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Donnerstag, 4. November 2010

Nachtrag: Das Wochenende mit Karo in Wertheim




Kurz nach dem Auszug aus der WÜ-Altstadt-WG traf ich mich nach langer Zeit wieder mit Karo aka Wolta, was eine willkommene Ausflucht aus der Kreuzwertheim-/Wertheim-Ödnis war. 2. Oktober und 3. Oktober 2010.

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Nochmal zur Klärung der nicht einfach auseinanderzuhaltenden Provinzscheiße: Das Großkaff Kreuzwertheim (ca. 4000 EinwohnerInnen) ist der Ort, in dem ich einst 20 Jahre lang bei meinen Eltern wohnte und nun aus weniger freiwilligen Gründen wieder wohne. Dort ging ich auch vier Jahre lang zur Grundschule.
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Die Kleinstadt Wertheim (über 25000 EinwohnerInnen) hingegen ist mein Geburtsort und der Ort, in dem ich von der 5. Klasse bis zur 13. Klasse aufs Gymnasium (ein humanistisches, naturwissenschaftliches, alt- und neusprachliches) ging. Und Wertheim ist nicht gleich Wertheim Village, denn das „bei uns“ auch FOC (Factory Outlet Center) genannte künstliche Psuedo-Schnäppchen-Dörfchen für Mittel-/Oberschicht-Portemonnaie-Besitzer ist ca. 10km vom eigentlichen Stadtkern entfernt. Es kommt sehr häufig vor, dass wenn ich preisgeben soll, woher ich komme, den unwissenden Menschen beim Stichwort Wertheim sofort Wertheim Village einfällt: „Ah, Wertheim Village!“ Nicht ganz, ihr Leute, muss ich da immer weiter ausführen.
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In Wertheim fand heuer seit dem 1. Oktober 2010 wie an jedem ersten Oktoberwochenende die sogenannte Michaelismesse statt: die Hauptattraktion der Provinz in Sachen Volksfest, vergleichbar mit der Würzburger Kilianimesse oder der Marktheidenfelder Laurenzimesse. Als Jugendlicher war es DER Kick, sich dort zu besaufen und Spaß zu haben. Als Kind war natürlich nur letzteres der Fall, gerade durch die vielen Stände, Spaßbuden und Attraktionen wie Riesenrad, Karussell oder Krake. Den Autoscooter-Bereich fand ich hingegen lange Zeit blöd. Als Fast-Erwachsener – „not a boy, not yet a man“ – hat diese Kirmes jedoch fast jeglichen Reiz verloren.
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Nun war es so, dass Karo dieses Jahr beim sogenannten Messelauf mitmachen wollte. Bei diesem nahm ich auch einst 2006 mit ihr teil. Ich kann mich gut noch an den prasselndem Regen und meinen dadurch zerstörten Haarwachs-Seitenscheitel erinnern. Dadurch tropfte die Wachs-Wassermischung tränenartig herunter und kam gar in meine Augen, wodurch ich am restlichen Tag nur noch glasig gucken konnte, haha! Barock- oder Rokoko-Kleider als Frau oder Knickerbocker und/oder Wrack als Mann sollten da vorgeführt werden. Es gibt eine bestimmte Route, die durch den Messeplatz und die Wertheimer Altstadt führt und als Mann-Weib-Gespann (je zwei Menschen hintereinander) sollte man mehrere Stunden die Strecke durchschreiten. Weil ich dieses Jahr wegen des WG-Auszugs keine Zeit hatte, konnte ich nicht teilnehmen, Karo hingegen erklärte sich bereit. Denn der Initiator des Messelaufs war unser ehemaliger Deutsch- und Geschichte-Lehrer, der gleichzeitig jahrelang die Theater-AG leitete und ihr großen Ruhm und Ansehen brachte. Durch den großen Theaterfundus voller Kostüme und Accessoires kam auch die Idee mit dem Messelauf.

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Ich konnte aus Zeitgründen den Lauf nicht mitverfolgen, konnte mich aber am frühen Abend mit Karo auf der Messe verabreden. Wir haben uns riesig gefreut, uns nach langer Zeit wiederzusehen. Karo war jedoch ein klein wenig mitgenommen von der Belastung durch den Messelauf. Sie wollte sich irgendwo mal für länger hinsetzen. Deshalb beschlossen wir, wenig später den Messelauf-Initiator zu besuchen, der sehr nah am Messe-Spektakel wohnt.
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Dieser überaus gastfreundliche, selbstbewusste und eloquente Mann mit Wohlstandsbauch, der sich auch jahrelang für die Kommunalpolitik eingesetzt hatte, empfing uns und lud uns sogleich gar zum Abendessen ein. Nach einem Plaudern gab es überaus köstlich gebratene Champignons, Tomaten und Zwiebeln. Dazu getoastete Brotscheiben und Bier. Wir waren ob der Einfachheit und gleichzeitigen Köstlichkeit begeistert! Dazu gab es Anekdoten vom Gastgeber, sowie ein paar Themen, bei denen ich nicht wirklich mitreden konnte, weil es da um mir unbekannte Personen ging, die Karo jedoch kannte.
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Nach der Tagesschau verließen wir das Haus, in dem Karo das Wochenende über übernachten durfte, weil sie ja mitlief und ihre Eltern beide längst aus Wertheim weggezogen waren. Wir suchten dann auf der Messe Babs. Babs hat mit Karo und mir Abi gemacht. Babs' Eltern wohnen auch in Kreuzwertheim und als wir 15 und 16 waren, haben wir mit noch anderen viel gemeinsam unternommen, u.a. Zelten am Ammersee. Babs konnte mit jedem, kann/konnte genauso gut mit den LAN-Party-Nerds wie mit den Alternativen und Punks oder den beliebten Mädels (≠ Tussis unserer Klassenstufe). Und auch mit eher außen gestandenen Freaks wie mit Karo und mit mir, die wir damals zum Teil schon waren. Babs war immer so eine, die von allen gemocht wurde, weil sie immer vertrauensvoll und integer war, egal, mit wem sie es zu tun hatte. Als wir sie fanden, suchten wir nach dem Weinzelt, dass in den letzten Jahren immer eine angenehme Alternative zum überladenen stumpfen Bierzelt darstellte. Wir liefen herum und suchten und suchten, doch am ehemaligen Standort war nichts davon zu finden.
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Anscheinend existierte das kleine Weinzelt nicht mehr, es wurde wohl in das Bierzelt (eher: Bierhalle, für Wertheimer: Main-Tauber-Halle) integriert. Also gingen wir dort rein. Was zu erwarten war: voll, kaum freie Bänke, schreckliche Volks-Blasmusik, ein Gewusel, laut. Wenn man seine eigenen Erwartungen an sowas so niedrig wie möglich herunterschrauben kann, wenn man von Haus aus Dorftrottel, Antenne-Bayern-HörerIn, jugendlicher Macho oder Trash-Girl ist, oder einfach schon vollgetankt, kann dort im Zelt sicherlich Spaß haben. Leute wie Karo, Babs und ich jedoch...eher nicht, auch wenn wir alle keine überheblichen Menschen sind. Nach einem Federweißer für jeden verließen wir auch schon wieder die sonderbare rustikale Szenerie.

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Zuflucht suchten wir dann zunächst am Gebratene-Mandeln-Stand, später im Bistro Ionis, die sich gerne In-Bar schimpft und nicht allzu spelunkig, aber auch nicht allzu versnobt herüberkommt. Karo, Oli/Horschdä und ich waren zu Schulzeiten oft hier, bei Babs war es wohl auch nicht anders.
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Dort fanden wir auch zum Glück angenehmere Plätze als noch im vollen Bierzelt. Einzig die House-Musik war sehr penetrant laut und die halbstarken Kids darin, die natürlich nur bis 12 dort bleiben durften, waren auch erschreckend in der Überzahl im Ionis. Weil ich sonst selten Gelegenheiten (wegen Geld, Begleitpersonen, etc.) habe, irgendwelche Sachen in Bars zu bestellen, nahm ich erst einen Whisky, den 12 Jahre alten Chivas Regal (erstaunlich untrüb) und dann einen Melon Sour, der atemberaubend gut schmeckt. Babs bestellte sich u.a. einmal einen Cosmopolitan, Karo Bier und einen Martini d'Oro. Betrunkenheitsskala: 3 von 10.

