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Donnerstag, 4. November 2010

Nachtrag: Das Wochenende mit Karo in Wertheim




Kurz nach dem Auszug aus der WÜ-Altstadt-WG traf ich mich nach langer Zeit wieder mit Karo aka Wolta, was eine willkommene Ausflucht aus der Kreuzwertheim-/Wertheim-Ödnis war. 2. Oktober und 3. Oktober 2010.

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Nochmal zur Klärung der nicht einfach auseinanderzuhaltenden Provinzscheiße: Das Großkaff Kreuzwertheim (ca. 4000 EinwohnerInnen) ist der Ort, in dem ich einst 20 Jahre lang bei meinen Eltern wohnte und nun aus weniger freiwilligen Gründen wieder wohne. Dort ging ich auch vier Jahre lang zur Grundschule.
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Die Kleinstadt Wertheim (über 25000 EinwohnerInnen) hingegen ist mein Geburtsort und der Ort, in dem ich von der 5. Klasse bis zur 13. Klasse aufs Gymnasium (ein humanistisches, naturwissenschaftliches, alt- und neusprachliches) ging. Und Wertheim ist nicht gleich Wertheim Village, denn das „bei uns“ auch FOC (Factory Outlet Center) genannte künstliche Psuedo-Schnäppchen-Dörfchen für Mittel-/Oberschicht-Portemonnaie-Besitzer ist ca. 10km vom eigentlichen Stadtkern entfernt. Es kommt sehr häufig vor, dass wenn ich preisgeben soll, woher ich komme, den unwissenden Menschen beim Stichwort Wertheim sofort Wertheim Village einfällt: „Ah, Wertheim Village!“ Nicht ganz, ihr Leute, muss ich da immer weiter ausführen.
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In Wertheim fand heuer seit dem 1. Oktober 2010 wie an jedem ersten Oktoberwochenende die sogenannte Michaelismesse statt: die Hauptattraktion der Provinz in Sachen Volksfest, vergleichbar mit der Würzburger Kilianimesse oder der Marktheidenfelder Laurenzimesse. Als Jugendlicher war es DER Kick, sich dort zu besaufen und Spaß zu haben. Als Kind war natürlich nur letzteres der Fall, gerade durch die vielen Stände, Spaßbuden und Attraktionen wie Riesenrad, Karussell oder Krake. Den Autoscooter-Bereich fand ich hingegen lange Zeit blöd. Als Fast-Erwachsener – „not a boy, not yet a man“ – hat diese Kirmes jedoch fast jeglichen Reiz verloren.
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Nun war es so, dass Karo dieses Jahr beim sogenannten Messelauf mitmachen wollte. Bei diesem nahm ich auch einst 2006 mit ihr teil. Ich kann mich gut noch an den prasselndem Regen und meinen dadurch zerstörten Haarwachs-Seitenscheitel erinnern. Dadurch tropfte die Wachs-Wassermischung tränenartig herunter und kam gar in meine Augen, wodurch ich am restlichen Tag nur noch glasig gucken konnte, haha! Barock- oder Rokoko-Kleider als Frau oder Knickerbocker und/oder Wrack als Mann sollten da vorgeführt werden. Es gibt eine bestimmte Route, die durch den Messeplatz und die Wertheimer Altstadt führt und als Mann-Weib-Gespann (je zwei Menschen hintereinander) sollte man mehrere Stunden die Strecke durchschreiten. Weil ich dieses Jahr wegen des WG-Auszugs keine Zeit hatte, konnte ich nicht teilnehmen, Karo hingegen erklärte sich bereit. Denn der Initiator des Messelaufs war unser ehemaliger Deutsch- und Geschichte-Lehrer, der gleichzeitig jahrelang die Theater-AG leitete und ihr großen Ruhm und Ansehen brachte. Durch den großen Theaterfundus voller Kostüme und Accessoires kam auch die Idee mit dem Messelauf.

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Ich konnte aus Zeitgründen den Lauf nicht mitverfolgen, konnte mich aber am frühen Abend mit Karo auf der Messe verabreden. Wir haben uns riesig gefreut, uns nach langer Zeit wiederzusehen. Karo war jedoch ein klein wenig mitgenommen von der Belastung durch den Messelauf. Sie wollte sich irgendwo mal für länger hinsetzen. Deshalb beschlossen wir, wenig später den Messelauf-Initiator zu besuchen, der sehr nah am Messe-Spektakel wohnt.
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Dieser überaus gastfreundliche, selbstbewusste und eloquente Mann mit Wohlstandsbauch, der sich auch jahrelang für die Kommunalpolitik eingesetzt hatte, empfing uns und lud uns sogleich gar zum Abendessen ein. Nach einem Plaudern gab es überaus köstlich gebratene Champignons, Tomaten und Zwiebeln. Dazu getoastete Brotscheiben und Bier. Wir waren ob der Einfachheit und gleichzeitigen Köstlichkeit begeistert! Dazu gab es Anekdoten vom Gastgeber, sowie ein paar Themen, bei denen ich nicht wirklich mitreden konnte, weil es da um mir unbekannte Personen ging, die Karo jedoch kannte.
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Nach der Tagesschau verließen wir das Haus, in dem Karo das Wochenende über übernachten durfte, weil sie ja mitlief und ihre Eltern beide längst aus Wertheim weggezogen waren. Wir suchten dann auf der Messe Babs. Babs hat mit Karo und mir Abi gemacht. Babs' Eltern wohnen auch in Kreuzwertheim und als wir 15 und 16 waren, haben wir mit noch anderen viel gemeinsam unternommen, u.a. Zelten am Ammersee. Babs konnte mit jedem, kann/konnte genauso gut mit den LAN-Party-Nerds wie mit den Alternativen und Punks oder den beliebten Mädels (≠ Tussis unserer Klassenstufe). Und auch mit eher außen gestandenen Freaks wie mit Karo und mit mir, die wir damals zum Teil schon waren. Babs war immer so eine, die von allen gemocht wurde, weil sie immer vertrauensvoll und integer war, egal, mit wem sie es zu tun hatte. Als wir sie fanden, suchten wir nach dem Weinzelt, dass in den letzten Jahren immer eine angenehme Alternative zum überladenen stumpfen Bierzelt darstellte. Wir liefen herum und suchten und suchten, doch am ehemaligen Standort war nichts davon zu finden.
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Anscheinend existierte das kleine Weinzelt nicht mehr, es wurde wohl in das Bierzelt (eher: Bierhalle, für Wertheimer: Main-Tauber-Halle) integriert. Also gingen wir dort rein. Was zu erwarten war: voll, kaum freie Bänke, schreckliche Volks-Blasmusik, ein Gewusel, laut. Wenn man seine eigenen Erwartungen an sowas so niedrig wie möglich herunterschrauben kann, wenn man von Haus aus Dorftrottel, Antenne-Bayern-HörerIn, jugendlicher Macho oder Trash-Girl ist, oder einfach schon vollgetankt, kann dort im Zelt sicherlich Spaß haben. Leute wie Karo, Babs und ich jedoch...eher nicht, auch wenn wir alle keine überheblichen Menschen sind. Nach einem Federweißer für jeden verließen wir auch schon wieder die sonderbare rustikale Szenerie.

