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Dienstag, 9. November 2010

porn.volution 2010 - Nachtrag zum Zaubi-Abend (29.10.10)



Die gay.volution im "Zauberberg" (Zaubi), bei der es dieses Mal eine Porno-Show gab. 29. Oktober 2010.

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Ich war das erste Mal seit dem Umzug Ende September/Anfang Oktober wieder ausgegangen. Da ich wieder in Kreuzwertheim und nicht in Würzburg wohne, war ich natürlich gezwungen, mit dem Auto meines Vaters hinzufahren. Also war ich nüchtern, ich konnte ja auch bei niemandem pennen, sonst hätte ich schon was getrunken. Ich war davor zwei Monate lang nicht mehr auf der gay.volution. Es waren aber nicht so viele Leute da, zumindest M-Lena und Marvin, sowie Flo-H und dessen Boyfriend Björn, sowie ein paar Englisch-Studenten, die ich kannte und die "Hete"/Geschichts-Kommilitonin Magda, die mich zuvor nur über Dennis/Daisy kannte. Sie war das erste Mal auf der gay.volution...und fand es toll dort!
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Ich fand es eher solala im Zaubi. Was war neu, was hat sich verändert? Der "Zaubergarten", ein Teil des "Zaubis", der an warmen Monaten als Freiluft-Bereich mit Bierzeltbänken und kalten Monaten als Sofa-Landschaft fungiert, verabschiedete sich endgültig von Rauchschwaden der Kippenbesitzer. Ein Nichtraucherbereich wie die anderen Raumabschnitte, der allerdings nicht mehr voll besucht war, sondern nur noch von wenigen. Es sah langweilig darin aus, aber immerhin ist nun mehr Platz auf den Sofas und Lederhockern. Doch dort wollte ich nicht sein.
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Es gab nun zwei Raucher-Separées, die einerseits Frischluft, andererseits auch fast winterliche Nachtkälte bereitsstellten. Der eine war nahe am Zaubergarten gelegen, der andere am Eingangsbereich hinter den Security-Standorten. Mit energieverschwenderischen Heizpilzen.

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Ansonsten: anfangs waren zwar viele Lesben da, besonders viele Butches, doch als die Tanzfläche richtig voll wurde, verschob sich das geschlechtliche Verhältnis. Es erschienen plötzlich auch viele junge männliche Typen, die wohl gerade 18 geworden waren und etwas "indie" oder etwas "skaterhaft" aussahen, zumindest maskuline und "normal". Sie unterschieden sich erstaunlich stark von den oberflächlichen Fashion Victims wie von den Hauptschul-Trash-Gays mit den blonden hässlichen Gel-Strähnen und den engen Strassstein-T-Shirts, auf die das Besucher-Auge eigentlich eingestellt war.
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Trotz dieser kleinen positiven Veränderung auf der Tanzfläche fiel mir das Tanzen dennoch nicht leicht. Wenn ich nichts trinke, habe ich zwar das ganze queere Geschehen unverschwommen im Auge, jedoch war die Tanzerei keine leichte Aufgabe, weil mir der Rhythmus fehlt, der mir immer entflieht, sobald ich öffentlich meine Hüften und was auch immer bewegen will. Alkohol kann da manchmal helfen und lockern. So war es teilweise auch dort. Das lag sicher auch an der mäßigen Musikauswahl, die jedoch diesmal besser war als sonst. Schließlich wurden u.a. die noch neueren "She Said" von Plan B und Robyns "Hang With Me" gespielt, ebenso wie der Hip-Hop-Klassiker "Get Ur Freak On" von Missy Elliott. R'n'B, Radio-Poprock und House waren aber weiterhin vertreten.

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Ach ja, der Grund, warum der Anfang des Titels des Blogeintrags so heißt: drei Mal traten zwei männliche Porno-Darsteller auf dem Podest auf der Tanzfläche auf. Es waren immer dieselben, diese waren jedoch überraschend heiß. Der eine hatte eine schöne Glatze und einen muskulösen Körper mit schön definierten Brüsten, der andere war etwas schlanker, jedoch nicht weniger muskulös und hatte dafür männlichere Züge. Inklusive eindringlichem Blick. Zwei von drei Male war ich anwesend.
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Und nein, man sah keine Pimmel, zumindest nicht von meiner Perspektive aus. Allerdings wurde Oralsex oft angedeutet. Und das mit der Erfüllung des Sneakers-, Socks- und Fußfetisches durch die zwei fast nackigen Herren war toll...toll für mich! Aber ich war über den Rest des Publikums besorgt, da das sicher nicht wenige eklig fanden, gerade die sowieso durch die regelmäßig stattfindenden Porno-Shows vernachlässigten Lesben. Porno-Frauen gab es bisher nie im Zaubi. Aber wenn's so wäre, würden sich wahrscheinlich auch viel mehr lüsterne Hetero-Männer ins Publikum mischen.

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Apropos "Heten": wie so oft gibt es ein paar wenige Hetero-Männer, die sich an gay.volution-Terminen in den Zauberberg verirren. Viele drehen gleich wieder um, andere sind tapfer und sehen sich den für sie neuen Mikrokosmos an. Da gab es zum Beispiel zwei, die eine Mischung aus Toleranz und kühler Abgeklärtheit verkörperten. Einer von ihnen redete mit meinem ehemaligen Friseur, der nun in einem teuren schicken Laden arbeitet. Der Ein-Monats-Bart tragende 1,85m große süße Typ, wohl Student, erstes Semester, sah süß aus. Trug flache karierte Vans und Streetwear.
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Als mein glamouröser (schwuler) Friseur ihn jedoch überzeugen wollte, auch mal ins "Café zum schönen René" zu gehen, dem Tempel pseudo-alternativer Oberflächlichkeit, Marken-Fetischismus und verkrampfter grinsegeiler "Nein, Mann"-Attitüde, musste ich einschreiten. Auch wenn die Hete wie ein zukünftiger René-Gänger aussah, wollte ich dem Unwissenden stattdessen das "Laby" ("Diskothek Labyrinth") vorschlagen, das bodenständiger, ungezwungener und sympathischer ist als "...Réne". Doch irgendwie war meine Argumentationsfähigkeit an dem Abend nicht so gut wie die meines Ex-Friseurs, der das "Laby" für eklig und nicht sehr hip befand. Ich hatte die Schlacht verloren und einen bisher unbefleckten jungen Typen an die oberflächliche Karohemd-Unterwelt verloren...
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Betrunkenheitsskala: 0 von 10...of course.
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Mittwoch, 3. November 2010

Nachtrag: Drei Wochen Schichtarbeit



Drei Wochen Ferienjob innerhalb der Sommersemesterferien klingt erst einmal nicht viel, und im Vergleich zu den temporären Jobs meiner KommilitonInnen und zu dauerhaften Berufen mancher meiner Freunde mag das vielleicht auch wie ein Kinderspiel anmuten. Aber...

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Ich arbeitete in der Firma, in der mein Vater seit über 20 Jahren schafft, zwischen dem 6. und dem 23. September 2010 als Aushilfsarbeiter. Dies ist aber nicht das erste, sondern das dritte Mal, dass ich das dort tat. Doch das mit der „Schicht“ ist erst das zweite Mal in meiner Nebenjobkarriere so vorgekommen. Dennoch fiel mir der Einstieg in die Arbeitszyklen und in die Materien nicht sonderlich schwer, da ich dies ja schon mal gemacht hatte.
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Kurz gesagt, sollte ich je nach Schicht zwischen zwei und im produktionstechnischen Idealfall vier Maschinen bedienen. Diese Roboter-Maschinen sollten Glasröhren akkurat zersägen. Die kürzeren Röhrchen wurden dann durch Brenner geschmolzen und ausgehöhlt. Mein Job, und quasi auch jener meines direkten Schichtkollegen und gleichzeitigen Aufpassers war es, die anfangs sehr langen Röhren (je nach Bedarf und Maschine unterschiedlich groß vom Durchmesser und dick- oder dünnwandig) einzulegen und das Zwischenprodukt, die fertig verarbeiteten Röhrchen, nach Einwandfreiheit zu überprüfen. Wenn sie gut waren, waren sie für die Weiterverarbeitung geeignet und wurden von mir in einen metallenen rostigen Korb gelegt.

