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Freitag, 29. Januar 2010

Wörter der 4.Woche (25. - 31.01.10)



Immer noch neu: Die Wörter des Tages vom 25. bis zum 31.01.2010.

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Jeden Tag gibt es ein Wort des Tages. Dieses Wort ist eines, das ich durch Lesen oder Hören mehr oder weniger zufällig aufgeschnappt und von dem ich zuvor noch nie gehört habe und das womöglich interessant, dämlich, lustig oder nerdig, ein englisches oder ein deutsches sein kann.
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Zusammengefasst werden die letzten Wörter des Tages zu den Blog-Posts der Wörter der Woche.

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25. Januar
"Postdemokratie"
[Wieder einmal wurde in der BRD-Vorlesung ein Wort aufgeschnappt, dass ich mir trotz seiner Griffigkeit recht neu, aber gleichzeitig recht logisch erschien: Postdemokratie (link!). Den Zusammenhang mit der Sitzung weiß ich nicht mehr, soll aber auf jeden Fall NICHT die Betriebs- und Personalstruktur der Deutschen Post beschreiben. Wikipedia (link!) sagt:
"Postdemokratie bezeichnet ein politisches System, in dem es nicht auf die Beteiligung der Bürger (als Input gesehen), sondern nur auf Ergebnisse ankommt, die dem Allgemeinwohl dienen und dem Kriterium der Verteilungsgerechtigkeit genügen (Outputorientierung). In Bezug auf kollektiv verbindliche Entscheidungen wird dabei demokratischen Verfahren nur instrumentelle Bedeutung zugemessen. Sie erscheinen nützlich, wenn und insofern Mehrheitsentscheidungen oder demokratisch kontrollierte hierarchische Entscheidungen geeignet sind, allgemeinwohlorientierte Politik hervorzubringen." Den Begriff prägte der Professor Colin Crouch (link!). Siehe auch den Artikel "Die Wahl der Wahl" (link!) von Georg Seeßlen, welchen er am 24.09.2009, also ein paar Tage vor der Bundestagswahl, veröffentlichte. ]
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26. Januar
"Schneeigel"
[Es gibt den Käseigel (link!), es gibt den sogenannten Schuhigel (link!) und es gibt den Schneeigel. Diesen Begriff prägte "Daisy usw.", als sie an diesem Tag draußen vor der Uni rauchte. Sie bezeichnete den am Eingang platzierten doppelkegelförmigen Standascher (link!) als Schneeigel, weil auf der Ausdrück-Platte dieses Outdoor-Aschenbechers ein weißer Hügel voller Schnee lag, welcher von lauter Zigarettenstummeln durchstochen wurde. Sehr treffend! ]
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27. Januar
"Weinwand"
["Herr Leo", "Frau Isa" und ich schauten uns die tolle 3sat-Sendung "Kulturzeit" (Nomen est omen!). Leo erwähnte zuvor, dass er an jenem 27.Januar sich bereits oft versprochen hatte. Er hatte ob seiner vielen Sprachfehler seinen als Arzt seienden Bruder, der auch kurz in Leos Appartment zu Besuch war, zum Scherz gefragt, ob er schon bereit sei für das Sicheinweisenlassen in die Nervenklinik: "Phonotik" statt Phonetik, "Kollag's" statt Kellog's, usw.. Dann erschien auf dem TV-Bildschirm die Kulturzeit (link!)-Moderatorin Cécile Schortmann (link!), die immer ein wenig aussieht wie Lois Griffin (link!). Sie sagte bei der Ankündigung des Beitrags zur Guy-Ritchie-Neuverfilmung von "Sherlock Holmes" nicht "auf der Leinwand", sondern "auf der Weinwand". Hahaha!]
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28. Januar
"Wonky Pop"
[Am 28. Januar wurde die arte-Sendung "Tracks" (link!) gesehen, welche seit über zehn Jahren über popkulturelle und besonders subkulturelle Phänomene berichtet. Musik, Kultur, Trash, Bewegungen und Gegenbewegungen. Eines der Berichte dieser 50-minütigen Sendung befasste sich mit dem sogenannten Wonky Pop (Reportage von Sophie Peyrard, link!). Wonky Pop ist zwar nur eine Semi-Musikrichtung aus dem UK, bezeichnet oberflächlich, aber ganz plausibel, den von vielen KünstlerInnen eingeschlagenen dritten Weg zwischen öde gewordener, im Radio gleichgeschalteter Charts-Popmusik und dem teilweise zum Mainstream konvertierten Indie-Rock, entweder massentauglich durch Kaiser Chiefs und The Kooks vertreten, oder auch weitaus undergroundiger und konservativer im Sinne von "Lasst euch bloß nicht mit den Plattenfirmen ein!".
