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Donnerstag, 19. November 2009

PoeticMainfrankenTheater (Dead Or Alive-Poetry Slam, 14.11.09)



Der "Dead Or Alive"-Poetry Slam fand letzten Samstag (14.November 2009) im Mainfranken Theater statt.

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"Tote Dichter treten gegen frische lebendige Poetry-Slam-Leute an. Die toten Gedichte (von Heinrich Heine, Bertolt Brecht, Sarah Kane und Jörg Fauser) werden von sicherlich lebhaften Theater-SchauspielerInnen vorgetragen. Ihre eigenen Alive-Gedichte stellen die Poetry Slammer natürlich selbst vor. Welche Generation von Wortartisten sich durchsetzen wird?" Das Selbstzitat stammt aus meinem letzten Poetry-Slam-Report (link!).
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Seitdem es ja zu den Würzburger Poetry Slams ja einen Blog (link!) gibt, sind meine PS-Berichte ja fast überflüssig geworden. Wie das Prozedere der insgesamt sechs Duelle - zwischen jeweils einem totem, quasi wiederauferstandene, Dichter und einem lebendigem Dichter - aussah, konnte "critter" auf dem PS-WÜ-Blogeintrag "Nullkommafünf"(link!) gut erklären.
Trotzdem gebe ich mal ein Statement zu "Dead Or Alive" ab:

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Der Samstag Abend war sehr unterhaltsam, der bisher einmalige Umzug von der Posthalle in das weitaus schönere Mainfranken Theater stand dem Dichtertreff gut zu Gesicht. Allerdings, und da muss ich der "Nullkommafünf"-(link!)-Kommentatorin "lain" Recht geben, hätte ein Päuschen innerhalb der drei Stunden dem Stillsitzen gut getan. Christian Ritter, selbst Poetry-Slam-Mensch und Organisator dieses Events, führte durch den Abend.
Ich war mit Leo, Bine, Karo aka Wolta und Leos Bruder Walde dort.
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Was mich an diesem Abend am meisten erstaunt hat, war: Die Gedichtbeiträge - also die Kombination aus geschriebenem Wort und umgewandelter Vortrags-Performance - des "Alive"-Teams Harry Kienzler, Thomas Brandt (beide im Finale gewesen), sebastian23 und Florian Cieslik waren den Vorträgen der bereits "etablierten", toten, und quasi wieder auferstandenen Dichter gar nicht mal so unähnlich.
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Für das Wiederauferstehen sorgte das Schauspiel-Ensemble des Mainfranken Theaters. Es war sicherlich gar nicht so einfach, ein Gedicht aus dem Poesiefundus eines jeden Dichters zu wählen, das Storytelling-Qualitäten besitzt und mit der erzählten Geschichte ein Publikum unterhalten kann. Sogar Bernhard Stengele (link!), der für die künstlerische Leitung des MFT-Schauspiels zuständige Direktor, machte beim konkurrierenden "Team Dead" als ins Leben zurückgekehrter Heinrich Heine mit!
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Es dominierten gerade bei den lebendigen Poeten die 'luschtigen' Gedichte. Das andere Extrem, die todernste Poesie, wurde in der Minderheit von der Schauspielerin Maria Vogt dargeboten, die in die Rolle der britischen Dichterin Sarah Kane schlüpfte (Gedichte waren deutsche Übersetzungen).
Mein persönlicher Favorit war dann auch ihr Gedichtsvortrag in der Vorrunde mit den zwei Perspektiven in einem Sanatorium - den Titel des Gedichts weiß ich nicht mehr.
Von den Gedichten, die von den lebenden "Jung"-Dichtern stammte, fand ich Harry Kienzlers Alltagsbeschreibungen in vier verschiedenen Gemütsverfassungen recht gelungen.

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Gewonnen haben die vier des "Alive"-Kaders (siehe Foto). Das, was neben der "Dead"-Tafel da so weiß verstrahlt herüberkommt, war übrigens die Flipchart-Tafel der "Alives".
Die Knappheit des Endergebnisses (0,5 Punkte Unterschied) belegt: Die Gedichte jeder Zeit und jeder Art haben ihre Berechtigung und werden gerne gelesen oder gehört, solange sie...gut sind! :)

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Poetry Slam Würzburg
[Neuer Blog zu den Poetry-Slam-Events in WÜ.]