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Der Sonntag mit Karo am Tag der Deutschen Einheit und ohne Alkohol diesmal war noch schöner, weil ich nach all dem Umzugsstress den Tag frei hatte und ihr diesen voll und ganz widmen konnte. Außerdem war es frühsommerlich warm und dadurch eine geile Zeit. Ich beschränke mich beim Sonntag in meiner Ausführung mal auf das Wesentliche, weil der Tag entspannter. Wir waren zunächst so gegen Mittag im Da Barista, dem besten Café Wertheims, wo wir Kaffee tranken. Anschließend schlenderten wir durch die Stadt. Karo sah Wertheim durch die Rückkehr nach drei Jahren mit ganz anderen Augen. Vom ungeliebten Wertheim zur faszinierenden Stadt mit jüdischer Tradition, wodurch sie manchen Stationen fast wie eine Touristin begegnete. Am Nachmittag aßen wir dann zu Mittag. Wir aßen Pommes rot/weiß, den Klassiker, den es in einer Dönerbude im Angebot gab. Wir machten dann noch einen kurzen Abstecher in die Michaelismesse, aber dort blieben wir nicht lange. Wir saßen mal auf einer Bank am Tauber-Ufer oder mal vor einem Brunnen und unterhielten uns über alles Mögliche, z.B. über die zu der Zeit noch frische Trennung von Su. Am frühen Abend brachte ich sie dann zum Bahnhof und versprach ihr, sie in der kommenden Woche mal in Frankfurt zu besuchen...
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Mittwoch, 3. November 2010

Nachtrag: Mein Dreiundzwanzigster



So richtig Gescheites habe ich seit längerer Zeit nicht mehr gebloggt. Ich versuche aber hier mithilfe von Nachgeschoben-Posts die Zeit der letzten zwei Monate zu rekapitulieren. Angefangen mit meinem 23. Geburtstag (03. September 2010).

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Ich hatte wirklich viel zu viele Erwartungen an diesen einen Tag und an meine Mini-Party mit anschließendem Besuch des "Labys" (Diskothek Labyrinth). Ich hatte gehofft, dass viele Leute kommen würden, dass ich nonstop Spaß haben würde und dass meine Idee mit den Snacks für den ungezwungenen Abend in meiner WG gut ankommen würde. Zumindest letzteres war der Fall.
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Am frühen Morgen jedoch tat ich etwas, was eher untypisch ist für Geburtstage: ich ging ins Fitnessstudio! Und zwar alleine, ohne meine sonstige Sportpartnerin Chrissie (bis zum Auszug). Ich rackerte mich u.a. 40 Minuten lang auf dem Laufband ab, was ganz gut lief, nur hatte ich eigentlich vorgehabt, lediglich 30 Minütchen zu laufen. Doch als nach 20 Minuten mein Handtuch vom Holmen dieses Fitnessgerätes herunterrutschte und ich reflexartig nach unten griff, hörte das Gerät natürlich sofort auf weiterzuarbeiten. Natürlich ist das eine super Vorkehrung, dass das Band nach so etwas stoppt aber dadurch konnte ich nicht nochmal von neu beginnen oder das Laufprogramm an diesem Gerät weiterexerzieren. Ich musste mir ein anderes Gerät daneben aussuchen und von Neuem beginnen. Doch der Ehrgeiz packte mich und ich lief somit mehr als nur die übriggebliebenen 10 Minuten weiter.
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Danach ging ich in den "Real" und brauchte aber einundhalb Stunden, um Sachen für meinen gemütlichen Abend einzukaufen. Ich hatte zwar eine Einkaufsliste, hielt mich aber nicht 100%ig daran, verwarf vieles, was ich vorhatte zu kaufen. Neben Alkohol und Cola brauchte ich allerlei Zutaten für mein verwegenes Snack-Projekt: das Motto lautete "Die sieben Todsünden". Aber dazu später.
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Mein Tag war randvoll mit Plänen und Terminen. Als nächstes hatte ich ein "Date" mit Christian und Christian. Das Ex-Paar, das trotz Beziehungsendes aus praktischen Gründen noch zusammenwohnt, kam mich in WÜ besuchen, denn der studierende Chris, den ich zuerst kennengelernt habe, hatte die famose Idee gehabt, ein Picknick für mich zu veranstalten, was ein sehr schönes Geburtstagsgeschenk war. Nach kleinen Kontaktierungsschwierigkeiten fanden wir uns vor dem Talavera-Parkplatz wieder und gingen dann zum Mainufer. Ich war total geplättet, dass die zwei Chris an wirklich alles gedacht haben, sogar an Kaffeetassen, Sekt und so. Erstaunlich gut schmeckender Ziegenfrischkäse, noch geilere Holunder-Konfitüre, verschiedene Brötchen-Sorten, Müllermilch, usw. Die Sonne erfreute und sehr und ich erfreute den Studi-Chris, nicht den Lehrer-Chris, mit einer Massage.
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Nach zwei oder drei Stunden liefen wir zu mir nach Hause und sie halfen mir bei der Vorbereitung des Essens, was ebenfalls sehr lieb von ihnen war. Was entstand denn nun aus meiner Idee?

Völlerei: eine Salatschüssel voller Trolli-Gummibärchen in diesen Miniaturtüten.

Trägheit: ich weiß es nicht mehr genau, aber irgend eine Platte, die Schludrigkeit in Sachen Dekoration ausdrücken sollte.

Habsucht: ein Teller voller Spielgeld aus Schokolade und Weingummi-Euro-Münzen von Katjes.

Wollust: mit Zahnstocher aufgespießte Feigen (gelten aus Aphrodisiaka), Trauben und Johannisbeeren, überzogen von einer Schokoglasur, gute Arbeit, Chris²!

Zorn: Käsewürfel mit Zahnstochern und Cayenne-Pfeffer-Überzug. Als Garnitur gab es Chilischoten.

Neid: selbstgemachte Guacamole, also ein mexikanischer Dip aus zermatschten Avocado und Tomaten. Dazu gab es Nachos. Weil: grün vor Neid und so. Außerdem sollten meine Gäste neidisch auf meine Kreation sein. Diese Sünde kam neben der Wollust am besten an.

Hochmut: das war kompliziert. Geplant war eine Art Miniaturmodell vom Turm von Babel, umgesetzt habe ich eine pervertierte Version des Butterkeks-Hauses, die hochragt, aber abgefuckt aussehen sollte. Ich nahm Grillspieße, die eine Art kegelförmiges Gerüst bilden sollten für den Turm inklusive Turmspitze. Unten machte ich ein Keks-Fundament, um die Spieße klebte ich die Kekse mit Zuckerguss fest. Die beiden Chris taten noch Haribo-Colorado-Dinger rein. Es hat wegen des Festhaltens bis zum endgültigen lang gedauert, aber das Ergebnis war wortwörtlich spitze!