Die Wonky Popper hingegen, manche von ihnen sind gar nicht mal so unbekannt, lauten unter anderem: La Roux, Little Boots, Dan Black, Ebony Bones!, VV Brown und The Cocknbullkid. Quasi "wackeliger Pop", so die Übersetzung ins Deutsche, aufregender, etwas experimenteller Pop mit Störungsgeräuschen und Seele. Wikipedia formuliert es hingegen so (link!).]
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29. Januar
"Bizutage"
[Aufgrund des Nachschlagens von "hazing" (WIKIPEDIA-link!), auf das ich wegen des Nachtrags zu "Teabagging" als einer der Wörter der 3. Woche (link!) hängen geblieben war, landete ich auf der deutschsprachigen Seite von WIKIPEDIA (link!). Anscheinend übersetzt man "hazing" so ins Deutsche: Nämlich mit dem aus dem Französischen stammenden Begriff "Bizutage":
"Unter Bizutage [bizytaʒ] versteht man in Frankreich und den frankophonen Ländern lokal unterschiedlich ausgestaltete Initiationsriten im Ober- und Hochschulmilieu, die bis in die jüngste Vergangenheit häufig die Grenze zur Misshandlung, Demütigung oder manchmal zur Schutzgelderpressung überschritten haben."]
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30. Januar
"Thusnelda"
[Während des stressigen Umzugs von Su und Karo fiel das Wort "Thusnelda". Die Mutter von "Su aka Susi" nahm das in den Mund, was so weird klang, das es haften blieb. Auf WIKIPEDIA (link!) nachgeschaut, steht dort: "Thusnelda († nach dem 26. Mai 17) war eine Tochter des Cheruskerfürsten Segestes und die Gemahlin des Cheruskerfürsten Arminius.
Arminius markierte als Sieger der Schlacht im Teutoburger Wald (9 n. Chr.) einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der Auseinandersetzungen zwischen den Germanen und dem römischen Reich. Von ihrem Vater bereits einem anderen Mann versprochen, aber von Arminius entführt, wurde Thusnelda seine Frau. [...]
Von Thusnelda leitet sich auch das heute zumeist als Schimpfwort gebrauchte „Tussi“ ab.
Thusneldas Name, der im 19. Jahrhundert noch positiv besetzt war, wurde im 20. Jahrhundert umgedeutet. Mitverantwortlich war mit Sicherheit Kleists Hermannsschlacht, Schullektüre etlicher Generationen. Thusnelda wurde zur Bezeichnung für nervige Ehefrauen und weibliche Dienstboten. Daraus entstanden Die Tusnelda, das Kosewort Tusschen und Die Tussi, heute faktisch bloß noch ein Schimpfwort für Frauen bzw. für das Klischee eines oberflächlichen, eitlen Dummchens."
SIEHE AUCH
Robert Berhorst: Tussi – Thusnelda – Hermann. Abgerufen am 28. Juni 2008.]
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31. Januar
"Theorbe"
[Beim samstagnächtlichen Durchzappen durch die TV-Programme war ich auf dem Bildungssender BR-alpha (link!) hängen geblieben. Die Sendung hieß "Musik und Philosophie - Die Astronomie Keplers und die Mysteriensonaten des H.I.F. Biber mit dem Ensemble Lyriarte". Puh! Eigentlich fand ich nur einen gewissen Rüdiger Lotter irgendwie interessant, der neben dem Musizieren auch philosophische Weisheiten zum Besten gab. Sein unprätentiöser, aber nicht langweiliger Kleidungsstil mit unifarbenen Kleidungsstücken hatte mich einzig fasziniert. Nicht seine Worte oder sein Spielen. Im Videotext stand dazu:
"Das Ensemble Lyriarte, Rüdiger Lotter (Barockvioline), Olga Watts (Cembalo und Truhenorgel) und Axel Wolf (Laute und Theorbe) spielt:
Heinrich Ignaz Franz Biber (1966 - 1704) aus dem Rosenkranzsonaten.
Eine Veranstaltung der Hochschule für Philosophie vom 12. November 2009."
Aha, wirklich sehr interessant. "Theorbe" klang als Wort aber so cool und schön, dass ich das unbedingt nachschlagen musste:
"Die Theorbe (auch Teorbe, ital. Tiorba, franz. Théorbe, engl. Theorbo) ist ein Musikinstrument, das als Zupfinstrument zur Familie der Lauteninstrumente gehört. Der Name Theorbe bezeichnet eine Reihe verschiedener Basslauten, später so genannter Erzlauten, deren Gemeinsamkeit in einem zweiten Wirbelkasten zur Besaitung mit Basssaiten besteht: Liuto attiorbato, Arciliuto, Chitarrone, französische Théorbe des pieces, English Theorbo, Archlute, deutsche deutsche Barocklaute, Angélique/Angelica. Die Etymologie des Namens ist bisher ungeklärt."
Thx, WIKIPEDIA (link!).]
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Montag, 25. Januar 2010