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Christian Ritter auf Myspace
[Aka "critter". Veranstalter und Moderator der WÜ-Slams und des letztwöchigen Dead Or Alive.]

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[Wo alles stattfand.]

Anne Diemer
[Schauspielerin des MFT, verkörperte Bertolt Brecht.]
Philipp Reinheimer
[Schauspieler des MFT, verkörperte Jörg Fauser.]
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[Schauspieldirektor des MFT, verkörperte Heinrich Heine.]
Maria Vogt
[Schauspielerin des MFT, verkörperte Sarah Kane.]

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[Florian Cieslik aus Köln.]
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[Thomas Brandt aus Würzburg.]
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[Sebastian23 Aus Bochum.]
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[Harry Kienzler Aus Tübingen.]

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Mein erster Besuch des Poetry Slams im Dezember 2008
Mein zweiter Besuch des Poetry Slams im Mai 2009
Mein dritter Besuch des Poetry Slams im Oktober 2009
Mein vierter Besuch des Poetry Slams im November 2009
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Freitag, 13. November 2009

PoeticPosthalle (Poetry Slam in WÜ am 1.November 2009)




Der Poetry Slam in der Würzburger Posthalle am 01.11.09 mit Begleitung von Leo war...unterhaltsam!

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Da ich heute ein wenig schreibfaul bin, gebe ich diesmal nur ein paar der Themen der vorgetragenen Gedichte als Stichworte an:

- Uncoolness in der Pubertät / Unfähigkeit, Jungs zu daten
- Verliebtsein
- Unangenehme Passagiere in Nachtzügen
- Wie es ist, lediglich ein Notizbuch zu sein
- Fußballmannschafts-Fangesänge, die bei einem Slammer auf der Frankfurter Buchmesse als Fanrufe gegen andere Autoren umfunktioniert wurden
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Der Rest fällt mir jetzt so auf Anhieb nicht mehr ein, leider. ;( Aber es waren auch ernstere Gedichte mit dabei. Das auf jeden Fall.
Eine Jury aus fünf Leuten, die sonst immer in der Vorrunde über das Weiterkommen ins Finale entscheidet, gab es diesmal nicht. WÜ-Slam-Organisator und derzeitiger deutscher Slam-Meisterschafts-Vizesieger Christian Ritter vergaß die Ernennung von jenen freiwilligen Publikumsmenschen. Haha! Naja, macht nichts.
So konnte bereits in der Vorrunde jeder aus dem Publikum durch Power-Klatschen über Finale oder Ausscheiden jedes Kandidaten oder Kandidatin entscheiden.
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Bis ins Finale schafften es: Tobias Brandt aus Würzburg, Moritz Kienemann aus München, Sylvie Le Bonheur aus Mannheim.
Und der Vierte, ja dessen Namen habe ich, leider, wieder vergessen. Dieser fränkelte sehr ("rolling 'r'"), war beim letzten Poetry Slam im Oktober auch schon als Kandidat da und machte sich für sein Finalgedicht gar halbnackig! *gg*
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Das Gedicht über die Date-Unfähigkeit in der Vorrunde und jenes im Finale über die Vorstellung, das Notizbuch eines Mädchens zu sein, welches an deren Anspruchslosigkeit leidet, brachten der einzigen Finalfrau Sylvie Le Bonheur diesmal den Sieg ein.
Herzlichen Glückwunsch!


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Ach ja, morgen findet der sogenannte "Dead Or Alive"-Slam im Mainfranken Theater statt!
Tote Dichter treten gegen frische lebendige Poetry-Slam-Leute an. Die toten Gedichte (von Heinrich Heine, Bertolt Brecht, Sarah Kane und Jörg Fauser) werden von sicherlich lebhaften Theater-SchauspielerInnen vorgetragen. Ihre eigenen Alive-Gedichte stellen die Poetry Slammer natürlich selbst vor. Welche Generation von Wortartisten sich durchsetzen wird? Am 14.November wissen wir mehr... :)

Eintritt: 5 Euro. Einlass: 19:30 Uhr.