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Zuflucht suchten wir dann zunächst am Gebratene-Mandeln-Stand, später im Bistro Ionis, die sich gerne In-Bar schimpft und nicht allzu spelunkig, aber auch nicht allzu versnobt herüberkommt. Karo, Oli/Horschdä und ich waren zu Schulzeiten oft hier, bei Babs war es wohl auch nicht anders.
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Dort fanden wir auch zum Glück angenehmere Plätze als noch im vollen Bierzelt. Einzig die House-Musik war sehr penetrant laut und die halbstarken Kids darin, die natürlich nur bis 12 dort bleiben durften, waren auch erschreckend in der Überzahl im Ionis. Weil ich sonst selten Gelegenheiten (wegen Geld, Begleitpersonen, etc.) habe, irgendwelche Sachen in Bars zu bestellen, nahm ich erst einen Whisky, den 12 Jahre alten Chivas Regal (erstaunlich untrüb) und dann einen Melon Sour, der atemberaubend gut schmeckt. Babs bestellte sich u.a. einmal einen Cosmopolitan, Karo Bier und einen Martini d'Oro. Betrunkenheitsskala: 3 von 10.

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Der Sonntag mit Karo am Tag der Deutschen Einheit und ohne Alkohol diesmal war noch schöner, weil ich nach all dem Umzugsstress den Tag frei hatte und ihr diesen voll und ganz widmen konnte. Außerdem war es frühsommerlich warm und dadurch eine geile Zeit. Ich beschränke mich beim Sonntag in meiner Ausführung mal auf das Wesentliche, weil der Tag entspannter. Wir waren zunächst so gegen Mittag im Da Barista, dem besten Café Wertheims, wo wir Kaffee tranken. Anschließend schlenderten wir durch die Stadt. Karo sah Wertheim durch die Rückkehr nach drei Jahren mit ganz anderen Augen. Vom ungeliebten Wertheim zur faszinierenden Stadt mit jüdischer Tradition, wodurch sie manchen Stationen fast wie eine Touristin begegnete. Am Nachmittag aßen wir dann zu Mittag. Wir aßen Pommes rot/weiß, den Klassiker, den es in einer Dönerbude im Angebot gab. Wir machten dann noch einen kurzen Abstecher in die Michaelismesse, aber dort blieben wir nicht lange. Wir saßen mal auf einer Bank am Tauber-Ufer oder mal vor einem Brunnen und unterhielten uns über alles Mögliche, z.B. über die zu der Zeit noch frische Trennung von Su. Am frühen Abend brachte ich sie dann zum Bahnhof und versprach ihr, sie in der kommenden Woche mal in Frankfurt zu besuchen...
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Mittwoch, 17. Februar 2010

Höllentage im Glück



Die letzten Tage (12. - 16. Februar 2010) meines langen Wochenendes waren ein Graus.

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Zunächst erstmal muss die Überschrift dieses Blogeintrags erklärt werden. Aaaalso:
Der Titel bezieht sich auf Mark Oliver Everetts tragikomischer Autobiografie "Glückstage in der Hölle" (link!). Everett ist eigentlich der Kopf der Band Eels und verarbeitet in seinem viel gelobten Buch, das weitaus harmloser auf Englisch "What the Grandchildren Should Know" heißt, sein bisheriges Leben, besonders die vielen tragischen Todesfälle in seiner Familie, die ihn auf dem Höhepunkt seiner ruhmreichen Karriere heimgesucht haben und ganz unmittelbar aufeinander folgten.
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Ich habe zwar in den letzten Tagen keinen Tod eines Familienmitglieds erfahren, doch konnte ich keine adäquatere Überschrift für mein missratenes Wochenende finden als die Umdeutung des Titels von Mark Oliver Everett. Man könnte mir jetzt natürlich Wichtigtuerei und Heulsusigkeit vorwerfen, aber das ist mir jetzt einfach mal egal. I don't give a fuck about all the opinions you have. Die Kommentare würde ich nicht lesen.

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Ich hatte mich schon zuvor vor diesem Wochenende gefürchtet, weil ja nicht nur der Valentinstag am allseits bekannten 14.02. stattfand, sondern unmittelbar darauf der Rosenmontag und der Fasnachts-Dienstag (15. und 16.02.) in diesem Jahr ihr Unheil suchen wollten. Während der V-Tag zum 22. Male wieder einmal Kummer hervorrufend vor Augen führte, wie erfolglos mein Liebesleben bisher gelaufen ist (Beziehungen: null), nervte mich das Brimborium des Faschings dank R-Tag und F-Nacht einfach nur.
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Diese Tage sind mit den "Höllentagen" gemeint, wohingegen "Glück" ausdrückt, dass der Zweck dieser Kommerztage ja eigentlich ist, in Zweisamkeit oder Mehrsamkeit ein Gefühl von Gemeinschaft und Optimismus zu zelebrieren. Das alles ist ja gut gemeint, aber was aus dem Tag der Liebenden und der Zeit der Jecken mittlerweile, also im Jahre 2010 geworden ist, stößt einem doch unangenehm auf, oder etwa nicht?

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Seit der fünften Klasse bin ich alles andere als ein Fan von Karneval / Fasching / Fasnacht / Fasnet. Das gezwungene Spaßhaben, die Kommerzialisierung von Verkleidung und Buntheit, welche sich eine ganze "fünfte Jahreszeit" lang erstreckt, also das Ausgeben von massig viel Geld, um im Kollektiv zu grölen, zu saufen, zu fressen, zu schunkeln und in die Ecke zu pissen, stinkt.
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Gegen diese kollektive Heuchlerei kommt nicht einmal der Valentinstag an, der weniger "in your face" ist, den ich selbst aber noch nie mit jemandem, mit einem Partner, ausleben konnte. Die 24 Stunden Rosa-Brillen-Feeling kenne ich nicht. Dumm, irgendwie. Aber so musste ich auch nie extra Geld ausgeben, um jemandem etwas zu schenken.