Wörter der 3.Woche (18. - 24.01.10)





Immer noch neu: Die Wörter des Tages vom 18. bis zum 24.01.2010.

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Jeden Tag gibt es ein Wort des Tages. Dieses Wort ist eines, das ich durch Lesen oder Hören mehr oder weniger zufällig aufgeschnappt und von dem ich zuvor noch nie gehört habe und das womöglich interessant, dämlich, lustig oder nerdig, ein englisches oder ein deutsches sein kann.
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Zusammengefasst werden die letzten Wörter des Tages zu den Blog-Posts der Wörter der Woche, jeden Montag - wie die "Lieblingssongs der Woche" - aktualisiert.

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19. Januar
"decretiren"
[Letzte Woche wurde in der BRD-Vorlesung als Motivation am Anfang Musik gespielt, und zwar das Bürgerlied von Adalbert Harnisch, in einer prunkvollen Blaskapellen-Version. Das Bürgerlied (auch bekannt als Königsberger Volkslied, oder: "Ob wir rote, gelbe Kragen") wurde 1845 verfasst und entwickelte sich von einem harmlosen Volkslied quasi zum Soundtrack der nationalliberalen Bewegung 1848/49 in Deutschland. Darin kam das markigste Wort von allen, "decretieren", vor, welches ich bis zum letzten Montag noch nie gehört hatte.
Das Verb dekretieren kommt vom mittellateinischen Wort "decretare" und bedeutet laut dem Duden (link!): ver-, anordnen, bestimmen.]
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12. Januar
"periklitiert"
[Dies wurde letzte Woche von einem meiner Geschichtsprofessoren in den Mund genommen. Ich weiß nicht mehr, in welchem Zusammenhang er dieses Partizip Perfekt benutzt hatte. Aber wahrscheinlich wurde "periklitieren" in Verbindung mit der außenpolitischen Strategie der wilhelminischen Ära (zur Zeit des Reiches von Kaiser Wilhelms II. 1890-1914)) verwendet: "‹aus lat. periclitari "versuchen, wagen" zu periculum "Gefahr"›: (veraltet) sich einer Gefahr aussetzen [...]". Klar, "il periculo" (Italienisch für "die Gefahr") und so. Ah, wieder einmal Danke, lieber Duden (link!). Also hat sich Deutschland mit dem Sichvergraulen der anderen europäischen Großmächte (Russland, Frankreich, England) sich langfristig der Gefahr des Ersten Weltkrieges ausgesetzt. Ergibt Sinn!]
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20. Januar
"Primiz"
[Wie am Mittwoch in der letzten Woche war Herr Leos Ische namens Isa bei ihm zu Besuch. Während sie beide im Bett so dalagen, sich aneinander schmiegten und sich durch ein altes Buch seines ehemaligen Heimatdorfes blätterten, kam das Wort "Primiz" vor.
Der Herr im Haus beauftragte mich, der gerade vor seinem Laptop saß, dies zu wikipediaen (link!): "Unter einer Primiz (zusammengezogen aus lateinisch primitiae - Erstlingsfrucht, andere Ableitungsmöglichkeit von prima missa - erste Messe) versteht man grundsätzlich die erste von einem römisch-katholischen Priester als Zelebrant oder Hauptzelebrant gefeierte Heilige Messe."]
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21. Januar
"Katersiebenstück"