LINK
Blog-Post dazu auf Poetry Slam Würzburg
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Mittwoch, 7. Oktober 2009

PoeticPosthalle (Poetry Slam in WÜ am 4.Oktober 2009)



Nach der obligatorischen Sommerpause und nach einem Male Aussetzen von mir (letzter Termin: 6.September 2009) ging es mit "Herrn Leo" endlich wieder in die Würzburger Posthalle (link!) zum sonst monatlich stattfindenden Poetry Slam (akkurate deutsche Bezeichnung: Dichterwettstreit).

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In den letzten zwei Posts über die Würzburger Poetry-Slam-Events, die der Moderator Christian Ritter (ist außerdem selbst Slammer, Student und Buchautor, link!) immer organisiert, hatte ich über das dort Erlebte in Gedichtform geschrieben. Diesmal habe ich nicht den Ehrgeiz dafür und schreibe ganz normaaaaal. Das mit dem nachempfundenen "poetic style" kam - wie ich über Feedback erfahren hatte - sowieso nicht gut an. Sorry, guys!

Für alle, die mit dem Begriff des Poetry Slams NICHT vertraut sind:

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Wie der Poetry Slam nochmal funktioniert:

Wortgewandte Leute treten in der Vorrunde gegeneinander an, indem sie ihre Gedichte vor Publikum zum Besten geben. Meist erzählen diese Gedichte eine Geschichte, entweder sind sie lustig oder tragikomisch oder ernst. Das Reimen ist optional, dass das Gedicht von einem selbst verfasst wurde, ist jedoch Pflicht.
"Erlaubt ist alles, was mit Stimme und Körper möglich ist. Darüber hinaus steht es den Teilnehmenden frei, diejenigen Gegenstände auf der Bühne zu nutzen, die auch allen anderen Teilnehmenden zur Verfügung stehen [Z.B. der Zettel, auf dem ihr eigenes Gedicht draufsteht]. Kostüme und Requisiten sind in der Regel verboten, außer auf sogenannten Prop Slams." (WIKIPEDIA-link!)
Nach jedem Gedicht (oder zwei kurzen oder drei sehr kurzen Gedichten) , das innerhalb eines zuvor beschlossenen Zeitrahmens (diesmal: sechs Minuten Redezeit) gehalten wurde, kommt eine Jury ins Spiel.

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Die Jury besteht aus mehreren Menschen aus dem Publikum, die sich freiwillig für das Bewerten der Gedichte gemeldet hatte. Diesmal waren es fünf Jury-Mitglieder. Von 1 und 10 sind alle Punkte möglich, auch halbe Bewertungen wie "7,5" können vergeben werden.
Von den fünf Bewertungen wird jeweils die höchste und die niedrigste Bewertung eines Jurymitglieds gestrichen. Z.B.: 6,0 - 7,5 - 7,5 - 8,0 - 9,5. "6,0" und "9,5" wären weg vom Fenster. So wird ausgeschlossen, dass Fanbewertungen wie Hasstiraden das Gesamtergebnis beeinflussen.
Die Mehrheit entscheidet, maximal 30 Punkte waren letztes Mal zu erreichen. In diesem Fall: 7,5 + 7,5 + 8,0 = 23 Punkte.
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Die Besten aus der Vorrunde kommen weiter. Diese treten dann im Finale nochmals mit anderen Gedichten aus ihrem Repertoire an. Nach dem Vortragen der Finalisten wird letztendlich entschieden.
Ab hier kürt dann nicht mehr die Jury, sondern das gesamte Publikum den/die Sieger/in und die weiteren Plätze. Wodurch? Durch die Lautstärke ihres Klatschens. Der lauteste Applaus für einen Slammer oder eine Slammerin ist ausschlaggebend für den Sieg. Der Sieger oder die Siegerin gewinnt Sachpreise.
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Beim WÜ-Slam ist es üblich, dass der Kopf eines Eric-Cartman-Kostüms (s. South Park) durch das Publikum durchgeht und dieses kleine Sachen hereinwirft. Oft sind es ungewöhnliche / lustige Artikel" wie z.B. Kastanien oder ein Aktfotografie-Buch mit männlichen muskulösen Nackedeis für die Badewanne, wie es letzten Sonntag der Fall war. Dazu gab es dann noch eine Sektflasche und ein gesponsortes Buch von Multitalent Nick Cave. Und natürlich Ruhm.