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In den drei Wochen, also in 120 Stunden, war ich Schichtarbeiter und musste die Nachtschicht übernehmen. Es hieß also 5x8 Stunden Arbeit von 14 Uhr bis 22 Uhr. Nachtschicht bedeutet auch, dass man nur in den ersten zweiten Stunden die anderen KollegInnen der Firma zu Gesicht bekommen kann, ab 16 Uhr (Feierabend für ca. 95% der restlichen ArbeiterInnen) ist man fast nur noch zu dritt in der Fabrik (abgesehen von Putzhilfe, Inspektion durch Seniorchef oder Juniorchef).
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Ab der zweiten der drei Wochen beschlossen meine Nachtschicht-Kollegen und ich sogar, nicht acht, sondern 10 Stunden täglich werktags zu arbeiten, damit 4x10 Stunden zusammenkommen und der eklige Freitagjob demnach wegfällt. Der eine Freitag in der ersten Woche bis 10 Uhr abends war der härteste Arbeitstag überhaupt, weil das Fabrikgebäude bereits zum Schichtbeginn um 2 Uhr (der Freitag-Feierabend der regulären ArbeiterInnen beginnt bereits um 12 Uhr mittags) fast leer ist. Der „Freitag“ fiel dann zwar weg und ich konnte dann an dem Tag wieder nach Würzburg zur WG fahren, das Manko aber war halt dann, dass ich in Woche Nr. 2 und 3 dann gar bis um 0 Uhr nachts schuften musste. Schon hart. Das war aber im Vergleich zum abendlichen Arbeiten an einem Freitag jedoch das kleinere Übel. Trotz Einschlafprobleme um 2 Uhr nachts.

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Wie bereits erwähnt, arbeitet mein Vater seit einer halben Ewigkeit in diesem Betrieb. Er war es natürlich auch, der mich dazu überredete, dort zu arbeiten, indirekt war es aber auch die Firma, die halt Nachschub in Sachen Ferienjobbber brauchte. Weil mein Vater innerhalb des Betriebes trotz seines einfaches Jobs als Arbeiter hier wohl wegen seiner hilfsbereiten und offenen Art geschätzt wird, hatte ich eine Art Sohnemann-Bonus. Nicht im Sinne der Leistung, sondern im charakterlichen Sinne. So was wie: „Ach, das ist der Sohn von dem, dann muss der bestimmt auch in Ordnung sein“. Beziehungsweise dachte ich, dass ich so einen Bonus hätte und dass mir das weiterhelfen würde, was den Umgang mit mir seitens den anderen KollegInnen anging. Bestärkt auch dadurch, dass ich in der Firma als Ferienarbeiter bereits fast alle möglichen einfach zu bedienenden Maschinen betätigt habe, oft hier schon gearbeitet hatte. Doch ich hatte mich getäuscht und es waren nicht alle nett zu mir.
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Doch wenn Ihr jetzt denkt, dass ich meine Vorgesetzten und eben auch die meines Vaters nun in die Pfanne hauen würde, der irrt. Denn sowohl der spritzige Juniorchef als auch der nicht immer als handzahm und umgänglich geltende Seniorchef waren immer zuvorkommend, ebenso der Verantwortliche für die Produktion, und auch der Verantwortliche für Personal und Buchhaltung. Das war aber auch bei meinen zwei vorigen Ferienjobeinsätzen im Jahre 2006 und 2008 der Fall.
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Nein, es waren eher manche KollegInnen, mit denen man des Betätigungsfeldes wegen innerhalb der Firma eher wenig zu tun hat, die misstrauisch, kühl oder fast schon grantig wirkten, obwohl ich ihnen nichts getan hatte. Das merkt man halt oft, wenn man sich im Vorbeigehen grüßt. Dieses Grüßen ist ja gerade in solchen Mittelstands-Betrieben Gang und Gebe, fast schon ein Zwang. Früher musste ich, weil ich auch schon mal um 6.30 Uhr (wie mein Vater sonst immer) anfangen musste, auch tausende Male „Morgen“ oder „Mahlzeit“ von mir geben. Die Mehrheit der KollegInnen war zwar in Sachen Grußfeuerwerke – wohl doch wegen des Bekanntheitsgrades und der Verwandtschaft mit meinem Vater – mir wohlgesinnt, ein paar spezielle Personen reagierten jedoch leider entweder abweisend oder gar nicht auf mein „Hallo“. Aber vielleicht bildete ich mir auch nur ein, dass die Leute irgendwie ein Problem mit mir hätten. Vielleicht lag dieses komische Verhalten ihrerseits nur darin, dass es einfach ihr Charakter ist. Oder sie waren einfach von ihrer Arbeit gestresst, schließlich hatten die allermeisten während meines jeweiligen Antreffens bereits 8 Stunden gearbeitet.
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Da gab es zum Beispiel einen Typen, der für die sogenannte Werkstatt zuständig war und anscheinend dort eine hohe Position genießt, wahrscheinlich sogar vom Rang her dem Produktionschef ähnlich ist. Doch im Vergleich zu dem oder anderen hohen Tieren verhielt dieser sich gar nicht bodenständig oder sympathisch-kompetent. Im Gegenteil. Wenn man ihn so während seiner Arbeit, also irgendwann zwischen 14 und 16 Uhr vorbeigehen sieht, kann man seine Nase förmlich die Kumuluswolken berühren sehen. Mit anderen Worten: er war erstaunlich arrogant und unsympathisch. Doch gerade dieses Bad-Boy-Image faszinierte mich seltsamerweise. Der Snob war ja nicht sonderlich hässlich, zwar kantig im Gesicht, aber ein klein wenig mehr als nur durchschnittlich schön. Ca. 35 Jahre alt, eher groß, dunkelbraun-haarig und besaß schöne grüne Augen, bei diesem Ferienjobeinsatz diesmal eingerahmt in eine neumodische Brille. Ansonsten wie jeder andere auch das Firmen-Poloshirt in dunklem Blau mit Firmen-Logo, dunkle Jeans, typische solide Werkstattschuhe. Irgendwie hatte ich halt immer die Hoffnung gehabt, dass er mir mal einfach so „Hallo“ sagt und ich ihm genauso wieder antworte und dann im Inneren eine Art Genugtuung empfand. Doch zu solch einer Situation kam es nie.
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Ganz anders der Juniorchef, der auch der Vorgesetzte des Werkstatt-Snobs sein dürfte, und der ebenfalls so um die 35 Jahre alt sein dürfte (schätzungsweise), aber von seiner Persönlichkeit und seinem Auftreten her wie unverbrauchte 25 Jahre wirkt. Man würde sich das ja nur ungern zu sagen trauen, aber für einen Chef sieht er unfassbar knuffig aus. Er ist von der Körpergröße her halt so ähnlich klein wie ich, nicht schlank, aber auch nicht pummelig. Seine braunen Knopfaugen zu seinem rundlichen Gesicht lassen seine leichten Geheimratsecken schnell vergessen. Und dass er meist eine schwarze Anzughose und ein weißes Hemd trägt, also recht formell wirkt, mehr als dessen Vater, der Seniorchef, lassen ihn erst recht interessant wirken. Und sein Charme und seine Lockerheit sind die Krönung des Ganzen. Aber keine Sorge, er ist auch wirklich sehr kompetent und sicherlich durchsetzungsfähig, er lässt nur nicht so sehr das typisch Autoritäre einer Stellung wie seiner innerhalb des Betriebes heraushängen, was natürlich eine große Hilfe für alle in der Firma ist.