["Mister Haircut" und "Mister Jürgeeen" schicken sich zurzeit,wenn sie gemeinsam in einer Vorlesung herumsitzen, gegenseitig selbst erstellte Bilderrätsel zu. Einmal war Jürgeeen dran und Haircut musste das Rätsel lösen. Er kam nicht so richtig drauf, doch immerhin konnte er "Kater" und "stück" entziffern. Letztendlich machte er wegen des Ziffernblatts daraus den Neologismus "Katersiebenstück". Ich wäre selbst jedoch auch nicht auf "Katerfrühstück" gekommen. Siehe Bilder oben...]
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22. Januar
"Teabagging"
[Hahaha! Für mich ist das so ziemlich das Wort der Woche. Dies ist nämlich die Verbalisierung eines zusammengesetzten Nomens. Es hat zwei Bedeutungen:
1. meint "Teabagging" das Demonstrieren gegen die Steuernpolitik und die immer noch nicht vorübergegangene Weltwirtschaftskrise. Denn manche Leute kamen auf die tolle Idee, einen Hut aufzusetzen und auf der Hutkrempe Teebeutel daraufzukleben. Die ProtestlerInnen wurden dann durch den Begriff "Tea Bagger" abgewertet. Dieses Bekleben von Teebeuteln hat was mit den sogenannten Tea Party Protests des vergangenen Jahres zu tun gehabt, denn die Tea Party Protests (link!) sind ja auch an die berühmte Boston Tea Party (link!) von 1773 angelehnt, welche wiederum auch eine Rebellion gegen zu hohen Steuern war.Teekisten wurden ja von den damaligen Protestlern ins Meer versenkt.
2. meint "Teabagging", und das war die ursprüngliche Bedeutung dieses Begriffes, einen sexuellen Akt, bei dem der Hoden, nun ja, teebeutelartig in den Mund des Sexpartners / der Sexpartnerin reingetunkt und wieder herausgezogen wird. Abgesehen davon kann dieses "Teebagging" auch eine Methode sein, um jemanden zu foltern und zu erniedrigen.
Dadurch, dass der Journalist, Auslandskorrespondent (New Orleans; in Haiti derzeit!) und CNN-Moderator Anderson Cooper (link!) den expliziten Begriff des "Teabaggings" wie in 1. im letzten Jahr als Erster umdeutete, musste er Kritik einstecken. Später entschuldigte er sich dafür, dass er jenen Begriff in den Mund nahm (!).
Letztendlich wurde, was mir zuvor nicht bekannt war, das Wort "Tea Bagger" vom Oxford English Dictionary u.a. durch die Popularisierung von Cooper und danach anderen Politikschaffenden zum Wort des Jahres 2009 gewählt!
LINKS
CNN Transcripts
Wikipedia - Teabagging
Huffington Post - Teebagger - OED Word of the Year]
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23. Januar
"verzärteln"
[Ich hatte an jenem Tag mein Englisch-Deutsch-Wörterbuch aufgeschlagen, um ein englisches Wort für "verwöhnen" zu finden. Nicht nur "to spoil" war darin als Antwort gestanden, sondern auch "to pamper". Beim zweiten Verb stand auch, dass man es auch im Sinne von "verzärteln" benutzen kann. Wie bitte?!]
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24. Januar
"Kikeriki-Journalismus"
[Das Wort stammt aus einem Artikel der Süddeutschen Zeitung, das ich für eine "Übung" lesen musste: "Die Zeitung ist wichtiger als die Deutsche Bank" (link!) vom 8.Juni 2009 von Autor Heribert Prantl.]
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Montag, 18. Januar 2010