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Wer hat gewonnen? Ein gewisser Moritz Neumeier: ein Nordlicht, aus Kiel stammend. Er behauptete sich im Finale gegen Andreas Weber und einen aus Nürnberg, dessen Namen ich jetzt gerade wieder vergessen habe.
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Alle seine Gedichte zielten durch Humor auf die Gemüter des Publikums, was nicht zwingend den Gewinn bedeutet. Doch waren seine lyrischen Abhandlungen clever geschrieben und wurden fast noch besser sprachlich und schauspielerisch umgesetzt. Es waren Auseinandersetzungen mit u.a. nervigen Menschen in Kaufhäusern, die im Erzähler ein Aggro-Gefühl auslösen und einem Eichhörnchen, das gegen Eicheln klauende Wildschweine vorgeht.
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Und wenn ich mich recht erinnere, ich bin mir aber nicht mehr so sicher, slammte Moritz Neumeier auch in seinem Finalgedicht aus der Perspektive eines Schülers einer Schule für geistig Behinderte, der selbst von anderen Gehandicapten getriezt wird. Dies wurde trotz der mitschwimmenden Ernsthaftigkeit sehr humorvoll und bissig umgesetzt - bis zum Twist am Ende. Sorry, falls ich Moritz Neumeier mit dem falschen Gedicht in Verbindung setzen sollte.
Ein sehr verdienter Sieg trotzdem für ihn!

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Der Anteil an ernsten bis tragischen Gedichten war dieses Mal höher als sonst. Mein Ex-Latinums-Leidensgenosse "Peemaster Grand" zum Beispiel, Spezialist in Sachen 'ernste Themen', hat mich beeindruckt.
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Es war eine Gedicht über einen Studenten, dessen Leben dank Kifferei langsam zugrunde geht. Ob die Geschichte auf wahren Tatsachen basiert? Er hatte es nicht bis ins Finale geschafft.

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Mein Lieblingsgedicht vom Oktober-Poetry-Slam war allerdings das etwas tragische, eher komische Poem von Anja Dyes, die seit Langem in Würzburg beim Poetry Slam mitmacht. Leider schied sie bereits in der Vorrunde aus - es gab wie bei Peemaster Grand nicht genug Punkte für sie.
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Sie hat bei mir mit ihrem Gedicht voll ins Schwarze getroffen. Es ging um drei Menschen in einer Bar.
Eine junge Frau, die reihenweise Flirts abbekommt, aber heimlich in ihren Chef verliebt ist. Es ging um einen etwas Älteren, der sich Mut antrinkt, um bei eben dieser Frau zu landen, aber einfach nur grabscht und ihr unangenehm ist.
Und es ging um einen Kunstgeschichts-Studenten, der zurückhaltender ist, aber ebenfalls Interesse an der jungen Frau hat und des Älteren Nebenbuhler ist. Die junge Frau aber versucht, den groben Älteren mit seinen Avancen höflich abzuwimmeln. Den Anderen lässt sie aber auch nicht so wirklich an sich heran.
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Es ist der schiere Wahnsinn, wie tiefgründig die Erzählerin in die Köpfe der drei Protagonisten eindringt. Anja Dyes hat es wirklich drauf mit der psychologischen Ausgestaltung des Gedichts, was an jenem Sonntag unerreicht blieb. Und doch war Sarkasmus zwischen den Zeilen zu...hören.
Mit neun Minuten war es zwar formal drei Minuten zu lang, jedoch hätte sie bis spät in die Nacht weitererzählen können, wenn's nach mir gegangen wäre.

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[Heißt noch so, obwohl's unlängst in der Posthalle stattfindet]

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Christian Ritter auf Myspace

Moritz Neumeier auf Myspace
[Der Gewinner des Oktober-Poetry-Slams 2009!]

Andreas Weber auf Myspace
[Finalist, nicht gewonnen]

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Mein erster Besuch beim Poetry Slam im Dezember 2008
Mein zweiter Besuch beim Poetry Slam im Mai 2009
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Montag, 4. Mai 2009

PoeticPosthalle (Poetry Slam in WÜ im Mai 09)


[Student und selbst Poetry-Slammer, Organisator und superspontaner Moderator des Events namens Christian Ritter (link zu seinem Blog!)]