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Weniger spitze war, dass weitaus weniger Leute zu uns kamen als ich überhaupt insgesamt eingeladen hatte. Mit Mitbewohnerin Chrissie und einem nicht von mir, sondern von Chrissie eingeladenen Gast waren wir zu sechst. Versteht mich nicht falsch, ich bin über jeden dagewesenen Mensch sehr froh gewesen, besonders über Karo aka Woltas Ankunft, die extra aus Frankfurt herreiste, es war schon ein wie von mir intendierter gemütlicher Abend geworden, aber trotzdem...zu wenige Leute waren da.
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Schuld war aber wohl die Tatsache, dass ich die Einladungen erst eine Woche vor dem Termin hinausgeschickt habe, und das hauptsächlich mündlich oder per Facebook und nicht per studi-vz oder anderweitig. Andererseits waren zu der Zeit noch Semesterferien, sodass sehr viele entweder im Urlaub oder daheim bei ihren Eltern waren. Zu meiner Schulzeit hingegen waren immer Sommerferien (Bayern und später Baden-Württemberg), sodass es sich schon immer als schwierig herausstellte, Leute um die Zeit zu sehen und für sowas zu kadern.
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Aber irgendwie war es schon lustig in der WG. Alle Jungs - Flo-H, sein Freund und ich - haben vom Zorn-Teller eine Chilischote gegessen. Auch ich, der Asiate, haderte mit der Schärfe der delikaten Zungenabtöter. Als ob man ein Nadelkissen im Mund hätte. Karo aka Wolta nahm sogar zwei Chilis in den Mund und hatte danach den Respekt aller anderen. Ansonsten redeten wir hauptsächlich über unterschiedliche Themen, machte nichts Großartiges.

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Dann machten wir uns auf, um ins Laby zu gehen. Dort waren meine Kommilitonen Tümmi und Jürgeeen und der gute Kumpel Schmus, die es zwar nicht mehr zu uns nach Hause schafften, aber immerhin noch vor dem Tageswechsel hin zum 4.9. auftauchten. Anfangs kleine Euphorie, später aber: Ernüchterung, nicht nur, was den Alkohol anging.
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Ich merkte, dass sich mittlerweile Zweiergrüppchen aus meinen Freunden und Bekannten gebildet hatten. An sich nicht Schlechtes, doch als ich mich wohl wegen des Themas oder der intensiven Plauderstimmung nicht integrieren konnte (Denken Sie jetzt nicht an Herrn Sarrazin!), fühlte ich mich erst komisch, dann irgendwie abgewiesen und einsam. Das war sicherlich nicht deren Absicht, aber...hey, immerhin war ICH das Geburtstagskind!
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Ich konnte mich nicht mal zusaufen, es klappte einfach nicht. Es klappt nie, denn an meinen eigenen Geburtstagen werde ich NIE besoffen. Ich lief dann um 3 Uhr nachts oder so dann mit Karo heim, die dann bei mir pennte. Ich war während des Heimweges irgendwie ein klein wenig angepisst, weil sie bei irgendeinem Thema, das wir da hatten, mal nicht einer Meinung waren. Deswegen antwortete ich dann nur noch mit "Hmm", Hmja" und "Hmhm" und schluckte es herunter.
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Nach ein paar Stunden Schlaf hatte ich meinen Mini-Groll auch schon wieder vergessen. Karo hatte einen Kater, ich hingegen natürlich nicht, ich war lediglich müde. Gegen Mittag verließ mich Karo dann auch wieder, weil sie per Bahn weiterziehen musste. Danach putzte ich und war irgendwie unzufrieden mit meinem Leben.
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Betrunkenheitsskala: 3 von 10.
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Donnerstag, 19. August 2010

Zwischenmenschliches in den letzten drei Wochen



Manchmal fühlt man sich doch eher einsam. Gerade jetzt während der öden Semesterferien. Wie schön, dass man in diesen Zeiten manchmal aus dem Alleinsein-Trott herausbrechen kann...

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Donnerstag, 19. August 2010: Mini-Golfen mit SchmAdrian! Wie praktisch, wenn man jemanden kennt, der an einer Minigolf-Anlage arbeitet. LauraK und Freund SchmAdrian sind beide dort angestellt, doch an diesem angenehm sonnigen Nachmittag nahm sich der Herr Auszeit und spielte mit mir erst eine Partie "PitPat" (Kreuzung aus Billard und Mini-Golf), anschließend richtiges Miniaturgolfen. Ist klar, wer bei beiden Runden, dazwischen und danach jeweils mit Eiscreme versorgt, gewonnen hat. Der Gast sicher nicht... :D
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Mittwoch, 18. August 2010: den Film Hanani - Kirschblüten von Regisseurin Doris Dörrie mit "Mr. Dessert" angeschaut. Erstaunlich guter Film! Maximilian Brückner, der da auch mitspielt, ist, wie immer, putzig. Trotz des heftigen oberbayrischen Dialekts. Davor: Grünes vegetarisches Curry gemeinsam gegessen. Echt lecker!
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Dienstag, 17. August 2010: morgens Frühstück mit "Chris on Fire". Mittags Mensen mit SchmAdrian und "LauraK", danach Kaffee und Brownies. Hat Spaß gemacht! Am späten Nachmittag hatte Neo-Single Chris dann ein Bier-Date...
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Montag, 16. August 2010: gemeinsames letztes Mensen und Kaffeetrinken mit Herrn Leo, der an jenem Tag das letzte Mal in Würzburg war. Denn seit gestern ist er in die USA zwecks zwei Auslandssemester geflogen. Er müsste um die Zeit wohl in Albany aufgestanden sein. Außerdem waren Tümmi, Daisy/Denise/Dennis, Anna-Lena, Porno-Lara, Jürgeeen (nur Kaffee) und Louise (nur Kaffee) mit von der Partie. Habe Leo einen roten Notizblock von MOLESKINE geschenkt, damit er seine Gedanken und Erlebnisse für seinen neuen Blog (link!) sofort aufschreiben kann, wenn er Stift und Block immer zur Hand hat.
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Freitag bis Sonntag, 13. - 15. August 2010: zu meinen Eltern heimgefahren. In Kreuzwertheim war es öde. Einzige Lichtblicke: 1. der "Lemon Pie" im Da Barista (bestes Café in Wertheim). 2. Sam Mendes' Film Away We Go - Auf nach Irgendwo gesehen, tolle Tragikomödie mit dem schnuckeligen John Krasinski (US-Version von The Office, It's Complicated), der mit Nerd-Brille und Vollbart von seinem sonst guten Aussehen ablenkte und im Film dadurch glaubwürdig erschien. Ebenfalls toll mitgespielt haben die Hauptdarstellerin Maya Rudolph (sonst Komikerin bei Saturday Night Live) und die wenigen Nebendarsteller, vor allem Jeff Daniels und Maggie Gyllenhaal.
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Dienstag, 10. August 2010: Gang zum StuDienstag-Abend im Laby. "Maddin mit Mütze" (nicht zu verwechseln mit Bines Kumpel Maddin kennengelernt, der eigentlich Chrissie auf der Tanzfläche ansprechen wollte, jedoch von ihr höflich abgewiesen wurde. Sympathischer Werbebranche-Typ mit Vorliebe für The Clash und The Gaslight Anthem, Piercing in der Lippe, ungefähr 1.85m groß, wirklich süß, aber leider eine Hete. Porno-Julia war auch da!
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Samstag, 07. August 2010: Tanzcafé Ludwig, "Gay Disco" (link!).
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Dienstag, 04. August 2010: nochmal Gang zum StuDienstag-Abend im Laby. Neben der Tommy-Dennis-Marco-Clique, Chrissie, Hetero-Dave, Jokeless und andeen: dort jemanden kennengelernt, den ich seit meinem ersten Semester vom Sehen her kenne, weil er Englisch studiert hatte, nun aber Informatik studiert. Weil ich mich aber vorher nicht getraut hatte, ihn anzusprechen, ließ ich Marco, der mit mir einst den Latein-Kurs durchstehen musste, alles regeln. Der kannte eine gemeinsame Freundin von diesem Typen und über die ließen der Typ und ich uns vorstellen.
Komischerweise kam ich aber öfter mit dessen Kumpel Ludgar (nicht unattraktiv, sehr nett), dem ich auch vorgestellt wurde, ins Gespräch als mit "Kalle". Ludgar ganz in Grau (T-Shirt, Hose, Boxfresh-Schuhe) und ich sprachen über Namen, da wir zwei halt nicht gerade die gewöhnlichsten besitzen. Er meinte, da ich wohl so frech (!) wirke (wer mich kennt...mal so gar nicht), würde von allen deutschen Männernamen am ehesten "Tim" zu mir passen. :D Ich hatte hingegen für Ludgar den Namen "Nils" parat, mit dem er weitaus zufriedener war als mit meinem ersten Vorschlag "Christian" (weil er so ähnlich aussieht wie Poetry Slammer Christian Ritter). Beide sympathisch.
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Montag, 9. August 2010

Nachtrag zum Café-Ludwig-Abend (07.08.10)



Diesmal: kein Vollkotzen der eigenen Hose, kein wirklich sinnloses Besäufnis. Gemeint ist der August-Termin der "Gay Disco" im Tanzcafé Ludwig (07. August 2010).