Wörter der 2.Woche (11. – 17.01.10)



Immer noch neu: Die Wörter des Tages vom 11. bis zum 17.01.2010.

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Jeden Tag gibt es ein Wort des Tages. Dieses Wort ist eines, das ich durch Lesen oder Hören mehr oder weniger zufällig aufgeschnappt und von dem ich zuvor noch nie gehört habe und das womöglich interessant, dämlich, lustig oder nerdig, ein englisches oder ein deutsches sein kann.
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Zusammengefasst werden die letzten Wörter des Tages zu den Blog-Posts der Wörter der Woche, jeden Montag - wie die "Lieblingssongs der Woche" - aktualisiert.

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11. Januar
"verspröden"
[Mein Prof der Vorlesung "Von der Völkerwanderung bis zu den Karolingern" hat dies am Montag gesagt. Ich weiß den Zusammenhang nicht mehr so genau, hat aber wohl was mit dem Kirchenstaat zu tun gehabt. Synomym: spröder werden.]
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12. Januar
"Kathstrauch"
[Abends zuvor hatte ich zufällig auf die CNN-Sendung "Back Story" geschaltet, wo als Thema angezeigt war "What's QAT?". Es ging wohl um irgendeinen Nahoststaat, mehr habe ich nicht erfahren, da der Bericht auch schon fast vorbei war. Dann einen Tag später habe ich auf Wikipedia (link!) "QAT" eingegeben und dies hat mich dann zu "Kathstrauch" geführt. Wird auch "Abessinischer Tee" genannt und beinhalte Substanzen, die gesundheitlich bedenklich seien. Deshalb gelte Kath, auch Kat, Qat, Khat, Qad (ar. ‏قات‎, DMG qāt), Gat, Chat oder Miraa auch als akzeptierte Alltagsdroge.]
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13. Januar
"Rätzel"
["Herr Leos" Freundin "Isa" hatte am Mittwoch gemeint, dass sie in der Schulzeit noch die ganz alte Rechtschreibung lernen musste. Unter anderem hätte man "Rätsel" nicht als unser allseits bekanntes "Rätsel", sondern als "Rätzel" geschrieben! Ich habe dann recherchiert und herausgefunden, dass "Rätzel" auch das Zusammenwachsen der Augenbrauen bedeute.]
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14. Januar
"Februarschwemme"
[Muss wohl in der Februar-Ausgabe des "Musikexpress" (link!) gestanden haben, da für diese Ausgabe des deutschen Musikmagazins viele Platten von vielen namhaften Bands und KünstlerInnen besprochen wurde. Denn die Plattenfirmen dieser Welt neigen dazu, am Anfang des Jahres, also so um Januar und Februar, die Alben ihrer Schützlinge zahlreich zu veröffentlichen. Deshalb "-schwemme".]
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15. Januar
"muffin top"
[Kam in der positiven Pitchfork-Rezension (link!) zu Lady GaGas EP The Fame Monster vor. Mit "muffin top" wurde die Single "LoveGame" kritisiert, welche in der alten Version von The Fame drauf war. Im Forum des Online-Wörterbuchs LEO (link!) steht, dass "muffin top" als "Rettungsring" zu übersetzen ist. Wahrscheinlich wurde damit ausgedrückt, wie unnötig der Rezensent Scott Plagenhoef jenen Albumtrack fand. Die neuen Tracks der EP sind insgesamt wohl gelungener:
"Where a lot of The Fame felt like rote pop with overt "comments" on fame, Gaga's recently acquired actual fame allows her interactions with an audience to become a theatrical experience. Her music, meanwhile, has become subtler, more playful, and more well-rounded, extending the electro-pop bubble she lived in on her debut."]
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16. Januar
"indiebürgerlich"
["indiebürgerliche[s] Bürgertum" -> Musikexpress-Ausgabe Februar 2010 (link!), Plattenrezension
zu Kettcars Fliegende Bauten (Live) in der Rubrik "Kurz & Klein". Negativer und stereotyper Ausdruck für die Kettcar-Klienten, welche als einzige ein Livealbum von Kettcar kaufen würden. Oder so.]
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17. Januar
"klientelistisch"
[Muss wohl in einem der vielen kritischen Berichte über die schwarz-gelbe Regierungsarbeit drin gestanden sein. WIKIPEDIA-LINK "Klientelismus"]
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Montag, 11. Januar 2010

