
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06 (WE) Silversun Pickups – Panic Switch
[Ähm...Silversun Pickups, joa. Alternative-Rock mit einer Prise Dream Pop / Shoegaze, authentisch und stark nach 90er-Jahre klingend. Keine Band, die man peinlich finden sollte. Eigentlich! Dennoch, seit letztem Donnerstag treten sie die Nachfolge von Emilíana Torrinis "Jungle Drum" an, was die gelungene Platzierung eines Liedes eines "independent act" bei einer von Millionen von Menschen geschauten Sendung angeht.
Die Rede ist vom Finale von Germany's Next Topmodel 2010. Uuuuuuuh, wie peinlich, ich weiß, ich hatte die Show tatsächlich geguckt. Es lässt sich aber im Indie-Kontext so langsam ein Muster erkennen. Denn wenn es darum geht, die zuvor ausgeschiedenen "Mädchen" (Kandidatinnen) nochmal für die letzte Laufsteg-Show vor der Verkündung der Siegerin zu zeigen, wird ein Song zur musikalischen Untermalung gewählt. Und dieses Lied soll "edgy", also irgendwie kantig, avantgardistisch, auf jeden Fall alles andere als bereits bekannt oder mainstreamig sein. Denn beim allerletzten Laufsteg wird von den "Mädchen" Haute Couture gezeigt. Klar, dass da kein Track von, sagen wir, David Guetta reinpasst, der während des Catwalks abgespielt wird. Jetzt fragt man sich natürlich, ob "Panic Switch" (aus dem letztjährig releasten Album Swoon), dieses in den Mainstream gelangte Lied, das sogar Heidi Klum in ihrer Ankündigung noch namentlich erwähnte, denselben Erfolg genießen wird wie der 2009er-Überraschungs-Hit "Jungle Drum". Aber das Lied hat wohl nicht genug Pop-Appeal wie jenes von Frau Torrini, um wochenlang in den TOP10, geschweige denn, auf Platz 1 zu kleben. Mehr Infos zur Band gibt es hier (link!).]

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07 (WE) Christina Aguilera – Elastic Love
[Noch so was Peinliches. Aber das Lied, keine Single, ist echt super! Dank der jetzt schon in den Musik-News omnipräsent zu sein scheinenden M.I.A. (noch vor ihrem eigenen Album-Release), dank den Produzenten John Hill und Switch (auch für M.I.A. zuständig) und dank Electro-Pop-Beats. X-Tina 2.0 oder... X-Tina, bionisch glamourös statt dirrty und stripped.]
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08 (NEU) M.I.A. – Haters
[Nochmal M.I.A., aber diesmal alleine. "Haters" ist KEIN Albumtrack aus /\/\/\Y/\ (2010), trotzdem echt gut!]
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09 (WE) Caribou – Bowls

[Hilfreich zum Sportmachen...aus Swim (2010). So macht schnelles Fahrradfahren Spaß!]
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10 (NEU) We Are Scientists – Goal! England
[Zuletzt noch ein inoffizieller WM-Song aus England. Der kommt von We Are Scientists und klingt rockiger, weniger glanzvoll produziert, das Anhören macht aber Spaß. Auf keinem Album zu finden, lediglich kostenlos herunterladbar.]
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Freitag, 30. Oktober 2009

Tagversüßer des Tages Vol.121



The Roots feat. Erykah Badu & Eve mit "You Got Me".

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The Roots sind nicht nur eine von Leos Lieblingsbands. The Roots sind auch eine der intelligentesten und intellektuellsten HipHop-Bands, die derzeit existiert. Denkt man an anspruchsvollen UND zeitgenössischen HipHop, fällt einem zuerst das Kollektiv aus Philadelphia ein, das unter anderem für den angerockten Universal-Liebling "The Seed (2.0)" verantwortlich war ("I push my seed in her bush for life").
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Oder vielleicht N*E*R*D*, Wu-Tang-Clan oder Public Enemy. Aber erstere stehen auch für Style und Groove, zweitere für Einflussreichtum in Sachen Sound und viele Solokarrieren und letztere für Politkritik und HipHop-Legendentum.
The Roots aber gelten als unterschätzt und sind bisher immer sehr vielseitig gewesen, was ihren Bandsound anging. Jazz Rap, Neosoul-HipHop, experimenteller Prog-HipHop, Alternative Rap: Es ist unmöglich, ihren Sound auf einem Album deiner Wahl festzumachen und diesen über den Kamm aller anderen The-Roots-Alben zu scheren. Zum Beispiel Things Fall Apart (1999) mit dem großartigen Albumartwork (link!) dazu.
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Daraus: "You Got Me" wird von der wunderbaren Erykah Badu und von der Rapperin Eve (nicht im Musikvideo zu sehen) unterstützt. Der Clip mit den schlafenden Menschen auf den Straßen endet auf überraschende und geniale Weise.
"You Got Me" gewann 2000 einen Grammy für die Kategorie "Best Rap Performance by a Group or Duo".

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