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20:35 Uhr:

Nun sitze ich hier also hier allein,
Denn niemand wollte mit mir mit.
Ich sitze und warte in der "Posthalle"
(früher: AKW), bis er beginnt, der Poetry Slam-Shit.

Ich versuche, Moderator Christian,
den ich persönlich kenne, anzusprechen,
Doch vollbeschäftigt, wie er ist, wuselt er,
durch die Location, welch' Verbrechen!

Bevor der Slam beginnt, wird eine Art
Pausenmusik gespielt, doch diese ist
Vom Künstler Beirut und sein neues Album ist
Toll, sage ich, der Musikspezialist.

Heute kommen die letzten acht Gewinner
Der WÜ-Slams zusammen und bewarben sich
Für die diesjährige Meisterschaft in Düsseldorf.
Auf der Leinwand stehen ihre Namen - eigentlich.

Denn auf dem Podest, so viel steht schon fest,
Steht eine schöne Mini-Lottotrommel - wow!
Per Zufallsprinzip und Kugeln wird die Reihenfolge
Der KandidatInnen festgelegt. Holy cow!

Dabei sind Latinum-Kollege "Peemaster Grand" und
Englisch-Proseminarteilnehmerin Verena.
"Steini" kenne ich auch, den Rest aber nicht.
Los geht es nun aber in der Poesiearena...

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22:14 Uhr:

Es ist Pause. Die drei oben erwähnten Menschen
Sind leider ausgeschieden. Wie immer
Nachdenklich-düster: "Peemaster Grand". Verena war
Fantastisch, das Publikum hatte davon keinen Schimmer.

Auch ein gewisser"Hanz" versüßte mir den Abend.
Mit viel Witz erzählte er von sieben Tagen "Diät".
Gesegnet mit schönem Timbre, dieser Zotenreisser,
Doch kam er nur auf Platz 6: Obszönität!

Ich musste zweimal auf Toilette,
Weil die Eitelkeit mich überkam.
Erstes Mal Harndrang, zweiter Grund die Haare,
Die nicht saßen. Ich empfand Scham.

Die Cola war mit zwei Euro fünfzig plus
Pfand kein wahrlich Schnäppchen.
Ich wollte aus Geiz nichts essen,
Keine Pizza und kein ähnliches Häppchen.

Clara, Nico, Tobias, Franziska
heißen nun die Halbfinalisten.
Wie wird es nun ausgehen, wer wird
Sieger/in der begabten Monologisten?

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23:44 Uhr:

Ich sitze nun nach Schnellsprint in der
Straßenbahn und bin aus der Puste.
Der Poetry Slam ist zu Ende. Wer war
Von allen acht nun die Königslanguste?

Es gab drei Finalisten, weil sich
Zwei Leute für Platz zwei qualifzierten.
Clara konnte bei den Jury-Menschen nicht überzeugen,
Welche sich bezüglich den Hochpunkten zierten.

Begeistern konnte mich der Nico nur mit
Dem supersatirischen Religionskritik-Gedicht
Aus Runde zwei, im Finale dann mit dem
Bemühten Sex-mit-Nonne-Poem eher nicht.

Tobias, ein bebrillter Würzburg-Student,
Hat bei mir nur wenige Lacher geweckt.
Gedichte waren in Ordnung, mit übertriebener
Vortragsweise hat er aber bei mir angeeckt.

Mein Lieblingsgedicht kam von Franziska aus München
Während der Halbfinalrunde. Und auch wenn, dies ist 'ne Konzession,
Der Finalvortrag gut, nicht gänsehautträchtig war,
Gewann sie verdientermaßen. Also hiermit: Gratulation!

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LINKS
(Noch?) Aktuelle Myspace-Seite zum Würzburger Poetry Slam
Website zu den deutschsprachigen Slam-Meisterschaften 2009 in Düsseldorf
Myspace-Seite der Würzburger Posthalle
Christian Ritters Myspace-Seite
Steinis Myspace-Seite
Steini und seine Welt (Blog)
Wie so eine Mini-Lottomaschine aussieht (JPG)
Reimlexikon.net (hat mir sehr geholfen beim heutigen Reimen)
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Dienstag, 9. Dezember 2008

Zeilen über den Poetry Slam


Tobias Kunze


"Peemaster Grand"


Verena A.