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Trotz des lieben Chefs war ich nach den drei Wochen sehr froh über die Beendigung des Ferienjobs. Ich hätte vielleicht auch früher mit dem Jobben anfangen können, dann hätte ich auch mehr Geld verdienen können. Doch ich hatte auch gewisse Sachen für die Uni erledigen müssen. Ich konnte deshalb auch nur drei Wochen arbeiten, weil ich die paar verbliebenen Tage bis zum Ende September Zeit für den Auszug aus der Würzburger-Altstadt-WG benötigte, in der ich ja nur zur Zwischenmiete gewohnt hatte.
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Donnerstag, 21. Oktober 2010

Heilung von der Blog-Apathie?



Warum ich den letzten Wochen so selten gebloggt habe...

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01) Tiefe Sinn- und Identitätskrise
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02) Keine Lust gehabt, große Texte über gewisse Themen zu schreiben, Faulheit
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03) Wenig Gelegenheiten gehabt, mich an einen PC zu hocken, z.B. aufgrund des Ferienjobs
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04) Wenn Zeit, dann für andere Dinge aufgewendet, z.B. Last.fm, Facebook, Spiegel.de
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05) Geeignete Themen nicht gefunden, fehlende Kreativität und Ideen
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06) Gefühl der Angeödetheit (Wort existent???) bezüglich des Blogs
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07) Faulheit, Faulheit und nochmals Faulheit

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Ob ich mittlerweile geheilt bin von der Apathie bezüglich meines Blogs "Croak for me!"? Wer weiß, bisher fehlt der gewisse Enthusiasmus, über mehr als nur über Musik zu schreiben...
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Dienstag, 10. August 2010

Meine Schwarze Liste der Bands und Künstler/innen



Kommt mir nicht in die Tüte: Bands und Künstler/innen, die ich musikalisch so gar nicht mag.
Bands oder Solo-Künstler/innen, deren Songs ausnahmslos nicht gut gefunden werden. Hat auch meist nur mit der Musik zu tun, nicht mit dem / den Künstler/innen / Bands. Außer beim fürchterlichen NS-Metal.

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Diese (nicht unbedingt vollständige) Liste hat übrigens keine Reihenfolge. Und es gibt keine Erläuterungen oder Kommentare zu jedem einzelnen. Und versucht ja nicht, mich bei eine dieser Bands und Künstler/innen umzustimmen. Gelingt nämlich nicht, denn ich bin, was Musik und Musiker angeht, wahnsinnig stur! :D
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UPDATE 13/08/10
Danke für deinen Kommentar, Herr/Frau Anonym! Habe meine Liste gleich ausgebessert und mit Mark 'Oh und Von Spar bereichert...
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01) The Strokes

02) Morrissey / The Smiths

03) Marquess

04) Johnny Cash

05) Tocotronic

06) Mercury Rev

07) Lostprophets

08) Billy Talent

09) Black Rebel Motorcycle Club

10) Bob Dylan

11) Autechre

12) Happy Mondays

13) The Stone Roses / Ian Brown

14) Justin Bieber

15) Scooter

16) Basshunter

17) Burzum

18) Death In June

19) Current 93

20) Manowar

21) AC/DC

22) Guns N' Roses

23) Rage Against the Machine

24) The Polyphonic Spree

25) Tool

26) Art Brut

27) Aloha From Hell

28) Bullet For My Valentine

29) Clinic

30) Liars

31) Katie Melua

32) Ke$ha

33) Cobra Starship

34) The Disco Boys

35) Nickelback

36) Hadouken!

37) Daughtry

38) Mark 'Oh

39) Die Goldenen Zitronen

40) Blumfeld / Jochen Distelmeyer

41) Fleet Foxes

42) Massiv

43) Cherona

44) Flogging Molly

45) Seether

46) Luxuslärm

47) Giant Sand / Howe Gelb

48) Scorpions

49) Mumford & Sons

50) Fever Ray

51) Jimmy Eat World

52) Polarkreis 18

53) Nightwish

54) 30 Seconds To Mars

55) Silbermond

56) Joanna Newsom

57) Bonnie 'Prince' Billy

58) Jack Johnson

59) Coheed & Cambria

60) Bat for Lashes

61) Kate Bush

62) Willie Nelson

63) Archive

64) Apocalyptica

65) Apotygma Berzerk

66) Unheilig

67) Volcano Choir

68) Within Temptation

69) Lützenkirchen

70) Angerfist

71) Enya

72) Claudia Koreck

73) Mark Medlock

74) Daniel Schuhmacher

75) Tokio Hotel

76) Von Spar

77) Status Quo

78) Adoro

79) Wilco

80) Carpark North

81) Klez.E

82) Garish

83) Fady Maalouf

84) Amy Macdonald

85) Chris Liebing

86) KISS

87) Helene Fischer

88) DJ Ötzi

89) The Baseballs

90) The Boss Hoss

91) Hank Williams

92) Celtic Frost

93) The Datsuns

94) Mayhem

95) Soulja Boy

96) Fabian Buch

97) Iyaz

98) Okkervil River

99) Frittenbude

100) HGich.T (link!)
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Sonntag, 8. August 2010

Tagversüßer des Tages Vol. 268



ZYPZ mit "Walking Alone".

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Okay, der Bandname ist ziemlich cool: ZYPZ, ausgesprochen wie "spice". Und das Musikvideo, welches von, keine Ahnung, wem, gedreht wurde, ist es auch.
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Aber: braucht man/frau denn bitte schön noch so eine ach so coole, dahergelaufene Elektro-Pop-Band aus Berlin, obwohl es schon so viele von denen gibt, und die sich auch alle sound-technisch sehr ähneln?
Denn es gibt ja bereits Digitalism (okay, das ist jetzt eine Hamburger Band), Bodi Bill, Booka Shade / Kid Alex (ursprünglich aus Hamburg, nun Berliner), Modeselektor, Kissogram, und wie sie alle heißen. Mehr oder weniger bollernde Synthie-Sounds inklusive Gesang von Männern, die nicht wirklich schön singen können (wegen des fehlenden Vibratos)...oder wollen.
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Dieses Newcomer-Duo, das so klingen will wie die britischen Kollegen Zoot Woman - oder all die anderen 80s-Synthie-Retro-Popper - finde ich jetzt an sich nicht sehr spannend, eben weil - anders als beim britischen Pendant Hurts - das gewisse Etwas fehlt (z.B. die Wärme inmitten der kalten synthetischen Klänge). Ihre Musik ist, nun ja, höchstens ganz nett. Außerdem wollen sie auch vom "hippen" Kuchen etwas abhaben, denn, oh mein Gott, sind DIE aber stylisch! Das macht sie aber auch zu Musikern, die gerne von oberflächlichen Hipstern gehört wird, gerade von Berlin-Mitte-Girls und -Boys. Also wie gehabt: im "Osten" nichts Neues.
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Oh weh, der von den Gays so gern gehörte Electropop ödet mich in diesem Jahr und inzwischen genauso an wie Indie Pop/Rock. Weil jeder jeden in den jeweiligen Musikrichtungen nachäffen will, anstatt etwas wirklich erfrischend Neues hinzukriegen, ohne allzu offensichtliche Verweise auf die 80er-Jahre-Musik oder auf deren zahlreiche Epigonen.
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Und dann sind sie auch noch "Newcomer des Monats" der Musikexpress-Ausgabe 08/2010 (link!), auf der CD-Beilage war übrigens ein ähnlich mediokrer ZYPZ-Track, der "WTF" hieß. Naja, genug gebasht, es bleibt das wirklich gelungene Musikvideo der "Baalihnah": "Walking Alone" hat ein paar silberne animierte mehreckige und kugelige Raumkörper zu bieten, was das "outdoor" gedrehte Video durchaus sehenswert macht. Und gut angezogen sind
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ZPYZ - Walking Alone from The Band ZPYZ on Vimeo.

www.zpyz.de

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Freitag, 6. August 2010

Soziologische Abhandlung über HGich.T-Hörer



HGich.T ...wer?
Das ist eine Band, die wie keine andere dieses Jahr polarisieren wird.