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Ich fuhr am Freitag heim und blieb bis heute Morgen (also bis Mittwoch) bei meinen Eltern. Ich blieb durchschnittlich länger dort als bei meinen Visiten zuvor. Einerseits musste ich für meine Mutter Bewerbungskram erledigen, ihr quasi beim Bewerben für einen neuen Job helfen, andererseits brauchte ich...ganz einfach Geld.
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Es gab nur wenige Höhepunkte, die es zwischen dem Freitag und dem Dienstag gab. Zum Einen wäre die am Freitag stattgefundene Premiere der neu restaurierten Fassung des visionären Stummfilmklassikers "Metropolis" aus dem Jahre 1927. Was an der arte-Liveschaltung (link!) zur Berlinale so besonders war, wo eben Metropolis 2.0. aufgeführt wurde, steht hier (link!). Supi war's!
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Dann wurde die erste Staffel von "Nip / Tuck" (link!) auf DVD zu Ende geschaut. Ich liebe diese US-Serie, sie ist so clever, so unterhaltsam, und vergisst auch nicht die Abgründe und tragischen Momente. Die zweite Staffel von "Nip / Tuck" muss bald her!

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Ansonsten war ich von der Online-Peripherie ziemlich abgeschnitten und konnte nur per Handy einen teuren Hauch WWW erleben. Auch nervten meine Eltern in gewisser Weise, noch mehr nervte aber die Einsamkeit in Kreuzwertheim. Dieses verschissene Großkaff hatte nichts zu bieten, außer eben den Rosenmontagsumzug zuletzt. Niemand, mit dem ich noch groß zu tun habe, wohnt dort noch. Auch auf dem anderen Ufer, in Wertheim nämlich, hätte ich lange suchen müssen.
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Die wenigen SMS-Dialoge waren auch nicht zufriedenstellend, weil ich den jeweiligen Dialogpartner mit meiner Jammertal-Stimmung früher oder später auf die Nerven gegangen war. Jemanden aus der Ferne daten wollte ich auch nicht, ich war einfach zu schlecht gelaunt. Und mit dem Auto meines Vaters herumzucruisen empfand ich wegen der winterlichen Witterungsverhältnisse als zu gefährlich.

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So war ich dann ziemlich faul und verkroch mich in meinem Zimmer. Ich schaute TV, obwohl das Fernsehen sich an jenen Feiertagen von seiner noch unerträglicheren Seite zeigte. Ich hörte die wenigen MP3s auf meinem Handy, aber die Alben von Corinne Bailey Rae und Yeasayer konnten meine Negativstimmung nicht dauerhaft begleiten oder sanft positivieren. Ansonsten schlief ich viel. Wann immer es ging.
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Ansonsten war ich kaum draußen, machte keine Spaziergänge, war nur dann in der frischen Luft, um mit meinen beiden Elternteilen getrennt einzukaufen (siehe Foto). Ganz toll. Die restliche Zeit las ich mich durch alte Musikzeitschriften oder aß etwas. Etwas? Hmm, naja. Ich hatte während der ungenutzten Tage leider wieder zu viel Ungesundes gegessen.

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Wie gut, dass heute alles Faschingmäßige endlich vorbei ist. Aschermittwoch, die Politiker haben ihren Senf dazugegeben. manch andere Leute haben auf diesen tagsüber gar verzichtet, wegen des Fastens natürlich. Viele, nur ich nicht, aßen Fisch oder kurierten ihren Kater (Schadenfreude!). Und nun bin ich endlich wieder in Würzburg. Hoffentlich vergehen in den nächsten Tagen Miss Melancholie und Misses Unzufriedenheit. Vielleicht werden sie dann einfach wieder für kurze Zeit von Alkohol fortgespült.
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Mittwoch, 7. Oktober 2009

Michaelismesse 2009 (03.Oktober 2009)



Die Gang zur Michaelismesse 2009, der Jahrmarkt schlechthin in Wertheim, war letzten Samstag einfach öde.

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Liegt vielleicht daran, dass ich zur Wertheimer Michaelismesse (link!) (2. bis 11.Oktober 2009) allein hingegangen bin. Niemand hatte mich eingeladen mitzukommen. Ich selbst konnte auch nichts organisieren, weil ich erst zufällig während der Freitags-Busfahrt (am 2.Oktober von Würzburg nach Wertheim) vom Gerede anderer fremder Leute davon erfahren habe. Ich wusste davon nichts und hatte auch vergessen, das die M-Messe - wie jedes Jahr - parallel zum Münchner Oktoberfest stattfindet.
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Es war bereits 23:00 Uhr, als ich dort ankam. Demnach waren die Gänge zwischen den Ständen und Attraktionen und Zelten nicht so überfüllt wie am Nachmittag oder am frühen Abend. Ich konnte mich nämlich nicht aufraffen, früher hinzugehen, weil ich den ganzen restlichen helligten Tag der Deutschen Einheit schläfrig war, da ich wiederum meinen Mangel an Schlaf an den Werktagen kompensiert hatte.
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Nur in der "Main-Tauber-Halle" war es zu der Zeit ziemlich voll - wie immer. Menschen auf den Bänken - wie immer. Lauter bierkrugbehangene Kellnerinnen - wie immer. Volksmusik - wie immer - grausig wie immer!
Im etwas kleineren Weinzelt hingegen war es hingegen erstaunlich leer. Ca. 20 Menschen waren darin, obwohl Platz für, äh, 130 oder mehr Leute gewesen wäre.


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Nostalgisch erinnere ich mich an die seligen Zeiten als Kind und als Jugendlicher, für den es das Größte war, auf die Michaelismesse zu gehen. Einfach, weil es in Wertheim und Umgebung und in Kreuzwertheim nicht viel gab, womit man sich die Zeit sonst vertreiben konnte. Im Jugendalter wurde erst vorgeglüht und dann ging es ab in die Menge, über die man vielleicht gelästert hat.
Irgendwann verflog der Reiz. Bzw. wurde die Auswahl an Leuten, mit denen man die M-Messe unsicher machen konnte, weniger.
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Noch ist die Michaelismesse nicht vorbei, noch könnte ich wieder nach Wertheim fahren und Freunde dafür einspannen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist jedoch niedrig. Verdammt, bin ich zynisch geworden!
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Dienstag, 22. September 2009

Die neue Kaufland-Filiale in Wertheim



Gestern war ich in dem neuen kürzlich eröffneten Wertheimer SB-Warenhaus von Kaufland.[Rechts im Bild]

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Für die Stadt Wertheim war es sicherlich eines der größten Bauprojekte seit dem Factory-Outlet-Center "Wertheim Village" (link!). Komisch übrigens, dass das "FOC", wie das Wertheimer Village unter den Einheimischen auch genannt wird, fast jeder Uni-Würzburg-Student kennt, obwohl viele nicht einmal aus dem Würzburger oder Wertheimer Raum kommen. Egal.
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Nach nicht mal einem Dreivierteljahr nach der Grundsteinlegung im November 2008 steht die Kaufland-Filiale (link!). Etwas später als ursprünglich geplant, war die Ersteröffnung des Laden am vorigen Donnerstag, dem 17. September 2009.
Ich denke, der Ansturm an den ersten Tagen war recht groß. Es war für Kleinstadtverhältnisse vermutlich ein ähnlich großer Ansturm gewesen wie bei der IKEA-Eröffnung in Würzburg (link!) im Juni. Die Erwartungen waren hoch, umso überraschender ist es, dass diese, wie ich es gestern Abend empfunden habe, zum großen Teil auch erfüllt wurden.
Denn ich würde ja so gerne meckern, aber es gibt wirklich nicht viel zu nörgeln.