Kurz nach Jans Besuch
Machte ich mich
Gleich auf die Socken
Mit Leo und seinem Bruder
auf den langen Weg zum AKW.

Richtig gehört,
Am Sonntag war ich
Zum zweiten Mal im AKW,
Wieder in Würzburg-Zellerau.
Doch diesmal war der Grund der „Poetry Slam“ –
Mein erster Besuch.
Ein monatlich abgehaltener Wettbewerb,
Bei dem lyrisch begabte Menschen
Ihre “poems slammen“. *g*
13 Menschen machten dieses Mal mit,
Die ein paar Minuten Zeit für ihren Vortrag hatten.

Selbst verfasste Gedichte wurden
Vor Mikro mit ihren Blättern Papier in den Händen vorgetragen
Und alles auf der leuchtenden Bühne.
„Pling“ machte die Klingel nur
Manchmal bei Zeitüberschreitung.

Aber das hielt keinen auf.
„Weiter, weiter!“ rief dann
Trotzig das Publikum.
Tobias Kunze rahmte die Veranstaltung ein,
Denn er war Ehrengast
Und machte somit
Beim Contest nicht mit.
Und der Slammer/Rapper
Versorgte uns mit ausschließlich
Humorvoller Lyrik.

Außerdem waren zu sehen seine Boxershorts
In Schachbrett-Schwarzweiß.
Für Gedicht Nr.1 zog er sein Shirt hoch,
Schob seine linke Hand etwas hinein,
Um Dirtyness zu parodieren. Geil! ;D

Instruktion: Eine fünfköpfige Jury bewertet
Die Darbietung ihrer Lyrik mit 10 bis 1.
Die jeweils beste und schlechteste Bewertung
Werden gestrichen, die Mittelfeld-Punkte summiert.
Die zwei besten mit der
Höchsten Gesamtpunktzahl, vielleicht 30 Punkte,
Erreichen das Finale für ein letztes Gegeneinanderantreten.
Am Schluss entscheidet das gesamte Publikum:
Mit lauterem Klatschen und Jubeln
Zollt es den Gewinner.

Die meisten Gedichte waren reimlos
Und eher nachdenklich.
Oft tragikomisch,
Seltener nur lustig
Oder nur ernst.

Im Finale standen dieses Mal Vormonatssieger
„Peemaster Grand“ und Verena.
Ersterer ist wie meine Wenigkeit im
Einsemestrigen Lateinkurs und
„Empirische Methoden der Sozialforschung“ befindend.
Verena aber hat, obwohl sie das allererste Mal
Mitgemacht hat, gewonnen. Ihr Finalgedicht
War aber nicht ganz so überragend
Wie ihr erstes dreiteiliges Gedicht.
Das erste war nämlich wowowow!

Der Preis war ein Eric-Cartman-Aufsetz-Kopf,
Gefüllt mit allerlei Krimskrams,
Den hatte Verena trotzdem
Verdientermaßen gewonnen.
Glückwunsch!

Und ich gewann neben vier anderen
Auch etwas,
Denn bei einer Nebenverlosung
Wurden fünf Freikarten
Plus jeweils eine Person
Für eine Lesung verlost.
Muff-Potter-Sänger Nagel
Liest am Donnerstag um 20h
Im AKW mit Puddingeinsatz
„Wo die wilden Maden graben“.

Als mein „real name“ dann
Überraschend genannt wurde,
War ich echt überrascht und
Sollte laut jubeln.
„Juhuuuuuuu!“

[Sray 2008]

LINKS:
http://www.myspace.com/akwslam (Offizielle AKW-Poetry-Slam-Seite)
http://www.myspace.com/tobiaskunze (Über Tobias Kunze #1)
http://www.myslam.de/slam-poet/201 (Über Tobias Kunze #2)
http://www.wuewowas.de/evt/konzert.php?evt_id=17064 (Über Nagel's Lesung)