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Dafür Vorglühen zu dritt (meine anderen zwei Mitbewohnerinnen waren nicht da) bei mir daheim: der supernette Preciosa war da, die schüchterne Labertasche namens Kim auch. So gab es Rot- und Weißwein, "Bit Copa" (die Alternative zur Beck's-Version von "Green Lemon") und diverses Mampfzeug.
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Um Viertel vor 12 ging es ab zum unweit entfernten "Tanzcafé Ludwig". War was los? Naja, eher nicht. Wir dachten zuvor, wir kämen zu spät. War aber nicht der Fall. Aber ab Viertel nach 12 füllte sich so langsam der Laden. Der Abend war OK.
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Mir fällt irgendwie nichts mehr ein, weil nicht viel spektakulär Aufregendes oder Neues passierte. Allerdings war ich nicht allzu betrunken, d.h. ich kann mich noch an vieles erinnern.
Betrunkenheitsskala: 3,5 von 10.
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Mittwoch, 7. Juli 2010

Nachtrag zum Café-Ludwig-Abend (03.07.10)

Vorgeglüht mit Wein, Lara und Janina (Verabredung von Lara) bekamen die Reste der Spagetti bei mir daheim. Dann ging es nach die Treppe runter und ein paar Schritte, die die Straße überquerten, um zum Tanzcafé Ludwig zu gelangen.


Gott, muss ich betrunken gewesen sein! Hab zwar nichts im "Ludwig" getränkemäßig bezahlt und auch nichts ausgegeben bekommen. Doch der Merlot knallte rein. Marc L. und Michi D. waren da und auch ganz viele Leute, die ich kenne. Ich habe recht lange getanzt. Aber mehr vom Abend weiß ich jetzt auch nicht mehr.


Das Ende vom Lied: ich habe meinen Brechreiz zwar während des Herunterschreitens der Treppe vom "Ludwig" zum Ausgang zwar unterdrücken können, doch kurz vor meiner Haustür...wuuahhhhhhhrgh. Voll auf den Asphalt, teilweise auch auf meine weißen H&M-Shorts. *heul*

So alternativ! Die Denckler-Block-Party 2010...

[Bild wird nachgereicht...]

Letzten Samstag war ich auf der großen Party im sogenannten Denckler-Block. Da war echt was los!

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Die Party findet einmal im Jahr im Hof des Denckler-Blocks statt. Der Denckler-Block ist ein für alternativ gerichtete (meist) junge Menschen beliebter Wohnblock in Würzburg, der sich im Stadteil Zellerau befindet. Viele StudentInnen zieht es dorthin. Ich selbst kenne eine halbe Handvoll Denckler-Bewohner als Freunde, nicht alle erfüllen die Klischees eines/-r hippiesken Sonderpädagogik-Studenten/-in. Denn die Miete für WGs und Einzelzimmerwohnungen sind dafür gar nicht mal so günstig. Die Wohnungen im Block sind alles Altbauten, nicht unbedingt design-preisverdächtig, was jedoch zählt, ist die Solidarität und Gemeinschaftlichkeit der Denckler-Block-BewohnerInnen, welche noch etwas ausgeprägter ist als in einem Studenten-Wohnheim (ich spreche da aus Erfahrung).
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Nach kleinen Erreichbarkeitsschwierigkeiten (was die Handy-Kommunikation und das Ausmachen des Treffens anging) trafen "Porno-Lara" und ich uns um ca. 21:30 Uhr. Lara wohnt zwar auch in der Zellerau, jedoch weitaus weniger tief darin, im Denckler-Block selbst auf jeden Fall nicht. Wenig später gingen wir rein. Teilweise hatten mich gewisse Sachen überrascht, anderes hatte ich genauso erwartet. Dass das alles ein Hauch anders sein würde, als letzte Woche bei der ASIBRAUT-Feier (link!) mit den ach so coolen Stylern, war mir z.B. ziemlich klar.
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Eine erste Schwierigkeit galt es zu überwinden: Lara musste aufs Klo. Doch öffentliche Toiletten gab es nicht. Keine zwei Minuten später spricht uns ein schnuckeliger huttragender 3-Tage-bärtiger Typ mit Flip-Flops an, der gerade am Aufbauen der Drums ist: "Also, wenn ihr wissen wollt, wo die Bier-Bar ist, die ist dort hinten." - wir: "Nee, wir suchen eine Möglichkeit, um aufs Klo zu gehen." "Ach, ja, das ist so eine Sache. Da müsstet ihr jemanden kennen, der hier wohnt, bei dem ihr aufs Klo gehen könnt." - Könnten wir vielleicht deine Toilette benutzen?" ;)
Natürlich ließ er uns sein WC benutzen. Dazu beschrieb er den Weg, um zu seiner WG zu gelangen. Coole Sache!
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Und dann habe ich so zwei Händevoll Menschen kennengelernt, unter anderem eine gewisse Janina, die sich mit Lara für die Party verabredet hat. Und Freunde von Janina, Freunde von Lara. Und natürlich habe ich auch Leute wiedergetroffen, die ich bereits kenne.

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Es gab eine lokale Band, die während unseres Aufenthalts spielte. Viele Bars und Mini-Stände, die Block-Party wirkte eher wie ein Festival (Umsonst&Draußen in alternativ) denn wie eine Hofparty. Wir blieben...ca. zwei Stunden. Dann ging es weiter, nämlich in Richtung Innenstadt (link!).
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Sonntag, 4. Juli 2010

Tümmis zweite von zwei Feiern - großes Aufgebot!

[Bild wird nachgereicht...]

Nach der ersten "kleinen Feier" in teilweise privatem Bereich (erst "dahoam" und quasi unter der Brücke am Mainufer) gab es einen Tag später die "große Feier" im Laby.

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Naja, so wirklich viel mehr Leute waren es, glaube ich, nicht. Nur zumeist andere Menschen, die ihm gratulieren wollten. So war z.B. Chrissie am Start und "Wutscho", sowie weitere Kommilitonen von uns, Zocker-Freunde, Schul- und ArbeitskollegInnen. Felix ("Buccanbeer-Times") und Freundin und so. Im Grunde waren nur Jürgeeen und ich die einzigen, die auf beiden Partys da waren.
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Die Mucke war insgesamt sehr durchwachsen. Während und kurz nach dem live im Laby übertragenen Uruguay-Ghana-WM-Spiel (Uruguay hat's nicht verdient weiterzukommen!!!) lief Metal, aber nicht so guter. Und Emocore, ganz schlimm. Erst ab 01:00 Uhr sollte sich das ändern.
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Aber immerhin war es sehr lustig anzuschauen, wer so alles die relativ leere Tanzfläche stürmte: einzelne Personen, die mitunter sehr exzentrisch angezogen waren, bzw. so tanzten. Einer, der minderjährig ausschaute, trug ein rotes Halsband als Stirnband zu seinen strähnigen blonden Emo-Haaren, passend zum roten-T-Shirt und der weißen Hose. Er tanzte den Krabbentanz und den Macarena zu Metal-Musik, spielte einen Power Ranger nach und brachte mich echt zum Lachen. Chrissie wollte seine Begleiterinnen fragen, ob er schwul ist. Wir hatten um einen Döner gewettet und ich meinte, dass er es nicht sei. Sie bestand darauf, dass er es sei. Heraus kam: er war es nicht. Yes!
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Und dann gab es noch Menschen, die so tanzten wie die Tänzer im "Vogue"-Video, aber - dem Kleidungsstil zu folgen - eher der Darkwave- und bis Doom-Metal-Richtung angehörten. Ebenso lustig!
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Betrunkenheitsskala: 2,5 von 10.
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Freitag, 2. Juli 2010

Tümmis erste von zwei Feiern - kleine Runde!