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In dem auf Stelzen stehenden Riesenhaus über einer kostenlosen offenen Parkgarage gibt es neben sehr vielen Kaufland-Selbstbedienungs-Artikeln - davon vieles Food-Zeug - auch einen externen Bäcker, einen Zeitschriften-/Tabak-Laden und einen Billig-Frisör.
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Was auch überrascht, ist, wie wenig bis gar nicht man den vom Kaufland umgebenden Verkehrslärm mitbekommt, wenn man sich darin befindet. Gut gemacht! In der Nähe des Gebäudes befindet sich sowohl die gerade als halbe Baustelle geltende Odenwaldbrücke als auch die Bismarckstraße/L508, links im oberen Bild zu sehen. Und dann ist noch die Eisenbahnstrecke, an der das Kaufland fast grenzt.
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Der Supermarkt liegt schließlich auf ehemals unbebautem Ödgelände, also fast schon außerhalb Wertheims. Der Kern der Stadt Wertheim befindet sich weitaus südlicher davon. Auf der anderen Seite der Bismarckstraße gegenüber dem Kaufland befindet sich ein griechisches Restaurant, ansonsten steht der Riesen-Laden frei herum.
Etwas weiter entfernt befinden sich ein Fitness-Center, ein Autozubehör-Laden und eine Werkstatt. Außerdem existieren in direkter Nähe - wegen der Lage - eher wenige, unbeliebte und unglamouröse Wohnungen.

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Das Glamouröseste an der neuen Einkaufsattraktion im sonst so biederen Wertheim hingegen ist die in beide Fahrtrichtungen verlaufende Rolltreppe, die einen vom Erdgeschoss zu den Läden hinaufbefördert. Es gab zuvor keine Rolltreppen in irgendeinem Geschäft in Wertheim, soweit ich weiß.
Genauer gesagt, nennt sich diese im Fachsprech nicht Roll- oder Fahrtreppe, sondern Fahrsteig. Oder man nennt das Ding auch "Rollsteig", "Laufband", ("bewegter" oder "rollender Bürgersteig", WIKIPEDIA-link!). Das ist natürlich für gehandicapte Menschen eine willkommene Entlastung und Hilfe, aber auch für alle anderen eine komfortable Nebensache.
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Die einzigen zwei Sachen, die mich in den 20 Minuten des Besuchs störten, waren: Im Zeitschriftenladen gab es nicht viel Auswahl, jedoch viele 50plus-Frauenmagazine. Außerdem gibt es keine Einkaufskörbe als Alternative zum Einkaufswagen, was mich als Wenigeinkäufer generell oft in vielen Einkaufsgeschäften stört. Aber dieses Kaufland ist ja sowieso nicht darauf ausgelegt, dass man dort in der Schnelle wenig einkauft. Die Preise liegen zwischen dem Discounter-Niveau und dem von...was weiß ich, Kupsch. Also nicht so teuer, wie ich erwartet hätte.
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Auch sehr geil ist die Tatsache, dass die Filiale von Montag bis Samstag ab 7:00 Uhr morgens öffnet und erst um 22:00 Uhr schließt! Außer den paar Supermärkten und Discountern in und um Wertheim herum ist das einmalig (der REWE im Stadtteil Reinhardshof an manchen Tagen mal ausgenommen). Apropos: die Konkurrenz zittert jetzt schon (E-Center/EDEKA, Norma und Lidl in Wertheim-Bestenheid, REWE und Aldi in Kreuzwertheim, die kleinen Supermärktchen in Wertheim).
Und wenn man bedenkt, dass fast alle Geschäfte in der Wertheimer Altstadt bereits um 18:00 Uhr schließen, ist das schon ein Aspekt, der mit einer scheinbar zurückgebliebenen großen Kleinstadt nicht mehr sehr viel zu tun hat.

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QUELLEN / LINKS
Wertheim.de-Pressemitteilung
Flensburg-Online-Artikel (sic!)
FN-Web-Artikel
Main-Netz.de-Artikel nach dem Aufheben der EDEKA-Beschwerde
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JUSTMARRIED? --- IDON'TTHINKSO!


"JUSTMARRIED: Found on a Parking Spot in Wertheim"
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"JUSTMARRIED: Found on a Parking Spot in Wertheim - Negative"
[ (c) 2009 by SR / Sray (both photos) ]
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Freitag, 18. September 2009

Augesetzter Monitor


"Ausgesetzter Monitor in Wertheim vor einem Supermarkt"
[ (c) 2009 by SR / Sray ]
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Mittwoch, 20. Mai 2009

Gebrechlich...



"Broken Exterior Rear-View Mirror, Camera Phone & Myself"
(c) May 2009 by Sray / SR

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Irgendwo auf dem "Parkplatz Tauber" (link!) in Wertheim gefunden.
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Dienstag, 12. Mai 2009

Ein neuer Asia-Shop. In Wertheim!!!



Nun, ich kann mich nicht erinnern, dass es in meinem Geburts- und Schulort Wertheim (link!) jemals einen Laden für asiatisches Zeugs gab (Lebensmittel, Essstäbchen und so).
Ich muss mich korrigieren: wohlgemerkt einen Laden für ost- (z.B. China, Korea, Japan) , süd- (z.B. Indien, Pakistan) und südostasiatische (z.B. Thailand, Vietnam) Spezialitäten.
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Denn Sachen, die aus Russland (und natürlich den Staaten, die ehemals der Sowjetunion angehörten), aus der Türkei oder dem Nahen Osten importiert werden, sind ja in gewisser Weise auch asiatische Sachen, bloß haben die ihre eigenen Geschäfte und diese, ausgenommen jene explizit für Nahost-Leckereien, existieren im Gegensatz zu den sogenannten Asia-Märkten (link!) schon seit längerer Zeit in "Werdde".
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Hätten wir den Begriff "Asia-Shop" also schon mal geklärt. Warum ein Asia-Shop aber so außergewöhnlich ist für Wertheim?
Weil Wertheim erstens eine Kleinstadt mit etwas mehr als 20.000 Einwohnern ist, auch wenn Wertheim sich Große Kreisstadt (link!) schimpfen kann, was größenwahnsinniger klingt als es ist.
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Und weil zweitens MigrantInnen aus ost-, süd- und südostasiatischen Staaten in der Minderheit aller "Minderheiten" sind, sind Türkisch-, Italienisch- und Russischstämmige im Vergleich ja auch hier in Wertheim von der Stadtbevölkerung weitaus zahlreicher vertreten. Was sich auf die Anzahl der Lebensmittelgeschäfte auswirkt.