Wörter der 53.Woche und 1.Woche (01. - 10.01.10)



Neue Rubrik: Die Wörter des Tages vom 1. bis zum 10.01.2010.

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Jeden Tag gibt es ein Wort des Tages. Dieses Wort ist eines, das ich durch Lesen oder Hören mehr oder weniger zufällig aufgeschnappt und von dem ich zuvor noch nie gehört habe und das womöglich interessant, dämlich, lustig oder nerdig, ein englisches oder ein deutsches sein kann.
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Zusammengefasst werden die letzten Wörter des Tages zu den Blog-Posts der Wörter der Woche, jeden Montag - wie die "Lieblingssongs der Woche" - aktualisiert.

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01. Januar
"Finanzarm"
[Aus den ARD-Videotext-Nachrichten, natürlich die derzeitige Weltwirtschaftskrise betreffend. Soweit ich das richtig verstanden habe, kann aber auch falsch sein,bedeutet "Finanzarm" nichts anderes als die Finanzierungsgesellschaft eines großen Konzerns, die eben die Finanzen kontrolliert und, wenn's dicke kommt, Insolvenz oder Staatshilfen beantragt. derStandard (link!).]
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02. Januar
"Pumpenschwengel"
[Aus Heinz Strunks tollem Roman "Fleckenteufel" entnommen. Eine sehr bildgewaltige Metapher für das männliche Glied.
In seiner Grundbedeutung (link!) ist ein Pumpenschwengel derjenige Teil einer Pumpe, mit dem man diese nach oben und nach unten bewegt, um Wasser vom Grundboden nach oben zu befördern. Der Hebel einer Pumpe quasi, der Schwengel nämlich. Dieses Wort habe ich zuvor natürlich schon mal gehört, aber halt nicht die Kombination Pumpe + Schwengel. Beziehungsweise wusste ich nicht, dass es ein Wort dafür gibt.
Zurück zu "Fleckenteufel": Laut dem Erzähler des Buches soll dies aus der deutschen Übersetzung von einem Roman von Charles Bukowski stammen, welcher das Ding einst anscheinend sehr blumig beschrieben hat. Der Erzähler Thorsten Bruhn ist begeistert von dem amerikanischen Schriftsteller.]