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HGicht.T - steht das eigentlich für "hageldicht"? - ist ein Kollektiv mit einer unbestimmten Anzahl von Mitgliedern. Die Band macht...äh, ja, was macht sie denn genau für Musik? Ich würde sagen...Euro-Trance-Elektro-Trash-Punk. Oder: Dada-Musik des 21. Jahrhunderts. Da die einen die Musik der Band lieben, die anderen aber, klar, hassen, wollte ich gerne wissen, welche Leute zu der ersteren Kategorie gehören.
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Doch zunächst: wie bin ich eigentlich auf diese Band gestoßen? Alles fing mit einem Artikel "Spektakel aus Geschrei" (link!) der Pop-Intellektuellen-Zeitschrift Spex, der in der September-/Oktober-Ausgabe (Jochen Distelmeyer auf dem Titel, link!) erschien. Das erste, was sofort auffällt, ist das wohl beabsichtigt eklige Foto zu dem Text mit der orangenen Müllmensch-Weste und dem Teelöffel, das er gerade zum Munde führt. Darauf, das soll wohl die Blechschatulle in der anderen Hand und der Kater / die Katze daneben andeuten: Katzenfutter. Und zur Vollendung der Geschmackslosigkeit trägt diese Person auch eine Nicht-Frisur, an den Seiten kahlrasiert, schwarz gefärbt hochgegelt. Abgebildet war "Tutenchamun", der "Sänger" von HGich.T. Im Artikel steht etwas über ein sogenanntes Youtube-Phänomen und über krasse Live-Performances und über die Kunst-Studiums-Vergangenheit mancher HGich.T-Mitglieder.
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Irgendwann, ein paar Monate später läuft während Tracks, einem SPEX in der Thematik oft ähnelnden Pop- und Untergrundkultur-TV-Magazin auf Arte, ein völlig deppert aussehendes Musikvideo zu "Tutenchamun" (heißt so wie der Frontmann). Quälende zwei Minuten lang geht der Ausschnitt aus dem insgesamt siebenminütigen Anti-Musikvideo. Videoclip: schrecklich. Musik: noch schrecklicher! Als ob man den in den 90ern überall grassierenden Eurodance-Fieber - in tausendmal schlechter - kopieren wollte.
Am schlechtesten jedoch: der Text zum Lied:

wenn die polizei vorbei fährt, ja! ja
dann halt ich erst mal an, ja! ja
nehm ne ziese aus der schachtel, ja! ja
und spiel auf harmlos nach schema f, ja! ja
[...]
meine name ist garfield, ja! ja
ich war schon immer da, ja! ja
und jetzt bin ich auch da, ja! ja
und du bist auch da, ja! ja
wir sind beide da, ja! ja
zusammen in the universe ja! ja
zusammen mit der polizei, ja! ja
[...]

Schwer zu ertragen, weil das alles nicht mal lustig ist. Alexander Marcus' "Papaya" hingegen ist Frasier (link!)-Niveau!
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Viele Monate später sehe ich auf LAUT.de ein neues rezensiertes Album mit einem sehr denkwürdigen Titel: Mein Hobby: Arschloch (link!). Daneben der Bandname: HGich.T - natürlich. Nochmal daneben die Bewertung: 1 von 5 Punkten! Wow, cool! Endlich mal jemand meiner Meinung! Sofort lese ich die Plattenkritik. Am Anfang formuliert es der Rezensent Hannes Wesselkämper so: "Sich von musikalischer Seite aus an Hgich.T anzunähern, ist eine mehr als zweifelhafte Angelegenheit. Ich lasse lieber gleich die Katze aus dem Sack: Dieses Album enthält die schlechteste Musik, die ich je gehört habe!"
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Später erwächst daraus der Plattenkritik im zugehörigen LAUT.de-Forum eine hitzige Debatte um die Relevanz oder Nutzlosigkeit von HGich.T allgemein und von den Tracks aus dem Debütalbum Mein Hobby: Arschloch (2010) im Speziellen. Zwar kokettieren HGich.T mit Verhaltensweisen so mancher Klischee-Prekariats-Angehöriger, vielleicht ist die Überzeichnung zu genial, um nicht wahr zu sein, jedoch ist das schon sehr anstregend. Musikalisch sowieso. Und die jenige Forum-Schreiberlinge, die pro HGich.T sind, argumentieren u.a. damit, dass man die Musik nur im ultrabesoffenen Zustand ertragen könne, man aber dafür dann super unterhalten werden würde. Wirklich?

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So weit, so Ausgangslage. Jetzt wollte ich wirklich wissen, was für Menschen HGich.T gerne hören. Weil ich dieses Phänomen einfach nicht verstehe. Dazu habe ich mir auf LAST.FM (link!) die Liste der "aktuellen Top-Hörer" von HGich.T - Stand: 28. Juli 2010, ca. 15:00 Uhr - angeschaut. Und die jeweils acht meistgehörten Bands und KünstlerInnen dieser Top-Hörer herausgezogen.
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Ich werde mir sicherlich kein Urteil über den Musikgeschmack der einzelnen Leute erlauben. Es war jedoch schon erstaunlich, allen Erwartungen zum Trotz nicht nur Elektro-Punk-Bands wie Egotronic, Mediengruppe Telekommander oder Schwefelgelb aufzufinden. Oder Komiker und Trash-Gestalten wie Helge Schneider und der zuvor erwähnte Alexander Marcus. Oder typische Rave-Studenten-Bands wie Deichkind oder Frittenbude.

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Was kann man bei HGich.T zunächst feststellen? Natürlich sind die allermeisten Top-Hörer aus Deutschland. Außerdem hält sich die Geschlechter-Verteilung in etwa die Waage: so sechzig (männlich) / vierzig (weiblich). Dann, die erste kleine Überraschung: die meisten Top-Hörer sind erstaunlich jung, viele davon unter 20, der jüngste User ist gar 15 Jahre alt! Kann man vielleicht sagen, dass HGich.T die neue Rebellions-Musik ist, um die Eltern so richtig zu schocken? Dient die Musik und deren Attitüde als eine Art Ventil aus den Problemen während der quälenden Pubertät?
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Dann haben viele HGich.T-Top-Hörer merklich absurde User-Namen:
"AsbestTwin", "teeeeee", "Legosaurus", "DonutPanic", "Gedankenhaufen" oder, äh, ja, "Inkontinenzius". *schenkelklopf* Typisch und schön punkig. Dann gibt es aber auch andere Namen, die auf einen von Dark Wave, Hardcore, Metal und deren jeweils teilweise härtesten Spielarten sozialisierten Musikgeschmack verweisen: düstere, brutale, blutige Assoziationen rufen die User-Nicknames hervor.