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Jedenfalls ist mir letztes Wochenende, als ich wieder zu meinen Eltern gefahren bin, dieser Asia-Shop aufgefallen. Zuvor war er mir nie aufgefallen. So war ich dann auch mit meinem Dad in dem Laden, weil er Chilischoten brauchte. Mir ist dann aufgefallen, dass die Ladenbesitzerin und Verkäuferin dort zugleich eine gute Bekannte unserer Familie ist.
Ursprünglich wie ihr Mann aus Vietnam stammend, kennt sie meinen Vater schon lange. Dementsprechend kennt sie mich auch schon, seit ich klein bin. Und ihre zwei Söhne kenne ich natürlich auch. Klar, SüdostasiatInnen müssen zusammenhalten...oder so. *gg*
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Nachdem es seit langer Zeit das chinesische Restaurant "Chan" in Wertheim gibt und nachdem die vorhin erwähnte vietnamesische Familie vor ein paar Jahren ein thailändisch-vietnamesisches Restaurant eröffnet hatte (ich muss gestehen, ich war in diesem Restaurant noch kein einziges Mal!), gibt es jetzt also endlich den ersten Asia-Shop in Wertheim.

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Das finde ich gut, denn schon seit Jahren kochen ja die Deutschen, wie sie gerne zugeben, gerne asiatisch, was auch immer sie mit "asiatisch" auszudrücken vermögen.
Um Gerichte aus seiner Heimat zu kochen, musste mein Vater bisher immer nach Würzburg fahren, wo es ja dort mittlerweile mindestens drei davon gibt. Oder auf laotische Bekannte aus Mannheim oder Wiesbaden warten, die uns mal in Kreuzwertheim besuchen kommen, was gelegentlich bis selten vorkommt. Oder er musste sich mit dem eher spartanischen Angebot in den schmalen Regalen der Supermärkte und Discounter geschlagen geben. Die Ladengründung war also längst überfällig!
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Freitag, 17. April 2009

Klein Sray und die Unterstufe (5. - 7.Klasse)



Kommen wir zur Gymnasialzeit. Eine extrem prägende und aufregende Zeit! Sie erstreckt sich von der 5. bis zur 13.Klasse bei mir, da ich auf einem baden-württembergischen Gymnasium war.
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Vor meinem Entschluss, auf das „Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium“ in Wertheim zu gehen, hatte ich zwei Möglichkeiten zur Auswahl gehabt. Welche der zwei sollte meine zukünftige Schule werden? Es gab zum einen das „Balthasar-Neumann-Gymnasium“ in Marktheidenfeld (link!), was ein bayerisches ist, und eben die BaWü-Version in Wertheim (link!).
Letztendlich entschied ich mich gegen das Gymnasium in Marktheidenfeld, weil diese Mini-Kleinstadt (kleiner als Wertheim) erstens knapp 15km von Kreuzwertheim entfernt war und ich dadurch eine weite Busfahrstrecke jeden Tag in Kauf genommen hätte. Zweitens wusste ich durch Hörensagen, dass bayerische Schulen insgesamt strenger und schwieriger waren und immer noch sind. Aus Angst, damit nicht klarzukommen, entschied ich mich für das „DBG“ in Wertheim.
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Als Fünftklässler wurden wir auch Sextaner genannt. In diesem ersten Schuljahr der weiterführende Schule des sekundären Bildungsbereichs, die zur Hochschulreife führt (link!), lernten wir eine erste Fremdsprache. Es gab Latein und es gab Englisch. Ich entschied mich für zweiteres, weil ich Latein als ein langweiliges und unlustiges Sprachenfach empfand. Später sollte sich herausstellen, dass ich das doch erlernen musste (link!). Englisch sollte dann das Fach sein, dass ich bis zum Abitur gehabt hatte. Durch die Sprachenwahl wurden dann die Klassen aufgeteilt.
Es gab die "5a" mit allen „Lateinern“ und die Klassen 5b, 5c, in der ich war, und die 5d.
Im Fach Englisch war ich in den ersten zwei Jahren sehr gut, was vielleicht auch an meinem Lehrer lag, der tatsächlich Herr Hund hieß und mich zudem scheinbar mochte und der sich während Stillarbeiten tatsächlich dem Stricken widmete.
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Während es in der Grundschule (1.-4.Klasse) noch Förderunterricht für diejenigen SchülerInnen gab, die weder katholisch noch evangelisch waren, gab es für die Konfessionlosen und Andersreligiösen wie meine Wenigkeit…nichts. Zumindest bis zur 8.Klasse gab es dann Freistunden, während die anderen ihren Religionsunterricht hatten.
Die Freistunden waren für mich eigentlich eine meist angenehme Zeit, manchmal aber auch eher langweilig, weil nur wenige MitschülerInnen auch kein „Reli“ hatten. Ab der 9.Klasse gab es dann das Fach „Ethik“.
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In der 5.Klasse gab es das erste Mal für mich die Schulfächer „Biologie“ und „Erdkunde“ (Geographie). Bis zur siebten Klasse hatte ich denselben Klassenlehrer gehabt: Herr Weinmann, ein sehr gutmütiger Lehrer, der nach den drei Schuljahren den Wohnort und demnach auch seinen Arbeitsplatz wechselte. Ich stand auf unseren Vize-Klassenlehrer Herr Lieb, der unser Deutsch- und Sportlehrer war.
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Auch schnupperte ich in der 5.Klasse das erste Mal Schulchor-Luft. Ich war im „Unterstufen-Chor“ allerdings dort nur ein Schuljahr lang, und wir sangen u.a. Stücke aus der Musicalfassung von „A Christmas Carol“ (link!) von Charles Dickens (glaub ich), wo es ja um einen Weihnachtshasser geht, der von Geistern heimgesucht wird (siehe „Die Geister, die ich rief“). Eine spaßige Angelegenheit!
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Was noch ab der 5.Klasse neu war: Ich interessierte mich mehr für Jungs als zuvor, aber natürlich wusste das zu der Zeit keiner so richtig. Ich sammelte Blockblätter von Diddl (link!) – sehr peinlich. Und ich hatte am Ende der 5.Klasse meinen Stimmbruch. Die Sache mit dem Stimmbruch war etwas, was mich dann seitdem sehr verunsichert hatte und die Zeit in der sechsten Klasse schwierig gestalten ließ.
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Die sechste Klasse stellte, das kann man schon sagen, den seelischen Tiefpunkt in der ganzen Schullaufbahn dar. Wegen des Stimmbruchs wusste ich nicht, wie meine Stimme auf andere wirkte, sie klang von meinem Standpunkt aus täglich oder zu jeder Situation anders, was ich damals für anormal hielt. Dies macht mich unsicher.
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Auch saß ich, was neu und ungewohnt war, das erste Mal ganz alleine im Klassenzimmer an einer Bank. Damals fragte ich mich sehr, warum das so war, und ob mich keiner leiden würde. Im zweiten Halbjahr kam zwar eine neue Mitschülerin, die sich dann natürlich neben mich saß, weil es der einzige freie Platz war, aber mit ihr redete ich nicht viel.
Und im Sommer trug ich, außer vielleicht im Sport, kein einziges Mal in der Schule Ärmelloses, sondern hatte immer einen Pulli an. Ich weiß aus heutiger Sicht überhaupt nicht mehr, was der Grund dafür war. Ich hatte zwar Kontakt zu den anderen Mitschülern, eher zu den Jungs, aber war ein introvertiertes Wrack.