[Bild wird nachgereicht...]

Die "kleine Feier" von den zwei Geburtstagsfeiern, die Tümmi schmiss, fing gestern an und endete heute Nacht. Die "große Feier" wird im Laby gefeiert, nämlich heute Abend.

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Tümmi feiert generell gerne zwei Feiern, um seinen B'day zu zelebrieren, damit Leute, die zur einen nicht kommen können, dafür bei der anderen teilnehmen können. Letztes Jahr fand die "kleine Feier" im Tirili statt, wo er hereinfeierte. Die "große Feier" feierte er in seinem ehemaligen Wohnheim, welche gleichzeitig auch eine Mottoparty war ("Helden der Kindheit").
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Diesmal waren wir erst daheim bei Tümmi in seiner aktuellen WG. Bine, Porno-Lara, Leo, Daisy, Jürgeeen und andere waren da. Es war eine Feier in kleiner Runde. Weil eine seiner Mitbewohnerinnen heute früh aufstehen musste, durften wir nicht dort feiern, sondern mussten uns eine andere Location aussuchen.
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Diese wurde an irgendeiner wiesenreichen Stelle am Mainufer im WÜ-Stadteil Sanderau gefunden. Dort feierten wir in ziemlicher Dunkelheit rein und waren nur mit wenigen Taschenlämpchen ausgestattet. War aber trotzdem lustig: Porno-Lara und Jürgeeen tauschten ihre Beinkleider aus. Hieß: Lara trug Jürgeeens Jeans (er ist über 1,90m!), Jürgeeen quetschte sich in Laras Denim-Hot-Pants rein. :D Eine Person ging als Einzige auf Main-Tauchstation, während Kommilitone Helmut uns mit seiner Wasserpistole permanent anspritzte. Aus diesem Grund sprang ich mal auf seinen Rücken und hielt mich an seinem Hals fest. Er hielt ganze 25 Sekunden aus und rotierte mich, als wäre ich ein Leichtgewicht. Wahnsinn!
Betrunkenheitsskala: 2 von 10.
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Montag, 28. Juni 2010

B'day-Feier: ASIBRAUT und ihre viel zu coolen Freunde



Tja, der Geburtstagsmarathon hat - vor Tümmis Doppel-Feier am kommenden Donnerstag und am Freitag - erst einmal mit der "ASIBRAUT"-Feier vom 26. Juni (Samstag) vorerst ein Ende.

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Wer ist ASIBRAUT? Sie heißt eigentlich Jana und studiert etwas mit Design an der Fachhochschule WÜ-Schweinfurt. Meine Mitbewohnerin Chrissie wohnte einst mit ihr im selben Haus, nämlich zwei Stockwerke über ASIBRAUT. ASIBRAUT habe ich damals kennengelernt, als Chrissie ASIBRAUT einst beim Einkauf beim "Kupsch" wiedergetroffen hatte. Chrissie brachte sie mit zu unserer WG hoch, wodurch wir unweigerlich miteinander vorgestellt wurden. Sie kam sehr sympathisch und offen herüber! Es sollte ein Vorglüh-Abend vor dem Laby-Gang sein, doch Spontan-Gast ASIBRAUT wollte, weil sie nicht zu Abend gegessen hatte, lieber ihre Pizza in ihren Ofen schieben als mitzukommen (natürlich hatten wir ihr auch Sachen zum Essen angeboten, aber sie lehnte dankend ab).
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Vor kurzem kam eine Einladung von ASIBRAUT an Chrissie und mich. Chrissie meinte, ASIBRAUT wollte mich mit jemandem verkuppeln, der auch an der Geburtstagsfeier zugegen sein werden würde. Ahja! Letztendlich war es an jenem Samstag so, dass Chrissie aus Lernstress-Gründen (Englisch- und Deutsch-Zwischenprüfungen) dann leider doch daheim blieb.

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Chrissie hatte mich vorher vorgewarnt, dass die Leute und Freunde, die ASIBRAUT einladen wird, wohl von der "coolen" Sorte gehören. Was Chrissie und ich gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass wir in der Schule nie zu den angesagten Menschen gehörten. Chrissie hatte nicht viele Freunde in der Klassenstufe. Ich hatte wenige richtig dicke Freunde in der Klassenstufe, viele MitschülerInnen, mit denen ich eher oberflächlich befreundet war und es gab sicherlich auch Leute, denen ich egal war. Und seitdem ich studiere, habe ich zwar mehr Freunde, mit denen ich dicke befreundet bin, dennoch gehöre ich eher zu der Sorte "sympathische kluge Freaks", meine Freunde sind das auf jeden Fall auch, mal mehr freakig, mal weniger. Aber hip, cool (link!), begehrenswert oder überaus charismatisch war ich nie und werde ich auch nie sein.
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Nein, ich bin weder hip noch nerdig, noch stinklangweilig (d.h. "normal"). Aber irgendetwas anderes werde ich wohl schon sein. Und mit der Einstellung, mich an jenem Abend nicht in die Pseudo-Coolness-Richtung verbiegen zu lassen, ging ich allein ohne Chrissie (das Verbindungsglied zwischen ASIBRAUT und mir) dorthin, zur WG von ASIBRAUT, die sich ebenfalls in der Würzburger Innenstadt befindet.

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Anfangs waren neben ASIBRAUT vier Leute da, sie haben sich umgehend vorgestellt. Da war ASIBRAUTs beste Freundin (eher schlank, groß, schulterlang - und dunkelhaarig, eher bodenständig) und ihr Freund (ähnlich groß wie ich, aber etwas kräftiger gebaut, noch bodenständiger als sie). Dann ihre sehr sehr lässig wirkende kurzhaarige Mitbewohnerin, die mit ihren Bermudashorts wirklich sehr lässig wirken wollte und deren Freund Max, der Bio studiert und mit dem ich erst später unterhielt, aber dafür ziemlich gut. Ich dachte dennoch erst: und wo sind die Möchtegern-Coolen?
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Die kamen dann nach ca. 20 Minuten auch nach und nach, aber dafür zahlreich. Humorvoller kurzhaariger Typ mit Lippen-Piercing, chaotischer schulterlanghaariger Typ mit Lippen-Piercing. Beides wohl Skater, auch so etwas ach so cooles. Braun- und Langhaarige mit Modelgröße und -proportionen und mit, na was wohl, Piercing an der Lippe. Die Leute waren ja noch einigermaßen nett zu mir. Dann aber: Typ, der zwar kein Piercing trägt, zumindest nicht im Gesicht sichtbar, aber hübsch und jungenhaft, rasiert. Nur war dieser im Gegensatz zu seinem redseligerem Kumpel sowas von unkommunikativ, dass die Gesprächsversuche von mir nur scheitern konnten.
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Es gab dann mindestens zwölf Jungs, die zum Teil attraktiv, aber so was von lässig waren. Hörten bestimmt Hardcore, Punkrock, Conscious Rap oder Indie. Oder die beschissenen Elektro-Punker von Frittenbude. Trugen Klamottenmarken wie "Carhartt", "Drykorn", "Vans", "Fred Perry". Also ach so alternative Großstadt-Labels, die jedoch sicherlich nicht viel günstiger sind als klassische Labels wie z.B. "Marc O'Polo". Hauptsache dem Skateroutfit entsprechend, "baggy", hauptsache "cooooole" Streetwear. Die dazugekommenen Mädels waren eher "girly" angezogen und ähnlich von sich selbst überzeugt wie die Jungs. Eine trieb es auf die Spitze. Sie war mächtig aufgetakelt, vom gesträhnten Pony über das Make-up (sie sah aus wie 35!) bis hin zu ihren Stiefeletten, hätte auch ins "Odeon" gehen können: sie passte noch weniger rein als ich, verstand sich aber dafür mit der Meute viel besser.
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Alles kam mir so fremd vor. Die WG war zwar gemütlich, aber die Leute, die man höchstens anhimmelt, aber mit denen niemals abhängen würde, gaben mir das Gefühl, im falschen Film zu stecken. Sie würden zwar eher nicht ins oberflächliche "Studio" (link!) gehen, noch weniger in das abgehobene Etablissement "Odeon", aber auf jeden Fall zum "Café zum schönen René". Der Titel ist ironisch gemeint und der kleine Club schart gerade solche Menschen herum, die nicht nur studieren, sondern auch Piercings tragen, gern skaten, stylisch sind, sich in ihrem lässigen Alternativtum so wohlfühlen, dass sie sich für etwas Besseres halten können.