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Kommen wir zu den in der Recherche aufgefundenen Bands. Alles ohne (Zahlx) steht für eine einfache "Nennung". Diese Bands lassen sich in die unterschiedlichsten Genre-Kategorien einteilen. Ich fange an mit...
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1) Mainstreamisierter Indie / Rock
Hier sind entweder Bands vertreten, die zwar bei Indie-Labels unter Vertrag sind, aber saumäßig beliebt und bekannt sind. Zum Beispiel The White Stripes (2x in meiner Recherche aufgetaucht), The Whitest Boy Alive (2x), Die Goldenen Zitronen.
Oder Major-Bands und -Künstler/innen, bevorzugt deutschsprachige, die für "indie" gehalten werden, was sie aber kaum sind: Tocotronic (4x), Yann Tiersen (2x!), Gorillaz (2x), Element Of Crime (2x), The Notwist (2x), Phoenix (2x), Beatsteaks (2x), die nicht mehr existierenden Muff Potter (2x), CocoRosie, Kasabian, Feist, Mando Diao, uvm.
Oder Klassiker, also Rockbands und -künstler/innen, die in den 60er bis 80ern Meilensteine herausgebracht haben: The Beatles (3x), Johnny Cash (2x), Ramones (2x), Pink Floyd (2x), The Doors (2x), Joy Division, Jimi Hendrix, etc..
Oder 90er-Alternative-Rock-Helden wie Die Ärzte (4x), die mittlerweile "indie" seiende Band Radiohead (3x), Placebo (3x), Red Hot Chili Peppers (3x), Nirvana (2x), Queens Of The Stone Age (2x), Portishead, Pearl Jam.
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2) Sensibelchen-Indie- und Post-Rock
Hier geht es um den "wahren" Indie, falls man das überhaupt sagen. Pitchfork-Bands, eher mittel- bis kaum bekannte Bands, die Indie Pop oder Rock, Lo-Fi/Noise, Singer/Songwriter-Mucke, Folk(pop/rock), Postrock, oder sonst etwas spielen. Zum Teil auch eher still. Neutral Milk Hotel (2x), Iron & Wine (2x), Voltaire, Sigúr Ros, Beirut, Au Revoir Simone, Bonnie "Prince" Billy, Laura Veirs, Sufjan Stevens, Fleet Foxes, Drive-By Truckers, usw..
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3) "Intelligent" Electro
Electronica, vielleicht experimentell, vielleicht poppig, Minimales, Dubstep und Intelligent Techno: Aphex Twin (2x), The Knife (2x), Paul Kalkbrenner, Oliver Koletzki, Zeebox, Pantha Du Prince, Mount Kimbie.
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4) Nicht elitärer Electro
Techno, Goa, House, Großraumdissen-Dance: Scooter (2x), David Guetta, Jeff Mills.
Electro-Punk / Electro-Trash: Deichkind (nur einmal vorgekommen!),
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5) HipHop
Erstaunlich, aber wahr: K.I.Z. wurden von allen HipHop-Acts am meisten genannt, nämlich jedoch ist ihr Humor anderer Natur, teilweise eher subtiler Art. Sonst: Prinz Pi (2x), Dendemann, Eminem,
Badboy-Rap wie Massiv, Alpa Gun, Kollegah, uvm.
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6) Mainstreamiger Punk
Also (Pop-)"Punk" auf Majorlabels, Nu Metal, Emo-Pop. Bad Religion (2x), The Offspring, Billy Talent
Nu-Metal-Bands wie System Of A Down (6x!!!), Korn (2x), Linkin Park (2x), Bullet For My Valentine, Hollywood Undead, die natürlich alles andere als "metallisch" sind, werden oft gehört.
Pseudo-Emo wie Fall Out Boy, 30 Seconds To Mars.
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7) Mainstreamiger Metal
Längst etablierte, über den Underground hinaus bekannte metallene Bands wie Metallica (5x), In Flames (2x), Iron Maiden (2x). Judas Priest, und so.
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8) Richtig hartes Zeug
Black Metal, Death Metal, Grindcore, und vieles mehr, was bis an die Schmerzgrenze geht. Sachen, die der Mainstream in Sachen Metal-Musik so nicht kennt: Immortal (2x), Kreator (2x), Amon Amarth, Dying Fetus, Finntroll, Behemoth, Belphegor, Six Feet Under, uvm.
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9) Apokalyptische Musik
Goth, Industrial, Dark Folk / Neue Folklore, Operetten-Metal. Und hierbei führt der Neue-Deutsche-Härte-Export schlechthin Rammstein haushoch mit acht Nennungen! Sowieso die am meisten gehörte Band der HGich.T-Hörer in meiner Recherche. Dahinter: Samsas Traum (3x), Die Apokalyptischen Reiter (2x), Eisregen (2x), Marilyn Manson (2x), In Extremo (2x), Mindless Self Indulgence (2x), Goethes Erben, KMFDM, Deine Lakaien, Welle:Erdball. Auch der apokalyptische Folker Current 93, der oft der Anbiederung an "rechtem" Scheiß bezichtigt wird, wird auch gehört (2x).
Und so Sachen wie Within Temptation, Nightwish, Evanescence, HIM und so.
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10) Kerniges
Hardcore, Underground-Punk, (Scr)E(a)mo: Converge (2x), GG Allin, Underoath, uvm..
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11) Experimentelles / Avantgarde / Jazz / Klassik
Tom Waits, Philip Glass, Bruno Nicolai, usw.
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12) Dub / Reggae / Ska
Bob Marley, EZ3kiel, Ska-P, uvm.
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13) Pop und kontemporärer R'n'B
Lady GaGa, Ke$ha, Britney Spears, Beyoncé, Robbie Williams, Rihanna, Madonna, Owl City. Jeweils einmal genannt, ich scherze nicht!!!
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14) HAHA
Lustiges, Comedy, Kurioses: We Butter The Bread With Butter (2x), Knorkator, Helge Schneider, Frank Zander.
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Dienstag, 27. Juli 2010

Überbewertete Bands und Künstler/innen - meiner Meinung nach!



Man kann sich darüber streiten oder nicht, aber es gibt einfach so viele Bands, Duos und Solo-Künstler(innen), die einfach überbewertet sind.

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Entweder es gibt solche, die viel zu oft in den Musik-Schlagzeilen vorkommen, die eher dafür als für musikalische Prächtigkeiten (mittlerweile) berühmt sind: Amy Winehouse habe ich in meiner Liste mal ausgelassen, sie hätte es aber trotz ihrer Großartigkeit verdient, wegen ihrer Eskapaden abgestraft zu werden, an ihrer Stelle tritt Peter Dohertys Babyshambles an.
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Oder es gibt solche, die hatten einst ein Meisterwerk von einem Album abgeliefert, veröffentlichen aber seitdem nur enttäuschende Platten. Beispiel: The Rolling Stones (seit vielen Jahrzehnten überschätzt), Prince, Arctic Monkeys (ihre letzten Singleauskopplungen waren enttäuschend).
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Oder es gibt solche, die einfach so sehr über den Klee gelobt werden, ständig und immer wieder, dass es einem aus den Ohren oder Augen (bei schriftlichen Lobpreisungen wie z.B. in der Rolling Stone oft vorkommend) förmlich herausquillt. Ellie Gouldings Musik zum Beispiel klingt echt nicht so gut, wie es der dazugehörige Hype der UK-Presse einem vermitteln will. Die unreflektierte Geilfindung von Bob Dylan, besonders seitens der deutschen Ausgabe des "Rolling Stone" ist noch weitaus verheerender!
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Oder Bands und Künstler/innen, die einfach sucken und nerven. Oder, oder, oder. Der Musikexpress stellte in der Mai-Ausgabe (link!) dieses Jahres (MGMT auf dem Titelbild, womöglich auch eine überschätzte Band?) die 50 meist überschätzten Bands (und auch Künstler) vor. Ich möchte mit einer eigenen Liste dagegenkontern, in der Bands und Leute wie Muse und Lady GaGa zwar fehlen, aber Bands wie Mando Diao oder U2 sowie die "Queen of Pop" (solche Pseudo-Titel sind oft ein Anzeichen für Überschätzung) hier wiedergefunden werden. Allerdings folgt meine Liste keinem Ranking.