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Angenehmer war dann die eine Woche, in der wir nach Österreich fuhren, ganz nah bei der Tourismusgemeinde Ramsau am Dachstein (link!). Wir fuhren ins Skilandheim (Schullandheim im Skigebiet) und fuhren dann eine Woche lang auf Langlaufskieren. Mal fuhren wir in Loipen (link!), mal auf der freien Schneefläche, was mir nicht immer gelang. Ich war nicht wirklich gut, eher langsam. Durch die 1-wöchige Fahrt lernte ich auch das erste Mal den Almdudler (link!) kennen. Ein sehr leckeres Getränk!
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Die Zeit in der siebten Klasse hingegen war eine weitaus schönere Zeit.
Es kam zum einen das Fach „Geschichte“ neu zu unserem Stundenplan hinzu. Zum anderen mussten wir uns eine zweite Fremdsprache aussuchen. Heutzutage ist es im Zuge der Einführung von "G8" (das Abitur nach zwölf Jahren statt nach dreizehn Jahren, link!) so, dass die Fremdsprache Nr.2 schon in der 6.Klasse gelehrt wird, aber wir als G9-SchülerInnen damals eben erst ab der 7.Klasse. Ich hätte wieder die Möglichkeit gehabt, Latein zu wählen. Aber nein, ich wollte lieber die Sprache Französisch zu meiner zweiten Fremdsprache machen.
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Und noch mehr gefiel es mir, WER mein Banknachbar war: es war ein gewisser Andy, der in der Klasse sehr beliebt war und in den ich mich nach kurzer Zeit ziemlich verliebt hatte.Für ihn empfand ich dann drei Jahre lang unerwiderte Liebe. Bis heute habe ich ihm diese Verliebtheit nicht gestanden. Ich hatte ihn...sehr gerne.
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Mittwoch, 15. April 2009

Klein Sray und die Eltern



Derzeit ist die Woche der Nostalgie. Das heißt, es dreht sich in dieser Woche alles um das Bisherige in meinem Leben. Ich erzähle ein bisschen mehr über mich als sonst, weil in dieser Woche nicht viel Neues passieren wird, wohl erst in der nächsten Woche, wenn die Vorlesungszeit wieder beginnt. Bis dahin gibt es so gewisse Erzählungen über meine Vergangenheit...
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Die Eltern und die ersten Lebensjahre. Also der Ursprung des ganzen. Vor vielen vielen Jahren begegneten sich mein Vater und meine Mutter irgendwo in Deutschland und irgendwann in den 80ern. Leider habe ich nie nachgefragt, wie sie sich kennengelernt haben. Was ich nur weiß ist, dass beide in Laos geboren wurden, einem Binnenstaat in Südostasien. Meine Mutter in Vientiane, der Hauptstadt Laos, mein Vater in Savannakhet, einem kleineren Ort. Dann wurde es für beide schwierig, in Laos zu bleiben, da einerseits die USA mit dem Land Krieg führte (Fliegerangriff von 1964 bis 1973), andererseits drangen die nicht minder brutal vorgehenden Roten Khmer ebenfalls in das Land.
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Beide mussten fliehen, was besonders für meinen Vater ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang darstellte. Er musste vieles zurücklassen, Dokumente und Andenken. Seine Eltern hingegen nicht, da sie, als er noch ganz jung war, beide starben. Mein Vater gelang mit seinem älteren Bruder als junger Mann dann in den 70ern nach West-Deutschland, besser gesagt, nach Wertheim, und konnte sich gut in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt integrieren.
Meine Mutter floh zu einer ähnlichen Zeit mit ihrer Mutter und ihrer Schwester nach Belgien in den wallonischen (frankophonen) Teil, wo sie, im Gegensatz zu meinem Vater, noch eine europäische Schule besuchte und dadurch eben auch Französisch und die Gepflogenheiten Belgiens erlernte/kennenlernte.
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Ich weiß nicht, was meine Mutter dazu bewegte, hier her zu kommen, während ihre Mutter und ihre Schwester in Belgien blieben. Sie fanden sich, wie gesagt, in Deutschland. Sie verliebten sich und heirateten, während meine Mutter bereits mit mir hochschwanger war. Mein Vater verließ den eher rauen Wertheimer Stadtteil Wartberg (Baden-Württemberg) und fand eine größere Wohnung in dem Großkaff Kreuzwertheim (Bayern), das ruhiger und bürgerlicher daherkam. Eine bessere Gegend für mich, dachten sie wahrscheinlich. Außerdem war Wertheim, die nächstgrößere Stadt, auch nur 1km davon entfernt und bloß auf der anderen Seite des Mains.
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Meine Mutter stürzte (ich weiß nicht, auf welche Weise, und wie es dazu kommen konnte) irgendwann während der Schwangerschaft mitten auf dem Marktplatz in Wertheim. Bauchlängs. Ich wurde zwei Wochen zu früh geboren. Ein Kaiserschnitt war zusätzlich nötig gewesen und so wurde ich bereits Anfang September, und nicht in der Mitte des Monats auf die Welt gebracht. Als Frühchen gelang ich in eine Art Brutkasten, um das ungewöhnlich magere Gewicht von 2000g zu überwinden. Sonstige Komplikationen gab es aber zum Glück nicht...ich entwickelte mich trotz Frühgeburt normal, ohne schwerwiegende Krankheiten oder so...puh!

Mittwoch, 18. März 2009

Trouble! Wo ist meine Bankkarte?!


[Das habe ich selbst designt...]

Ach, waren das zwei nervenaufreibende Tage! Gemeint ist der gestrige Dienstag und der vorgestrige Montag.

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Nachdem ich Montag Morgen um 06:40 Uhr vom Wertheimer Busbahnhof aus (von Kreuzwertheim kann man leider nicht nach WÜ) wieder in die Stadt des Studiums fahren wollte und dann auch in Würzburg ankam, wollte ich etwas Geld abheben. Denn in meinem Geldbeutel hatte ich nur etwas über fünf Euro übrig. Ging in die nächste Filiale meiner Bank und wollte gerade mein Portemonnaie öffnen. Und dann...shit!!! Wo ist meine Bankkarte?