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Als ich hoffte, Chrissie oder den anderen von ASIBRAUT verkuppelten Typen doch noch auf dieser Party zu begegnen, was aber bei beiden nicht der Fall war, lernte ich drei Psychologie-Studentinnen kennen, von denen eine gerade mit ihrem Studium fertig wurde, alles abgeschlossen hat. Sie hieß Christine und war sympathisch UND bodenständig. Natürlich ließ ich meinen Frust bei ihr schnell aus, weil sie das alles nachvollziehen konnte. Aber wir konnten uns über fast alles unterhalten, über ihr beendetes Studium, über mein noch andauerndes Studium, übers Wohnen in Würzburg, über die Uni, über ihre zukünftigen Pläne, über Musik, usw. Sie kannte auf der Party auch niemanden so wirklich, denn eine ihrer mit anwesenden Psycho-Kumpelinnen kannte die Gastgeberin, also ASIBRAUT.
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Dann verließen die Psycho-Ladies und ich die WG, um zu einer anderen WG-Party zu gehen, die unweit von dieser entfernt war. Denn ein gemeinsamer Kumpel von ihnen soll da auch feiern. Als wir ankamen, standen zwei Typen, die rauchten und meinten, dass alle bereits in Richtung "Café zum schönen René" gewandert seien. Dahin wollten auch 90% der ASIBRAUT-WG-Leute hingehen. Vorher Zwischenstopp im "Café Standard", weil zwei von den dreien dort arbeiten. Dann "Café zum schönen René". Ich hatte wegen der Vorurteile nicht überaus viel Bock darauf.

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Dann war ich drin, lernte deren gemeinsamen Freund Kalle kennen, der wie ich auch Englisch studiert und netter herüberkommt als in der Uni. Lernte noch mehr Leute kennen. Lernte einen von der ASIBRAUT-Party kennen, der zufälligerweise der Mitbewohner einer ehemaligen Mitschülerin von mir ist, welche mit mir Mathe-Nachhilfe bekam und ein Indie-Chick war und nun in Wien studiert. Weil er aus der Nähe meines Heimatortes kommt. Dessen Kumpel, auf den ich schon länger stehe, den ich oft in der Uni sehe, und der - wie durch Zufall - auch auf der Party landete, war hingegen weitaus unsympathischer zu mir. Ich lernte dann noch eine Kommilitonin von ASIBRAUT kennen, die wie ich einen asiatischen Migrantenhintergrund hat und auch auf der Party war.
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Und das "Café zum schönen René" war okay. Musik: instrumentaler Electro-House. Gin Tonic: teure 5,50 Euro. Klo: teilweise verstopft. Aber es überraschte mich nicht, dass viele dort waren, die genauso aussahen und wirkten wie die Mehrheit der auf ASIBRAUTs Party eingeladenen Leute. Also cool, hip, alternativ, irgendwie hedonistisch, selbstverliebt. Der Abend war durchwachsen, aber nicht so schlimm wie befürchtet. Er hatte seine guten Momente. Zum Glück!
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Samstag, 26. Juni 2010

B'day-Feier am 25.06.10 - Nr.2: Bine in Kürnach



Das war die zweite Feier. Am 25. Juni 2010. Spongebob-Fan Bine hat im Zusatz-Anwesen ihrer Eltern gefeiert, das neben einer Garage und einer Wiese einen Party- und Beamer-Raum beinhaltet. Feucht fröhlich war es! Und das will ich euch - strukturiert nach willkürlich ausgewählten Songtiteln - erzählen...

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"CARRIBEAN QUEEN" (BILLY OCEAN) UND "CANADIAN GIRL" (THE WALKMEN)

Bines Geburtstagsfeier stand unter dem Motto "Karibik meets Kanada". Es war nicht nur eine Geburtstags-, sondern auch quasi eine Abschiedsfeier. Denn Bine fliegt in ein paar Wochen bereits nach Kanada, macht dort ihre zwei Auslandssemester. Und warum jetzt die Karibik? Nun, sie hat vor, dieses Weihnachten über noch von ihrem dortigen Studienort in die Bahamas zu flüchten, da der Winter hart sein soll und weil die Flüge nicht so teuer seien. Letzten Endes waren nicht alle dem Motto entsprechend verkleidet, machte aber nichts.
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"BARBECUTIE" (SPARKS)

Gegrillt wurde eher so nebenbei. Die meisten anderen Gäste hatten bereits gegessen, als Leo, Fahrer Tümmi und Jürgeeen ankamen. Für mich gab es als Veggie sowieso nichts Grillrelevantes, aber die anderen freuten sich über Bratwürste...
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"DRINKING IN L.A." (BRAN VAN 3000)

Eher: "Drinking in Kürnach". Ich hatte mich an jenem Abend ein wenig arg betrunken. Besonders die Rotlinge und Longdrinks führten den Betrunkenheitszustand herbei. Arg besoffen fühlte ich mich dennoch nicht, und dennoch ging ich Herrn Leo mit meiner Dummlaber-Attitüde im alkreichen Zustand auf den Geist. Betrunkenheitsskala: 5,5 von 10. Was dann dazu führte...
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"I KISSED A GIRL" (KATY PERRY)

Ja, nach langer Zeit wurde es für mich wieder soweit. Ich hatte einen Zungenkuss. Mit einer Frau! Mit "Porno-Lara". Es war nicht schlecht! Aber Herr Leo und Tümmi waren irgendwie leicht geschockt, weil ich wohl so etwas sonst fast nie tue. Sie machten grooooße Augen!
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"LET'S MAKE LOVE AND LISTEN TO DEATH FROM ABOVE" (CSS)

Okay, weder ein Lied vom Musiklabel DFA (Death From Above) noch von der brasilianischen Indietronic-Band CSS (Cansei De Ser Sexy) wurde gespielt. Aber mit besagter Lara wurden gewisse frivole "Stellungen" mit angezogenen Hosen - auf dem Sofa und im Stehen - ausprobiert, hat man mir im Nachhinein erzählt. Denn im Gegensatz zum Kuss kann ich mich daran nicht mehr erinnern. :D
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"YOUNG LOVE (TOPLESS)" (KID ALEX)

Jürgeeen zog irgendwann aus heiterem Himmel blank. Interessant...
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"DICK IN A BOX FEAT. JUSTIN TIMBERLAKE" (THE LONELY ISLAND)

Keine Sorge, nichts wurde hierbei "wirklich" ausgepackt. Aber irgendjemand schenkte Bine eine Wasserpistole, die einem männlichen Geschlechtsteil unfassbar stark ähnelte - in Form und Farbe! Keine Frage, natürlich wurden Fotos gemacht, die Leute mit der gehaltenen Pistole an der entsprechenden Körperstelle zeigten. Haha, wie albern.
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"EVERYONE NOSE (ALL THE GIRLS STANDING IN THE LINE FOR THE BATHROOM)" (N*E*R*D)