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ÜBERBEWERTETE BANDS UND KÜNSTLER/INNEN

01) Arcade Fire
[Der ewige Hype um die "Indie"-Rock-Band, die übrigens überhaupt nicht "indie" ist, weil das Indie-Label Rough Trade in Deutschland bei Arcade Fire 2007 mit dem Major-Vertrieb Universal zusammenarbeitet, geht wieder los. Jaja, Arcade Fire machen Musik mit groß angelegtem Sound. "Black Mirror" vom letzten Album sowie "Neighborhood#2 (Laika)" vom vorletzten sind toll. Aber die Vorab-Free-Download-Songs "Month of May" und "The Suburbs" vom gleichnamigen Album The Suburbs (2010), welches nächsten Montag in Deutschland veröffentlicht wird, gehen einfach nicht in mein Ohr rein. Ihre Großartigkeit in den Klängen erkenne ich diesmal auch nicht. Für mich ist es einfach gewöhnliche Rockmusik.]
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02) The Strokes
[Ich mag die fünf New Yorker immer noch nicht. Was soll denn so geil an diesen wiedergekauten und ausgespuckten Garagenrock sein und dieses arrogante Retro-Lässigkeits-Gehabe?]


03) Bob Dylan
[Den mochte ich noch nie. Grässlich, sein Gesang! Noch schrecklicher: die Lobpreisungen, die sich so anhören, als sei Dylan Aristoteles. Oder Jesus!]
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04) Tocotronic
[Die deutschsprachige Musikpresse kann mich mal, Tocotronics Musik ist überintellektuelle schwandronierende wichtigtuerische quarkige Nicht-Musik.]
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05) M.I.A.
[Habe den Hype um Mathangi "Maya" Arulpragasam nie verstanden. Die provokante Künstlerin war zwar teilweise gut, aber nicht so überragend, wie es die Musikpresse wahrmachen wollte. Sie hatte eine große Klappe und setzte sich damit auch für diejenigen, die keine Stimme zu haben scheinen, z.B. für die tamilische Minderheit in Sri Lanka. Aber so überragend clever war ihre Musik so insgesamt nun auch wieder nicht, es gab auf Arular (2005), ihrem Debütalbum viel Füllmaterial. Der Bollywood-Gedenksong "Jimmy" aus Kala (2007) ist nicht wirklich geil, auch wenn es sich sehr am Mainstream anbiedert, mehr noch als das wirkluch gute "Paper Planes". Und das aktuelle Album /\/\ /\ Y /\ (2010) ist auch kein Meisterwerk, keine Platte zum Liebhaben, auch nicht zum Staunen. Es hat seine paar Momente, ist aber viel zu heterogen und verwirrend und rechtfertigt aber nicht ihre Messages und ihren Hype, der langsam verklingt. Denn jenes Album kriegt zum ersten Mal ganz viel Plattenkritik-Bashing! Noch schlimmer: die öffentliche Person M.I.A. fängt an, so richtig zu nerven. Ich sag nur: Verlobte eines Millonärs.]
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06) Madonna

07) Babyshambles

08) U2

09) Prince

10) Animal Collective UND Panda Bear

11) Guns N‘ Roses

12) Rage Against The Machine

13) Metallica

14) Mando Diao

15) Die Ärzte

16) Bon Jovi

17) The Smiths UND Morrissey

18) Robbie Williams

19) Bonnie „Prince“ Billy

20) Pet Shop Boys

21) Neil Young

22) Death Cab For Cutie

23) The Shins

24) Green Day

25) Wilco

26) Art Brut

27) The Doors

28) Justin Bieber

29) Ellie Goulding

30) Oasis

31) The Mars Volta

32) Moby

33) The White Stripes

34) Billy Talent

35) Arctic Monkeys

36) Die Toten Hosen

37) Herbert Grönemeyer

38) The Rolling Stones

39) Weezer

40) Tool

41) Norah Jones

42) Timbaland

43) Alicia Keys

44) Jack Johnson

45) Tiesto

46) David Guetta

47) Bob Marley

48) KISS

49) AC/DC

50) Nirvana
[Sie mögen zwar eine ganze Generation geprägt haben, aber der Kritiker- und Fan-Liebling Nevermind (1991) ist meiner Meinung nach das am meisten überschätzte Album überhaupt! Kein Song, der mich wirklich mitreißt, auch nicht jenes, das nach Jugendgeist stinken soll.]
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Nachtrag U&D Karlstadt 2010



Letzten Samstag Abend bin ich extra von Kreuzwertheim aus mit dem Auto meines Vaters nach Karlstadt gefahren, um mir wieder die Mini-Version des Würzburger "Umsonst & Draußen"-Festivals zu geben. Ich fuhr allein hin und kam auch wieder allein nach Hause. Hin- und Rückfahrt über die Landstraße: ca. 75km.

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Es war...okay. Highlights waren für mich u.a. die Tatsache, dass ich "Karo aka Wolta" und "Su" wiedergesehen habe, nach fast vier Monaten und dass ich ein paar unserer Freunde wiedergetroffen habe, auch wenn es nur ganz wenige waren, sonst sind es viel mehr.
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Dann war die Band namens Beatshots ziemlich gut, jedoch habe ich ihre Musik erst dann gerafft, also im Sinne von "voll gut gefunden", als sie bereits ihren vorletzten Song des ganzen Auftritts spielten. Eine britische New-Wave-Elektro-Rock-Band mit einer coolen Schlagzeugerin, einer coolen Sängerin mit Drumkit und ordentlichem Performance-Potenzial, einem viel zu stylischen Keyboarder (einziger Minuspunkt) und einem vierten Band-Mann. Sie haben etwas Glam in die verschlafene Kleinstadt gebracht! Hier (link!) gibt es ihre Myspace-Seite zum Entdecken.
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Ansonsten gab es ein paar wenige "Schnitzel" inmitten von lauter Dorfdeppen und -deppinnen. Dämlich war außerdem die Band, die nach den Beatshots spielte: sie hießen Die Springer und spielten furchtbaren Poprock auf Deutsch mit ekelhaftem überstilisierten fränkischen Akzent und bescheuerten Liedtexten und einem blöden Gehabe. Sportfreunde Stiller in tausendfach unangenehm. Bäh!

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Ich blieb jedoch nicht so lange dort, da sowohl Karo als auch Su den ganzen Abend über (ehrenamtlich) arbeiten mussten. Und sonst war niemand da, mit dem ich den späten Abend über hätte verbringen können. Es gab auch nichts, was mich da hätte halten können, denn sowohl die Cola als auch das Softeis und die eine Scheibe Crêpes waren schnell verputzt.
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Nach ein paar Schwierigkeiten mit der Ausfahrt aus dem Festival - vom zum Parkplatz gemachten Weizenfeld (alles bereits abgemäht) verfuhr ich mich leicht, sodass ich mit dem Auto auf einem Fußweg landete, kam jedoch wieder heil heraus - fuhr ich etwas enttäuscht wieder heim.
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Empfehlung für ein Niedergeschlagenheits-Mixtape



Noch ein Mixtape, das zu schlechten Launen gut passt, gerade wenn man in dieser Stimmung bleiben möchte und eben NICHT aufgemuntert werden möchte. Hier aber liegt zum anderen Mixtape der Unterschied, dass man sich eher "depri" fühlt, dass man eher nicht das Gefühl hat, irgendetwas kaputt machen zu wollen, dass man eher leidet. Passende Adjektive zu dieser Gemütsverfassung: "geknickt", "hoffnungslos", "deprimiert", "trübselig", "am Boden", "bedröppelt", "unglücklich", "sorgenschwer", "kummervoll", "trostlos", "furchtbar traurig".
Hier: schlechte Laune, introvertiert dargestellt.