Wo? Wo? Wooooo??? Ich ging wieder aus der Bank heraus und ließ mir nicht anmerken, dass ich einen Riesen-Nervositätsschub bekam: Geldsorgen, Zeitverlust, Angst, man könnte meine Bank-/EC-/Girokarte geklaut haben. Und sofort überlegte ich, wie immer bei solchen Problemen, mir mehrere Strategien die beinhalteten, was ich als Nächstes tun könnte.

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Ich beschloss, nicht am Montag, kurz nachdem es passierte, wieder heimzufahren, sondern erst am Dienstag. Wollte am Montag erst mich durch Latein etwas ablenken und früher als am Sonntag (Schlafprobleme) ins Wohnheim-Bett. Darin schlief ich dann gute zwölf Stunden (mit kleinen Unterbrechungen).

Nein, am Montag noch nicht. Am Dienstag Nachmittag aber ging es mit einer Tageskarte demnach außerplanmäßig nach Wertheim und daraufhin zu Fuß nach Kreuzwertheim (Elternwohnhort, 1km entfernt). Ich suchte erstmal daheim in meinem Jugendzimmer. Nichts. Also bestätigte sich mein erster Verdacht, die Karte könnte dort herausgefallen sein und auf dem Fußboden liegen, nicht.

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Ich nahm, nachdem mein Vater und meine führerscheinlose Mutter, die er meist abholt, von der Arbeit heimkamen, das Auto und fuhr kurz vor 17:00Uhr in die Wertheimer Filiale meiner Bank.

Zweiter Verdacht: als ich dort am Sonntag Abend vor meiner Abreise Geld einzahlen wollte, muss ich währenddessen wohl meine Bankkarte irgendwo vergessen oder verloren haben. Ich wusste es nicht mehr genau. Kurz vor Ladenschluss betrat ich also die Bank und fragte eine Angestellte um Rat.

Um es kurz zu machen: nach fünf Minuten kamen sie und ich darauf, dass ich die Bankkarte, nachdem sie aus dem Geldautomaten wieder rausflutschte, wohl im Schlitz vergessen habe. Sie betrat kurz einen Just-for-Mitarbeiter-Raum, wo die hinteren Abschnitte der Automaten, sich befanden. Und fand irgendwo in dem riesigen Automaten-Hinterteil genau meine Karte wieder! Zweiter Verdacht bestätigt, ich habe meine Bankkarte wieder!

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Eine Stunde später fuhr ich dann per Bus und Tageskarte auch wieder nach Würzburg...was für ein Glückstag!

Montag, 16. März 2009

Photo Shoot: The Drier Spots of Wertheim


"Verdorrte Mauer-Träubchen"
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"No Reklame Anymore #1"
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"No Reklame Anymore #2"
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"Oben Finanzen - Unten Kunst"
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(c) 2009 by Sray / SR (all pictures)

Photo Shoot: Wet Wet Wertheim


"Blick auf den überfluteten 'Main-Parkplatz' von der Tiefgarage aus"
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"Sperrzone #1"
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"Sperrzone #2"
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"Sperrzone #3"
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"Der überflutete 'Main-Parkplatz' #1"
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"Der überflutete 'Main-Parkplatz' #2"
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"Der überflutete 'Main-Parkplatz' #3"
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"Der überflutete 'Main-Parkplatz' #4"
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Die ganze letzte Woche war es anscheinend nicht nur in Würzburg durchgehend regnerisch. Auch in Wertheim regnete es.

Und weil mein Geburts- und Schulort Wertheim im Gegensatz zu meinem Aufwachsort Kreuzwertheim nicht über eine Mauer und nicht über höher gelegene Wohnbereiche verfügt (siehe anderes Ufer), bekommt zunächst der sehr nah am Wasser gebaute flache "Main-Parkplatz", der zugleich auch der Hafen Wertheims ist, alles ab. Und wenn es sehr sehr stark und lange regnet, kann es schon mal vorkommen, dass die Altstadt, unweit vom Parkplatz entfernt, überflutet wird. So schlimm wurde es aber in diesem Jahr nicht.

Wertheim - nicht nur für Glaskunst und für die Village-Version davon (Wertheim Village) bekannt, sondern auch für Hochwasser!

(c) 2009 by Sray / SR (all pictures)

Dienstag, 20. Januar 2009

Frozen River



Die Tauber (link!), die als Nebenfluss bei Wertheim (link!) in den größeren Fluss Main mündet, war letztes Wochenende teilweise zugefroren. Diesen eher selten vorkommenden Aggregatszustand des Gewässers haben ein paar wagemutige Kinder oder Jugendliche (ja würden etwa Erwachsene auf solche Ideen kommen?!) ausgenutzt. Jene sind an den paar Ufertreppchen heruntergestiegen und haben auf den großen Eisschichten ihre Botschaften verewigt.

Da es Abend war, musste ich das Foto lange belichten. Da aber trotz der Tageszeit noch ein paar Passanten über die Tauberbrücke herumschwirrten, hatte ich mich beim Bildermachen etwas gestört gefühlt und konnte nicht mehr als ein mäßig-gutes Foto schießen. Obwohl auf beiden Seiten der Brücke viel mehr zu sehen war, auch nettere Grüße und Smileys...

Das Schifffahrtsproblem der Vereisung hat auch an manchen Stellen der Main:
http://www.fnweb.de/service/archiv/artikel/675586055.html

Montag, 29. Dezember 2008

Back to 100%!



Tja, laut dict.cc (link!) sagt man das umgangssprachlich für "wieder voll da". ;)

Tja: Herzlich Willkommen zurück zu "Croak for me!" mit meinem ersten Blogeintrag seit der ... öhm, naja ... unangekündigten und X-Mas-bedingten Schreibpause. Fünf Tage nichts Neues hier zu lesen, das ist schon ein ungewöhnlich langer Zeitraum für euch gewesen, oder? Naja, und bevor ich weiterhin den Eintrag hier mit lauter "najas" und "tjas" zumülle...erzähle ich lieber etwas. *gg*

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Die letzten Tage hatte ich in Kreuzwertheim bei meinen Eltern verbracht. Und es gab:
-> kein großes Weihnachtsfest,
-> somit auch nicht viel viel mehr schwer im Magen liegendes Essen als sonst,
-> nicht viele, aber schöne nützliche Geschenke,
-> viel Schlaf,
-> wenig Lern-/Lese-Motivation,
-> nicht viel Interessantes im TV,
-> bis Samstag wie gewohnt keinen Internetzugang bei meinen Eltis,
-> am Samstag Abend im Maxi-Autohof in Wertheim-Bettingen (link!) dann aber doch kurz Web-Zugang, nämlich in so Internet-Kugeln (siehe Schnellskizze oben!), in die man sich hineinsetzen kann und doppelt so viel zahlt wie in einem normalen I-Café: 4 Euro in Münzen pro Stunde: Arrgh! Und wo sind die USB-Anschlüsse gewesen?