Naja, hier waren es eher "all the boys". Aber Lara war zunächst auf einem der zwei Klos. Für eine gewisse Zeit. Die Minuten vergingen und vergingen. "Sebbo" und andere Typen und ich warteten. Wir klopften an. Aber nix tat sich an der Tür. Dann klopfte eine französische Auslandstudentin an, Erika hieß sie, sagte "Isch büns, Erikaah!" und sofort wurde sie reingelassen. Toll. Klo war lange Zeit "occupé". Später kam heraus: Lara musste sich duschen.
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"TALK" (COLDPLAY)

Ach ja, es gab neben Besäufnissen und Körperflüssigkeitsaustausche auch noch Gespräche, teilweise waren sie sehr tiefgründig, gerade das eine Gespräch mit "Sebbo" über Sexualitäten und den Studienfächern Sozialkunde und Geschichte am Ende des Abends. Sehr toll! Toller Gesprächspartner!
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"DRIVING HOME FOR CHRISTMAS" (CHRIS REA)

Nix mit Weihnacht. Aber um 03:00 Uhr fuhren wir heim. Die anderen waren etwas verwirrt über die Tatsache, dass ich mich einfach nicht von meinem Gesprächspartner von oben losreißen konnte. Aber danke fürs Hin- und Heimfahren, Tümmi! :)

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ANDERE B'DAYS DER KALENDERWOCHE 25

SchmAdrian + Irina
Jana
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B'day-Feier am 25.06.10 - Nr.1: SchmAdrian + Iri



Es war ein Freitag, an dem man sehr viele Leute kennenlernte oder auf diese wiedertraf: zwei Geburtstagsfeiern an einem Tag, puh! Habe aber trotzdem alle zwei besucht.

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Ich fange an mit der Geburtstagsparty von "SchmAdrian" und "Iri" bei SchmAdrian daheim. Es waren viele alte Bekannte anwesend, ich stieß quasi als letzter dazu und ging wegen der anderen Feierei wieder als erster. Es war mir peinlich, dass ich nur etwas mehr als eine Stunde dort war, aber die zwei Geburtstags-Nachfeier-Kinder waren mir nicht böse, zum Glück. Dafür hatte ich auch zwei separate Geschenke für beide, die mein Vater für sie einpackte (ich war von Donnerstag bis gestern noch daheim, ich bin lausig in Sachen Einpacken von Geschenken!).
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Eine Badewanne voller Bier - ein Klassiker! An den auf diese Weise gekühlten Bieren bediente ich mich und fand das dunkle Weizen extrem gut! Dazu gab es Hanutas (nur echt mit den WM-2010-Stickern!) und Party-Laugen-Snacks. Die Tatsache, dass ich Adrians Laptop für eine gewisse Zeit wegen eines Facebook-Browser-Games belagert hatte, war auch irgendwie bescheuert von mir, aber ich hatte irgendwie das Bedürfnis gehabt. Macht süchtig!
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Ansonsten haben Carsten (nicht queer!) und ich uns - wie bei jeder Verabschiedung - gegenseitig die Backen abgeleckt, was für ein schräges, aber lustiges institutionalisiertes Ritual zwischen uns! Macht irgendwie horny, haha. Adrians Freundin, die zurzeit ein Auslandssemester in Italien macht, kam extra wegen des Post-B'days wieder nach D-Land. Und Iri erzählte begeistert von ihrer neuen WG, die auch relativ zentral in Würzburg gelegen ist. Nun wohnt sie auch nicht mehr an der schwer zu erreichenden WÜ-Peripherie (wie bei mir damals), was cool ist.
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Dienstag, 22. Juni 2010

Trinkfest auf dem Trinkfest? - FR und SA in der WG



Oh ja, das Wochenende war ganz schön feucht-fröhlich, dank der Trinkabende bei uns in der WG (mit Chrissie und ohne Anna, denn die fährt jedes Wochenende heim).

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FREITAG ABEND 

Nachdem wir auf dem Umsonst&Draußen-Festival in Würzburg waren und nur teilweise vom Musik und Drumherum überzeugt waren, liefen wir heim und nahmen "Wutscho" mit zu uns. Wir orderten noch "Possi" an, herzukommen und ein paar Alkoholika mitzunehmen. "Wutscho" ging vorher kurz heim, um Kräuterbaguettes (für alle, aßen wir aber dann doch nicht) und eine Pizza für die Fleischfresser (also für alle außer mich) zur Chrissie-Sray-WG zu befördern.
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Dort tranken wir neben Possis Mitbringseln das, was noch von unseren letzten WG-Partys und Sitzungen übriggeblieben war: Bananenlikör, den Chrissie vom Geschmack her als "Medizin" bezeichnete und Gin. Gemixt mit allerlei. Doch obwohl ich trank und trank, wurde ich nicht wirklich betrunken. Denn das sollte eigentlich das Ziel von allen an jenem Abend sein: sich so reichlich wie möglich volllaufen zu lassen. Ich hatte nämlich noch vorgehabt, zur "gay.volution"(link!) zu gehen. Und weil nach 23:00 Uhr nach Ende der Happy Hour der Eintritt und die Getränke teurer werden, wollte ich mir zumindest das Kaufen von Bier, Wein, Cocktails oder Likören ersparen. Deshalb trank ich wohl als einziger...quasi zweckorientiert!
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Und dann war ich Zaubi, aber nur drei Stunden lang.
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Nach drei Stunden Party war ich wieder in der WG und fand Chrissie und Wutscho genau so auf wie vor meinem Abflug, d.h. sie saßen in haargenau derselben Sitzposition wie um 00:15 Uhr, als ich mich losmachte. Lustig! Und wo war Possi? Ja, der war vorher gegangen, sagten beide. Und während die beiden noch einen nächtlichen Spaziergang inkl. Frühstück bei unserem Bäcker - die Bäckerei befindet sich im selben Haus, und zwar im Erdgeschoss - machen wollten, verschlug es mich in die Heia...

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SAMSTAG ABEND

Heute war Großes geplant, denn zu unserer WG luden wir eine Handvoll Leute ein, um zunächst gemeinsam zu kochen und zu mampfen, um später mit gesättigtem Magen einen trashigen Film anzuschauen. Der Trash-Film-Abend.
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Doch das mit dem Trash-Faktor nahmen wir nicht sooo genau. Wir schauten weniger darauf, dass der Film trotz schlechter Qualität Kult-Faktor hatte (z.B. Motorpsycho!, Piranha) oder gänzlich ohne Kult (viele Direct-to-DVD-Horrorfilme der heutigen Zeit). Nee, wir beriefen uns eher darauf, dass der Film als uncool galt und immer noch gilt oder kaum bekannt ist. Wir schauten uns daher: Top Secret! aus dem Jahre 1984 an! Brilliant lustiger Film, im Stile von Hot Shots oder Die Nackte Kanone. Und Val Kilmer macht als Hauptdarsteller eine erstaunlich komische Figur, Ideen sprühten nur so über!
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Und davor gab es zwei Pfannen, die bekocht werden sollten. Die große Wok-Pfanne für alle außer mich, die andere kleinere Teflon-Pfanne für mich. Darin gab es bei beiden Thailändisches Grünes Curry, nur in meiner fehlten Hähnchenbrustfilets. Dazu gab es Basmati-Reis (okay, nicht ganz "thai"), der von mir zu einer Reiskugel geformt wurde. Jemand ein Stück Reistorte?
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Dazu gab es u.a. Weißwein. Und die Reste von gestern, also Sake und Grappa. Erstere Spirituose fanden viele eklig, auch ich. Das Trinken machte den Abend aber sehr lustig. Neben alten Bekannten wie Wutscho (brachte Weißwein mit) und Possi (viele DVDs) war ein gewisser Dominik da, den Chrissie vor kurzem kennengelernt hatte und miteinlud. Er brachte den größten Anteil von Wein an dem Abend und ein/zwei DVDs mit. Du meine Güte, war ich knülle! Weitaus mehr als am Abend zuvor. Aber Wein ist halt gefährlicher als irgendwelche Shots. Wein macht vor allen Dingen müde. Und so verließ ich die Runde - Lena kam später, aber eine Viertelstunde vor meinem Abgang - in Richtung Bett. Gelacht habe ich eine Menge, gekotzt aber nur einmal, nämlich in meinen Papierkorb kurz vor meiner Einpennerei.