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01) Interpol - Pioneer to the Falls

02) Jeff Buckley - Forget Her

03) The Big Pink - Velvet

04) Massive Attack - Angel

05) The National - Afraid of Everyone

06) Japandroids - I Quit Girls

07) Portishead - Plastic

08) Beck - Lonesome Tears

09) Radiohead - Street Spirit (Fade Out)

10) I Am Kloot - Deep Blue Sea

11) David Bowie - Subterraneans

12) Blur - No Distance Left to Run

13) Nine Inch Nails - The Day the World Went Away

14) Goldfrapp - Horse Tears

15) Elbow - Friend of Ours
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Empfehlung für ein Grießgrämigkeits-Mixtape



Ich habe mal ein Mixtape erstellt, das zu schlechte Launen gut passt, gerade wenn man in dieser Stimmung bleiben möchte und eben NICHT aufgemuntert werden möchte. Passende Adjektive zu dieser Gemütsverfassung: "übellaunig", "missgestimmt", "bockig", "gereizt", "grießgrämig", "sauertöpfig", "verdrießlich", "trotzig", "unfügsam", "einfach schlecht drauf". Man denkt sich: "Alles ist beschissen, micht nervt die Welt und alles um mich herum".
Hier: schlechte Laune, extrovertiert dargestellt.

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01) Queens of the Stone Age - A Song for the Dead

02) Helmet - Bad Mood

03) Editors - Eat Raw Meat = Blood Drool

04) HEALTH - Die Slow

05) These New Puritans - Elvis

06) Muse - Stockholm Syndrome

07) Joy Division - She's Lost Control

08) Nine Inch Nails - March of the Pigs

09) Public Enemy - Shut 'Em Down

10) Björk - Declare Independence

11) Radiohead - Paranoid Android

12) Faith No More - Be Aggressive

13) Portishead - Small

14) Fiona Apple - Parting Gift

15) Madrugada - Whatever Happened to You?
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Montag, 28. Juni 2010

B'day-Feier: ASIBRAUT und ihre viel zu coolen Freunde



Tja, der Geburtstagsmarathon hat - vor Tümmis Doppel-Feier am kommenden Donnerstag und am Freitag - erst einmal mit der "ASIBRAUT"-Feier vom 26. Juni (Samstag) vorerst ein Ende.

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Wer ist ASIBRAUT? Sie heißt eigentlich Jana und studiert etwas mit Design an der Fachhochschule WÜ-Schweinfurt. Meine Mitbewohnerin Chrissie wohnte einst mit ihr im selben Haus, nämlich zwei Stockwerke über ASIBRAUT. ASIBRAUT habe ich damals kennengelernt, als Chrissie ASIBRAUT einst beim Einkauf beim "Kupsch" wiedergetroffen hatte. Chrissie brachte sie mit zu unserer WG hoch, wodurch wir unweigerlich miteinander vorgestellt wurden. Sie kam sehr sympathisch und offen herüber! Es sollte ein Vorglüh-Abend vor dem Laby-Gang sein, doch Spontan-Gast ASIBRAUT wollte, weil sie nicht zu Abend gegessen hatte, lieber ihre Pizza in ihren Ofen schieben als mitzukommen (natürlich hatten wir ihr auch Sachen zum Essen angeboten, aber sie lehnte dankend ab).
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Vor kurzem kam eine Einladung von ASIBRAUT an Chrissie und mich. Chrissie meinte, ASIBRAUT wollte mich mit jemandem verkuppeln, der auch an der Geburtstagsfeier zugegen sein werden würde. Ahja! Letztendlich war es an jenem Samstag so, dass Chrissie aus Lernstress-Gründen (Englisch- und Deutsch-Zwischenprüfungen) dann leider doch daheim blieb.

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Chrissie hatte mich vorher vorgewarnt, dass die Leute und Freunde, die ASIBRAUT einladen wird, wohl von der "coolen" Sorte gehören. Was Chrissie und ich gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass wir in der Schule nie zu den angesagten Menschen gehörten. Chrissie hatte nicht viele Freunde in der Klassenstufe. Ich hatte wenige richtig dicke Freunde in der Klassenstufe, viele MitschülerInnen, mit denen ich eher oberflächlich befreundet war und es gab sicherlich auch Leute, denen ich egal war. Und seitdem ich studiere, habe ich zwar mehr Freunde, mit denen ich dicke befreundet bin, dennoch gehöre ich eher zu der Sorte "sympathische kluge Freaks", meine Freunde sind das auf jeden Fall auch, mal mehr freakig, mal weniger. Aber hip, cool (link!), begehrenswert oder überaus charismatisch war ich nie und werde ich auch nie sein.
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Nein, ich bin weder hip noch nerdig, noch stinklangweilig (d.h. "normal"). Aber irgendetwas anderes werde ich wohl schon sein. Und mit der Einstellung, mich an jenem Abend nicht in die Pseudo-Coolness-Richtung verbiegen zu lassen, ging ich allein ohne Chrissie (das Verbindungsglied zwischen ASIBRAUT und mir) dorthin, zur WG von ASIBRAUT, die sich ebenfalls in der Würzburger Innenstadt befindet.

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Anfangs waren neben ASIBRAUT vier Leute da, sie haben sich umgehend vorgestellt. Da war ASIBRAUTs beste Freundin (eher schlank, groß, schulterlang - und dunkelhaarig, eher bodenständig) und ihr Freund (ähnlich groß wie ich, aber etwas kräftiger gebaut, noch bodenständiger als sie). Dann ihre sehr sehr lässig wirkende kurzhaarige Mitbewohnerin, die mit ihren Bermudashorts wirklich sehr lässig wirken wollte und deren Freund Max, der Bio studiert und mit dem ich erst später unterhielt, aber dafür ziemlich gut. Ich dachte dennoch erst: und wo sind die Möchtegern-Coolen?
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Die kamen dann nach ca. 20 Minuten auch nach und nach, aber dafür zahlreich. Humorvoller kurzhaariger Typ mit Lippen-Piercing, chaotischer schulterlanghaariger Typ mit Lippen-Piercing. Beides wohl Skater, auch so etwas ach so cooles. Braun- und Langhaarige mit Modelgröße und -proportionen und mit, na was wohl, Piercing an der Lippe. Die Leute waren ja noch einigermaßen nett zu mir. Dann aber: Typ, der zwar kein Piercing trägt, zumindest nicht im Gesicht sichtbar, aber hübsch und jungenhaft, rasiert. Nur war dieser im Gegensatz zu seinem redseligerem Kumpel sowas von unkommunikativ, dass die Gesprächsversuche von mir nur scheitern konnten.
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Es gab dann mindestens zwölf Jungs, die zum Teil attraktiv, aber so was von lässig waren. Hörten bestimmt Hardcore, Punkrock, Conscious Rap oder Indie. Oder die beschissenen Elektro-Punker von Frittenbude. Trugen Klamottenmarken wie "Carhartt", "Drykorn", "Vans", "Fred Perry". Also ach so alternative Großstadt-Labels, die jedoch sicherlich nicht viel günstiger sind als klassische Labels wie z.B. "Marc O'Polo". Hauptsache dem Skateroutfit entsprechend, "baggy", hauptsache "cooooole" Streetwear. Die dazugekommenen Mädels waren eher "girly" angezogen und ähnlich von sich selbst überzeugt wie die Jungs. Eine trieb es auf die Spitze. Sie war mächtig aufgetakelt, vom gesträhnten Pony über das Make-up (sie sah aus wie 35!) bis hin zu ihren Stiefeletten, hätte auch ins "Odeon" gehen können: sie passte noch weniger rein als ich, verstand sich aber dafür mit der Meute viel besser.
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Alles kam mir so fremd vor. Die WG war zwar gemütlich, aber die Leute, die man höchstens anhimmelt, aber mit denen niemals abhängen würde, gaben mir das Gefühl, im falschen Film zu stecken. Sie würden zwar eher nicht ins oberflächliche "Studio" (link!) gehen, noch weniger in das abgehobene Etablissement "Odeon", aber auf jeden Fall zum "Café zum schönen René". Der Titel ist ironisch gemeint und der kleine Club schart gerade solche Menschen herum, die nicht nur studieren, sondern auch Piercings tragen, gern skaten, stylisch sind, sich in ihrem lässigen Alternativtum so wohlfühlen, dass sie sich für etwas Besseres halten können.