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03. Januar
"Chip-Absatz"
[Entnommen aus den ARD-Videotext-Multimedia-News.
Der Veräußerung der Warenmengen von Computer-Chips soll zuletzt wieder angestiegen sein.]

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04. Januar
"intimistisch"
[Aus der Zeitschrift SPEX, Ausgabe 324, Jan/Feb 2010 (link!). Der Autor Thomas Hübener verwendete das entsprechende Adjektiv zu "Intimismus" (link!), einer späten Kunst-Strömung des Impressionismus, bei einer Plattenbesprechung (im sogenannten SPEX Pop Briefing) zu Fanta Schimuns Album Variationen über die Freiheit eines anderen.]
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05. Januar
"Eierspiele"
[Ein Eierspiel ist zum Beispiel das Balancieren eines Eis auf einem Eierlöffel, gleichzeitig muss man so schnell wie möglich rennen oder einen Parcours durchlaufen.
Dieses Wort ist mir an jenem Tag selbst in den Sinn gekommen, nämlich während des Bloggens. Ich schrieb im Blogeintrag über mein Silvester und Neujahr (link!) und brauchte ein knackiges Wort, das wortspielend die sehr unterhaltsame Umsetzung der Darstellung des Hodensacks mit Schal und Zitrusfrüchten durch Porno-Julia aufgriff. Ich hatte zuvor nicht gewusst, dass es dieses Wort tatsächlich gibt und habe mir das dann von der Google-Suche bestätigen lassen: Mehr als 10.000 Suchtreffer!]
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06. Januar
"Kartenpanne"
[Aus den Spiegel-Online-Nachrichten (link!) entnommen: Die nicht geglückte Chip-Umstellung auf das neue Jahrzehnt (2010) von vor ein paar Tagen hatte zur Folge gehabt, dass viele EC-Karten bei deren Einsatz, besonders im Ausland, nicht funktionierten. Inzwischen sei dieses Problem gelöst worden.]
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07. Januar
"Spirouversum"
[Eine Wortneuschöpfung aus Georg Seeßlens Artikel "Gerissen in seiner Unschuld" in der Zeitschrift SPEX, Ausgabe 324, Jan/Feb 2010 (link!), der die Comics zu den Kult-Figuren Spirou & Fantasio behandelt.]
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08. Januar
"togolesisch"
[Adjektiv zum afrikanischen Staat Togo, aus den Handelsblatt-Nachrichten (link!):
Togos Fußball-Nationalteam wurde vor ein paar Tagen während einer Busfahrt am Grenzübergang der Demokratischen Republik Kongo nach Angola angegriffen und mit Maschinengewehren beschossen. Der Busfahrer wurde erschossen, die weiteren Insassen überlebten und wurden höchstens verletzt. Ein weiteres Synonym wäre: "togoisch".]
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09. Januar
"Non-gonococcal Urethritis"
[= NGU, auf Deutsch: Eine NICHT durch die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe, umgangsprachlich auch als "Tripper" bekannt, übertragene Harnröhren-Entzündung (Urethritis, von Engl. "urethra"). Wikipedia (link!) sei dank.
Aus der 4.Episode der 1.Staffel von "Nip/Tuck", in der es um den Sohn eines der Hauptdarsteller geht, der mit einer Porno-Schauspiel-Newcomerin Oralsex hatte und anschließend befürchtet, sich bei der jungen Frau angesteckt zu haben, die NGU hat, was sie erst nach dem Blowjob von ihrem Arzt diagnostiziert bekommt. Die deutsche Übersetzung in der DVD hat die Bedeutung komplett missverstanden und NGU automatisch mit "Tripper" übersetzt.]

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10. Januar
"speed bump"
[Auf Deutsch: Temposchwelle. Aufgeschnappt habe ich dies in einer Folge einer MTV-Reality-Show, die ich schon gerne gucke. Die Tatsache, dass ich diese gucke, ist mir schon ein wenig peinlich.]
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