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Betrunkenheitsskala Freitag: 4 von 10.
Betrunkenheitsskala Samstag: 6,5 von 10!

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june.volution (Nachtrag zum Zaubi-Abend vom 18.06.10)



Datum: 18. Juni 2010
Ort: Würzburg
Genauerer Ort des Feierns: Zauberberg, umgangssprachlich "Zaubi"
Veranstaltung: "gay.volution" (dritter Freitag eines jeden Monats)

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Nach einem Monat Pause (es gab quasi keine may.volution in diesem Jahr, stattdessen feierte ich mit Leo und Bine und Tümmi dessen Geburtstag, der am selben Tag war) ging es wieder in den "Zaubi".
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Es war erst einmal nicht so einfach, sich von der Vierer-Konstellation in meiner WG ("Chrissie", "Possi", "Wutscho", ich) zu lösen. Solche Trinkabende (link!) machen einfach immer Spaß. Mir war klar, dass Chrissie als Co-Gastgeberin die anderen zwei Jungs nicht herausschmeißen würde, um selber mitzugehen. Sie wollte ja mit, aber nun wird sie vielleicht das nächste mal die "gay.volution" kennenlernen. So ging ich um kurz nach 0 Uhr. Genug Alk intus, nicht zu betrunken, wollte ich auch nur den - im Vergleich zur Happy Hour (bis 23h) - teueren Eintritt zahlen, aber nicht auch die teureren Getränke. Geldmangel und so.
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Es wurde Katy Perrys neue mediokre Single "California Gurls" gespielt, sowie Gossips vorletzte Single "Love Long Distance". An manch anderen Song kann ich mich nicht mehr erinnern, immerhin weiß ich aber, dass ich insgesamt mindestens 45 Minuten getanzt hatte. Dafür, dass ich nur für drei Stunden dort war, ist das für meine Verhältnisse viel.
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Marc war da, die zwei Michis hingegen nicht. Und Marcs Kumpel Martin war das erste Mal nicht arrogant zu mir, sondern sogar recht süß und "talkative". Das hat mich sehr erstaunt! Und dann lernte ich ein paar neue Menschen kennen, von denen zwei mir etwas ausgaben. Einer davon gibt gerne Leuten etwas aus - es war Pils und es kam mir sehr recht, da ich derzeit notorisch pleite bin, auch an dem Abend. Der beste Kumpel von einem. Den anderen lernte ich auf der Tanzfläche kennen, glaube ich. Weiß ich aber nicht mehr so genau. Er wollte einfach mit mir einen Jägermeister trinken. Leider eine Hete, aber eine unmachomäßige sympatische Hete, Jura-Studium, 2.Semester. Etwas größer als ich, gefällt sicherlich nicht wenigen Hetero-Frauen und queeren Typen. Vielleicht wegen seines weitaufgeknöpften und eher teureren, dennoch schönen Hemdes, denn darunter war ein nicht zu dichter Brusthaar-Wald aufzufinden. Ui!

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Betrunkenheitsskala: siehe Trinkfest-Blogeintrag (link!).
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Mittwoch, 16. Juni 2010

Nachtrag zum Laby-Abend (16.06.10)



Mal ein guter Abend, dieser Abend im „Laby“ (Diskothek Labyrinth) am StuDienstag (16. Juni 2010).

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Nicht viel Neues gibt es zu berichten. Chrissie war da, M-Lena und „Kathrini“ waren da, einer, mit dem ich einst ein Praktikum an der Schule gemacht hatte, einer, den ich mit jemand anderes indirekt verkuppelt hatte und dessen Kumpelinen. Habe mich sehr durchgeschnorrt bei den letztgenannten, aber ich war ihnen dann sehr dankbar. Und eine Handvoll Leute, die mit mir gemeinsam studieren, die ich aber persönlich nicht kenne. Und so ein Typ, der immer da ist, ein süßes Gesicht hat und einen Dreitagebart, jedoch hetero ist und leicht eingebildet.
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Musikalisch war meist auch nicht viel Neues. Aber ich habe mich riesig über „American Slang“ von The Gaslight Anthem gefreut. Weniger neu, aber unfassbar toll: „Tonight, Tonight“ von The Smashing Pumpkins (anno 1995). Beide Songs wurden leider dann gespielt, als noch keine Sau auf der Tanzfläche war. So ca. 22:30Uhr. ;( 
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Betrunkenheitsskala: 3 von 10.
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Dienstag, 15. Juni 2010

Grillkäse / Esspapier / Bratwurst-Chips



Nicht gerade das typischste Essen fürs Grillen. Doch Letzten Samstag fand die Einweihungsfeier von Tümmis WG mit Grillsession statt. Gastgeber waren nicht nur er, sondern auch eine Kommilitonin von ihm (und auch mir) und deren gemeinsamen Freundin.

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Ich kam ca. um 18:30 Uhr und war der erste von ungefähr vier oder fünf Vegetariern. Vegetarier haben es ja immer schwer bei Grillaktionen, werden entweder gedisst oder zumindest immer auf den Arm genommen. Zucchini, Champignons, bewährt gut. Auberginen, mein Lieblingsgemüse, awesome! Überraschend genial: der Grillkäse. Angeblich eine Mischung aus verschiedenen Käsesorten. U.a. Ziegenkäse, den man zwar herausschmeckte, der aber hier mal nicht die Zunge mit dessen sehr eigentümlichen Geschmack verseuchte, wie so oft. Passte sehr gut zum Grillfeeling! Felix und seine Freundin brachten weiteres Essen mit, das würzige Kartoffel-Püree mit Rucola-Deko war echt gut und so!
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Wir machten uns über einen Chips-Hersteller lustig, der für jedes WM2010-Land eine eigene Chipskreation kreierte. Für England gab es zum Beispiel Kartoffelchips mit irgendwas deftigem UND Yorkshire Pudding (igitt!), sowie für Deutschland Chips mit Bratwurst-Geschmack, die dann irgendjemand von der WG mitbrachte. Ich hatte liebend gerne verzichtet und mich stattdessen an Hello-Kitty-Esspapier gehalten, jedoch nicht wegen „Hello Kitty“, sondern weil das essbare Papier so faszinierend ist.

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Fußball ist sonst nicht so meins, aber während der WM und EM bin ich dann doch sehr interessiert an das Kick-Geschehen. Dann wurde mit anderen ein wenig das England-USA-WM-Vorrundenspiel angeschaut. Bin ja auch für England. Klar, Englands Torhüter Robert Green hat einen Fehler gemacht, indem ihm der zu haltende Ball von den Amis aus seinen Händen geflutscht war und zum Netz weiterrollte. Aber ihn in den Medien deswegen mit Häme zu begießen ist schon etwas übertrieben, nur weil es gerade die englische Nationalmannschaft war. 1:1, schwache Leistung, aber besser als gar nichts.
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Nach dem Grillen und dem Spiel gabelte sich die Crowd in Balkon-Chillen und Herumhängen in Tümmis Zimmer auf. Ich war zumeist bei Tümmi und trank Billig-Whisk(e)y mit Cola Light. Gute Gespräche, teilweise von Helium-Inhalationen, Herumwerfen von kleinsten Bällen und Aufschnappen gewisser Gesprächsfetzen des anderen Gesprächsteams auf dem Balkon. Daraus bildeten sich dann viele Lacher.
Betrunkenheitsskala: 3 von 10.
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