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In den nächsten Tagen werde ich in Würzburg in das neue Jahr "reinfeiern". Mit meinen Leuten, die noch während dieser freien Tage in WÜ übrig bleiben. Und a)...deren Eltern entweder sowieso in Würzburg leben, die b)...nicht zu den Papa-/Mama-Orten über Weihnachten gefahren sind oder c)...für den Rutsch ins neue Jahr extra in ihre Uni-Stadt fahren, um hier in WÜ zu feiern.

Also: macht euch auf einen hohen Betrunkenheitsgrad bei mir in ein paar Tagen gefasst! :D

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Von Rentier-Frauen und französischen Nikoläusen



Blog-Eintrag Nr.333!!!

Letzten Samstag fuhr ich per Zug mit meiner Mutter nach Aschaffenburg (WER HAT HIER WAS VON "MUTTERSÖHNCHEN" GEMURMELT?! *gg*). Im Einkaufskomplex "City Galerie" (link!) kaufte ich im H&M (link!) neue Anziehsachen, aß im "Hong Kong" Wok-Nudeln mit Ei und Sojabohnen und holte mir nach laaanger langer Zeit in der "Galeria Kaufhof" (link!) wieder einen Tischtennisschläger + -Bälle (so ein Schläger befand sich das letzte Mal wohl im Alter von 10 Jahren in meiner Kinderkommode) .

Im letzten Samstag-Zug von Aschaffenburg nach Wertheim (ca. 50km Distanz, von WÜ nach AB sind es etwas über 80km) wurde es dann aber abends richtig voll. Ich schätze mal, es lag u.a. daran, dass eine ganze Horde französischsprechender 14-Jähriger (weiblicher und männlicher Spezies), die inklusive Lehreranhang befördert werden wollte. Wohl entweder Belgier oder Franzosen. Diese saßen schon drinnen und waren wohlgemerkt laut. Klarer Fall von Schüleraustausch! Und alle, wirklich alle trugen Nikolausmützen!

Meine Mutter die ganze Zeit: "Na, verstehst du, was die da sagen?" Und ich etwas genervt so: "Ja, wen von den 20 Leuten meinst du eigentlich?"

Wenig später kamen nach uns sechs bis acht Frauen in den Zug hereinspaziert. Sie waren sehr unterschiedlich alt, so zwischen 20 und 35 Jahre alt Eine hatte sogar ein gummibootrotes Säckchen und eine andere einen Korb mit Sachen in den Händen. Und die hatten auch etwas gemeinsam: statt Mützen trugen sie rostrote Haarreife mit Rentiergeweih-Besatz. Und waren erstaunlich gut gelaunt. Und laut. Und dem Anschein nach feierten sie wohl Junggesellinnen-Abscheid.

Zwei Welten prallten da im Zug aufeinander. Denn ich sah, wie zwei der Abschiedfeiernden, die keinen Sitzplatz mehr bekamen, die ausländischen Gäste befragten. Nach Unterkunft, Weihnachtstraditionen, Wörtern auf Französisch, Verweildauer in D-Land, et cetera et cetera. Etwas peinlich kam das dann aber herüber.

Mitten auf der Strecke von meiner Mutter und mir stiegen die zwei Gruppen von Menschen dann aus. An unterschiedlichen Orten. Und auf einmal wurde es dann erstaunlich ruhig...

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Montag, 1. Dezember 2008

Total uninteressante Einkaufs-Ausbeute vom Wochenende...



In Wertheim und von Wertheim aus gekauft:
1) "Stabilo (R) 's move easy" (link!) (Füllerähnlicher ergonomischer Rollerball mit königsblauer Tinte, der eigentlich eher für SchülerInnen konzipiert worden ist, aber auch für StudentInnen sehr empfehlenswert ist; natürlich die Linkshänderversion gekauft; mittlerweile der inoffizielle Nachfolger des "LAMY abc" (ein LAMY-Füller aus Ahornholz und Plastik, den ich selber vor 14 Jahren geschenkt bekommen habe!!!; link!) bei Erstklässlern!)

2) "Edding (R) 3000 - permanent marker" (So etwas verliert man ja immer viel zu schnell!)

3) Fast komplettes Nähzeug für den Schnäppchenpreis von nur 1 Euro

4) Ebenso günstig gewesen: Schuhspanner

5)
"Memory Stick M2"-Speicherkarte von Sandisk mit 4GB Speicher für mein Sony-Ericsson-Handy (über Amazon.de (link!) bestellt)

6) Ach so sündige weiße Schokolade (im Gegensatz zu dunkler ist in weißer Schoki keine Kakaomasse mehr vorhanden; link!) und ach so feinschmeckerische 85%-ige Bitterschokolade

7) Winterlicher Rotbusch-Tee (Ja, ich hab in der Zeichnung die Klammer nach der "7" vergessen!)

8) Knusper-Müsli

9) Oreo-Kekse (Amerikanische Kult-Kekse; link!)

Donnerstag, 27. November 2008

C'est Wertheim!


Baustelle: Hier soll angeblich in einem Monat eine kleine Brücke fertig gebaut werden, die von einer anderen Brücke, der "Alten Brücke" nämlich (auf welcher der Fotograf zu diesem Zeitpunkt steht), zur oberen Ebene Wertheims führen soll. Von dort aus würde man schneller zum noblen Stadtteil Hofgarten gelangen.



Allerdings wurden die Fotos am 23.11.08 gemacht. Und wie es aussieht, werden die Leute wohl noch mehr Zeit bis zum Bauziel brauchen. Tz...



Oben links ist die Wertheimer Burg zu sehen, das Wahrzeichen der Kleinstadt, in der ich geboren worden bin. Dann Wohnhäuser, aus der Parkplatzperspektive. Denn auf der anderen Seite befindet sich schon die Altstadt. Und das Ding in der Mitte des Bildes ist die Rückseite einer Stadtkarte für Wertheim. Vergangenheit und Gegenwart treffen aufeinander.



Und jetzt ist schon Abend. Und Schnee fiel wieder. Und mein Atem ist zu sehen. Hier ebenfalls im Bild: eine Anzeige, mit der der nicht im Bild auffindbare kleine Laden für Holzzuschnitte und Produkte wie Türen, PVC, etc. wirbt.


Und hier haben wir eine andere Brücke: die "Spessartbrücke", oder inoffiziell auch "Neue Brücke" genannt. Darunter der Main. Und der Fotograf überquert sie gerade, um von Wertheim nach Kreuzwertheim zu gelangen.