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Als ich hoffte, Chrissie oder den anderen von ASIBRAUT verkuppelten Typen doch noch auf dieser Party zu begegnen, was aber bei beiden nicht der Fall war, lernte ich drei Psychologie-Studentinnen kennen, von denen eine gerade mit ihrem Studium fertig wurde, alles abgeschlossen hat. Sie hieß Christine und war sympathisch UND bodenständig. Natürlich ließ ich meinen Frust bei ihr schnell aus, weil sie das alles nachvollziehen konnte. Aber wir konnten uns über fast alles unterhalten, über ihr beendetes Studium, über mein noch andauerndes Studium, übers Wohnen in Würzburg, über die Uni, über ihre zukünftigen Pläne, über Musik, usw. Sie kannte auf der Party auch niemanden so wirklich, denn eine ihrer mit anwesenden Psycho-Kumpelinnen kannte die Gastgeberin, also ASIBRAUT.
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Dann verließen die Psycho-Ladies und ich die WG, um zu einer anderen WG-Party zu gehen, die unweit von dieser entfernt war. Denn ein gemeinsamer Kumpel von ihnen soll da auch feiern. Als wir ankamen, standen zwei Typen, die rauchten und meinten, dass alle bereits in Richtung "Café zum schönen René" gewandert seien. Dahin wollten auch 90% der ASIBRAUT-WG-Leute hingehen. Vorher Zwischenstopp im "Café Standard", weil zwei von den dreien dort arbeiten. Dann "Café zum schönen René". Ich hatte wegen der Vorurteile nicht überaus viel Bock darauf.

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Dann war ich drin, lernte deren gemeinsamen Freund Kalle kennen, der wie ich auch Englisch studiert und netter herüberkommt als in der Uni. Lernte noch mehr Leute kennen. Lernte einen von der ASIBRAUT-Party kennen, der zufälligerweise der Mitbewohner einer ehemaligen Mitschülerin von mir ist, welche mit mir Mathe-Nachhilfe bekam und ein Indie-Chick war und nun in Wien studiert. Weil er aus der Nähe meines Heimatortes kommt. Dessen Kumpel, auf den ich schon länger stehe, den ich oft in der Uni sehe, und der - wie durch Zufall - auch auf der Party landete, war hingegen weitaus unsympathischer zu mir. Ich lernte dann noch eine Kommilitonin von ASIBRAUT kennen, die wie ich einen asiatischen Migrantenhintergrund hat und auch auf der Party war.
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Und das "Café zum schönen René" war okay. Musik: instrumentaler Electro-House. Gin Tonic: teure 5,50 Euro. Klo: teilweise verstopft. Aber es überraschte mich nicht, dass viele dort waren, die genauso aussahen und wirkten wie die Mehrheit der auf ASIBRAUTs Party eingeladenen Leute. Also cool, hip, alternativ, irgendwie hedonistisch, selbstverliebt. Der Abend war durchwachsen, aber nicht so schlimm wie befürchtet. Er hatte seine guten Momente. Zum Glück!
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Donnerstag, 17. Juni 2010

Ablenkungen in Vorlesungen, resp. Laptop-Games



Heute ist es mir während einer Geschichtsvorlesung wieder aufgefallen: StudentInnen suchen in Hörsälen oft einen Ausweg aus ihrer Langeweile oder ihrer mangelnden Auslastung.

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Manche Leute lenken sich während einer Vorlesungssitzung gerne mit Gaming ab, auch wenn die meisten ihr Note- oder Netbook ausschließlich als moderne Schreibmaschine verwenden. Natürlich sitzen die Laptop-Besitzer und besonders Laptop-Mitnehmer - diese machen ca. 5-15% der gesamten Hörsaalbevölkerung aus - eher im hinteren Bereich eines Hörsaals, als möglichst weit weg vom Dozenten und somit ferner vom Radar eines Dozenten, sofern die Tipper und Klicker sich ruhig verhalten.
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Sicher ist es praktisch, wenn Leute während einer Vorlesung oder eines Seminars mittippen können, anstatt Papier und Stift, also College-Block und Bleistift, Füller, Kugelschreiber, Fineliner, Rollerball, etc. zu zücken. Aber so kommt man dann auch superleicht in Versuchung, mit diesen Studi-Statussymbolen etwas Vorlesungsfremdes zu tun.

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Heute zum Beispiel sitze ich ich in dieser Geschichts-VL in der allerletzten Reihe im Hörsaal. Dies aber auch nur, weil zwei meiner Kommilitonen sich bereits dort hingepflanzt hatten und der Rest des Saals bereits zu 2/3 voll war. Zwei Reihen vor mir spielt eine Studentin mit braunhaarigem kurzem Pferdeschwanz und einem Medion-Netbook eine Art Pinguin-Version von Super Mario Bros. Nach einiger Zeit kann ich auch ablesen, wie das Spiel genau heißt: Super Tux ist dessen Name! Das Linux-Spiel wird auch für eine kurze Zeit von ihrem Banknachbarn gezockt. Allerdings schaltet sie auch oft zwischen dem Spiel und ihrem installierten Open Office Writer (unabhängiges "Word") hin und her. Ihr Kollege tippt öfter mit, als das er herumspielt. Wenn er es tut, dann spielt er eine No-Name-Version des Klassiker-Games Tetris.
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Das Dilemma für einen Kommilitonen wie mir, der eben nicht beizeiten herumzockt, ist, dass er dennoch abgelenkt wird vom Gaming-Bildschirm, ohne dass er es selbst spielt. Er versucht zwar, dem Dozieren zu folgen, kann sich aber nicht 100%-ig darauf konzentrieren. Irgendwie findet er die Ablenkungsmanöver der Mitstudierenden nicht nur nervig, denn man kann nur schwer wegschauen, sondern auch faszinierend. Man würde ja so gerne auch einmal an diesen Laptop kommen! Dann denkt man sich wieder: die Zurschaustellung von Laptops seitens solcher sich profilierenden StudentInnen kann schon mal auf die Nerven gehen...

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Naja, manchmal lenke ich mich auch während einer Vorlesung ab. Es gibt ja nicht nur Gesprächspartner, mit denen man sich in Flüsterlautstärke über dies und jenes unterhalten kann. Zeitschriften, Hausaufgaben, Lektüren oder Lerntexte zum Lesen, Schreiben, Notieren, Markieren, Grübeln, Abschalten. Auch Papier und Stift als alternative Ablenkungsmaterialien: zum Zeichnen, Kritzeln, Dichten oder auch zum Verfassen von Blogeinträgen, was ich jetzt auch gerade tue, haha!
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